Eskalation im Nahost-Konflikt: Reisewarnungen
Die Angriffe der USA und Israel auf mehrere Ziele im Iran haben am Wochenende zu einer militärischen Eskalation im Nahen Osten geführt.
Lage spitzt sich zu
Nach den Angriffen der USA und Israels auf den Iran spitzt sich die Lage im Nahen Osten weiter zu. Die Vergeltungsschläge des Irans richten sich nicht nur gegen Israel, sondern auch gegen benachbarte Länder: Aus u. a. Dubai, Bahrain und Kuwait wurden mehrere Drohnenangriffe gemeldet, die Brände, Sachschäden und Verletzte zur Folge hatten.
Das österreichische Außenministerium hat die Sicherheitslagen für mehrere Länder im Nahen Osten bereits auf die höchste Sicherheitsstufe 4 erhöht und Reisewarnungen herausgegeben. Betroffen sind neben dem Iran und Israel auch Staaten wie z. B. Bahrain, Katar, Kuwait und die Vereinigten Arabischen Emirate.
Flugverkehr ausgesetzt, Flughäfen geschlossen
Der militärische Konflikt hat auch Auswirkungen auf den internationalen Flugverkehr. Austrian Airlines (AUA) setzt vorerst bis einschließlich 7. März alle Flüge nach Tel Aviv (Israel), Amman (Jordanien), Erbil (Irak) und Teheran (Iran) aus. Neben der AUA haben auch andere Fluglinien, wie z. B. Emirates, Lufthansa, Wizz Air und Air France, Flüge in die betroffenen Gebiete gestrichen.
Aus Sicherheitsgründen wurden mehrere Flugräume gesperrt, darunter jene über Israel, dem Libanon, Jordanien, Irak, Iran, Kuwait und Bahrain. Am Flughafen in Dubai herrscht momentan Stillstand, da keine Flugzeuge starten oder landen. Insgesamt sind von den Konflikten laut aktuellen Berichten über 3.500 Flüge auf sieben große Zielflughäfen betroffen. Neben Dubai sind auch andere bedeutende Drehkreuze wie Abu Dhabi und Doha stark beeinträchtigt.
Schiffe bleiben im Hafen
Neben dem Flugverkehr sind auch Reisen auf dem Seeweg von den militärischen Konflikten betroffen. Kreuzfahrtschiffe ankern u.a. in Dubai, da die geplante Orient-Reise aus Sicherheitsgründen nicht angetreten werden kann. Ebenso betroffen sind Öltransportschiffe, die die gesperrte Straße von Hormus nicht durchqueren dürfen.
Reise-Radar
Damit Sie stets über reiserelevante Ereignisse informiert sind, können Sie sich vorab oder während Ihrer Reise im ÖAMTC Reise-Radar informieren.
Tipps für betroffene Reisende
Wenn Sie sich aktuell in einer der betroffenen Regionen aufhalten und eine Pauschalreise gebucht haben, wenden Sie sich am besten an Ihren Reiseveranstalter und beobachten Sie die aktuellen Hinweise des österreichischen Außenministeriums. Bei Individualreisen prüfen Sie die Informationen der jeweiligen Airlines/Flughäfen und wenden Sie sich bei Fragen direkt an das österreichische Außenministerium, das Sie unter folgender Nummer erreichen können: +43 1 90115 4411. Zusätzlich empfiehlt das Außenministerium allen Reisenden eine kostenlose Reiseregistrierung, um Sie im Bedarfsfall schnell kontaktieren zu können.
In der Zwischenzeit beachten Sie folgende Reisetipps des Außenministeriums:
- Verfolgen Sie aufmerksam die Informationen in lokalen und internationalen Medien.
- Befolgen Sie unbedingt die Anweisungen der lokalen Sicherheitskräfte und des Zivilschutzes.
- Machen Sie sich mit den vorhandenen Schutzvorkehrungen in Ihrer Umgebung vertraut.
- Achten Sie vorsorglich auf eine ausreichende Vorratshaltung (Wasser, Lebensmittel, Medikamente, Treibstoff).
- Setzen Sie sich bei Bewegungen keinen zusätzlichen Risiken aus.
- Beachten Sie, dass sich die Lage schnell und unvorhersehbar ändern kann.
- Prüfen Sie bei Flugausfällen und -verschiebungen immer wieder die Angebote der Fluglinien. Nutzen Sie auch Angebote von weniger bekannten Fluglinien und buchen Sie auch Flüge mit Zwischenlandungen.
Links zu den Airlines:
Aktuelle Informationen und Flugunregelmäßigkeiten | Austrian Airlines