Krieg im Nahen Osten: Reisewarnungen und aktuelle Lage
Was Reisende jetzt wissen müssen - von Reisewarnungen bis zu Flugeinschränkungen.
Nach den Angriffen der USA und Israels gegen den Iran und den Libanon ist die Sicherheitslage im gesamten Nahen Osten angespannt. Seit Ende Februar galt für viele Länder der Region eine Reisewarnung des Außenministeriums (Sicherheitsstufe 4 von 4).
Das Außenministerium bewertet die Lage vor Ort laufend.
Reisewarnungen
Von den militärischen Auseinandersetzungen und Luftangriffen war die gesamte Region im Nahen Osten und rund um den Persischen Golf betroffen. Das Außenministerium empfiehlt, den Anweisungen der lokalen Behörden unbedingt Folge zu leisten.
- Eine Reisewarnung für das ganze Land (Stufe 4 von 4) gilt aktuell für: Iran, Irak, Jemen, Libanon und für Syrien
- Eine Reisewarnung für eine Region (Stufe 4 von 4) gilt aktuell in: Israel (für den Norden Israels), Ägypten (u.a. Norden Sinai Halbinsel), Palästinesisches Gebiet (Gazastreifen)
- Hohes Sicherheitsrisiko (Stufe 3 von 4): Bahrain, Jordanien, Katar, Kuwait, Oman (für die Exklave Musandam an der Straße von Hormus), Saudi-Arabien (Grenzgebiet zum Jemen)
Kontakt Außenministerium
Das Außenministerium ersucht Reisende, die sich in den betroffenen Regionen ohne Reisewarnung aufhalten, unter Reiseregistrierung zu registrieren und bei Gebieten mit Reisewarnung von Reisen abzusehen.
Wichtige Telefonnummern
- Außenministerium: +43 1 90115 4411
- Botschaft in Abu Dhabi (VAE): +971 50 66 69 728 bzw. +971 50 85 90 441
- Botschaft Amman (Jordanien): +962 795 62 85 60
- Botschaft Bahrain/Kuwait: +965 998 061 77
- Botschaft Doha (Katar): +974 33 21 14 50
- Botschaft Maskat (Oman): +968 72 20 01 16
- Botschaft Tel Aviv (Israel): +972 54 792 18 92 bzw. +972 53 643 27 38
Auswirkungen auf Flugverkehr
Der militärische Konflikt beeinträchtigt den internationalen Flugverkehr im Nahen Osten weiterhin massiv. Wegen anhaltender Sicherheitswarnungen der EASA meiden viele internationale Fluggesellschaften den Luftraum über den GCC-Staaten. An den Drehkreuzen Dubai (DXB), Abu Dhabi (AUH) und Doha (DOH) läuft der Flugbetrieb internationaler Airlines daher nur stark eingeschränkt. Reisende müssen in der gesamten Region jederzeit mit Flugausfällen, Verspätungen und gestrichenen Stop-over-Verbindungen rechnen.
Einschränkungen der Airlines
Die Fluggesellschaften der Lufthansa-Group (inklusive Austrian Airlines) haben ihre Verbindungen in die Region für den Sommer- und Herbstflugplan weitgehend ausgesetzt:
Abu Dhabi, Amman, Beirut, Dammam, Riad, Erbil, Maskat und Teheran: Flüge sind bis einschließlich 24. Oktober ausgesetzt.
Dubai: Flüge sind infolge schrittweiser Verlängerungen ebenfalls bis weit in den Herbst hinein gestrichen.
Aktuelle Statusmeldungen weiterer Fluggesellschaften wie Emirates, Etihad und Qatar Airways sollten vor Abflug direkt bei den Airlines geprüft werden.
Auswirkungen auf den Seeverkehr
Auch der Seeweg ist drastisch betroffen. Da die Straße von Hormus für die kommerzielle Schifffahrt weiterhin vollständig gesperrt ist, liegt der Transitverkehr dort lahm. Dies führt zu massiven Rückstaus in den regionalen Häfen. Kreuzfahrtschiffe können ihre geplanten Orient-Routen aus Sicherheitsgründen nicht antreten und verbleiben stattdessen fest an den Ankerplätzen in Dubai.
ÖAMTC Reise-Radar
Informationen für Reisende
Reisende, die sich aktuell in einem der betroffenen Länder aufhalten oder von Flugausfällen betroffen sind, finden hier wichtige Informationen.
Hier kommt es auf den Zeitpunkt der geplanten Reise an: Wenn der Reisebeginn unmittelbar bevorsteht und das Urlaubsziel in der betroffenen Region liegt oder die Anreise zum Urlaubsort erheblich beeinträchtigt wird, ist eine kostenfreie Stornierung möglich. In jedem Fall sollten Sie rasch Kontakt mit dem Reisebüro/-veranstalter oder der Fluglinie, bei der Sie gebucht haben, aufnehmen.
Siehe auch "Wann ein kostenloses Reisestorno möglich ist".