Christophorus Magazin

8 Während Athlet:innen umMedaillen kämpften, leistete die ÖAMTCFlugrettung einen wesentlichen Beitrag zur notfallmedizinischen Sicherheit der Olympischen Winterspiele. Gemeinsam mit ihrem langjährigen Partner aus Südtirol, Aiut Alpin, stellte sie einen von insgesamt drei Notarzthubschraubern, die über die gesamte Dauer der Spiele für die notfallmedizinische Versorgung bereitstanden. Der in Bormio stationierte, mit einer Winde ausgerüstete Hubschrauber war durchgehend einsatzbereit. Hubschrauber und Piloten kamen aus Österreich, die medizinische Crew stellte der langjährige Südtiroler Partner. Ein starkes Beispiel für gelebte internationale Zusammenarbeit in Am Himmel über Bormio Internationale Kooperation sorgt für höchste Sicherheitsstandards bei sportlichem Großereignis. Fotos: zVg (2), Illustration: kurzundkallweit.at INFORMATION Christophorus der Flugrettung. „Derartige Großveranstaltungen stellen höchste Anforderungen an Planung, Technik und Zusammenarbeit“, betont Marco Trefanitz, Geschäftsführer der ÖAMTC-Flugrettung. „Genau dieses Zusammenspiel ist daher entscheidend, wenn es nicht nur bei den Rennen auf jede Sekunde ankommt.“ Vielfältige Erfahrung Die ÖAMTC-Flugrettung bringt umfassende Erfahrung aus der Absicherung hochkarätiger Sportveranstaltungen mit. Zuletzt sorgte sie etwa beim Hahnenkammrennen in Kitzbühel, beim Weltcup-Auftakt in Sölden oder bei der alpinen Ski-Weltmeisterschaft 2025 in Saalbach-Hinterglemm für zusätzliche Sicherheit. Aber auch bei Formel-1-Rennen in Österreich oder in Ungarn ist sie mit einem Notarzthubschrauber einsatzbereit. „Ob bei Weltmeisterschaften, Weltcuprennen oder internationalen Großereignissen – unsere Aufgabe ist es, medizinische Spitzenversorgung unter schwierigsten Bedingungen sicherzustellen“, so Trefanitz. „Das gilt für eisige Pisten ebenso wie für Rennstrecken im Motorsport.“ Wie schon bei früheren Großevents standen auch bei den Olympischen Spielen intensive Vorbereitung und klar definierte Abläufe im Mittelpunkt. Der Einsatz des Hubschraubers ermöglichte Rettungen auch aus schwer zugänglichem Gelände und ergänzte das bestehende Sicherheitskonzept vor Ort optimal. Technik im Hintergrund Damit der Helikopter jederzeit starten konnte, arbeitete im Hintergrund ein weiteres Team: die Techniker:innen der HeliAir. Sie übernahmen Daily und Preflight-Checks, Betankung, Enteisung und kontrollierten nach jedem Einsatz die Rettungswinde. Mit Wartungsbus, Ersatzteilen und Spezialwerkzeug waren sie auch für alle Arten technischer Störungen gerüstet. Hangarierung, Schneeräumung am Heliport oder die Begleitung von Trainingsflügen als Luftraumbeobachter:innen gehören ebenfalls zu ihren Aufgaben. Ein meist unsichtbarer, aber dennoch unverzichtbarer Beitrag. „Dass wir gemeinsam mit Aiut Alpin einen Beitrag zur Sicherheit der Olympischen Spiele leisten durften, ist ein starkes Zeichen für das Vertrauen in unsere Arbeit und unsere Kompetenz“, so Trefanitz. In diesem Sinne war Olympia Teamarbeit über Organisations- und Landesgrenzen hinweg. Und genau diese Zusammenarbeit macht es möglich, dass Hilfe aus der Luft dann kommt, wenn sie am dringendsten gebraucht wird. ▲ Flugretter und Bergespezialist kamen aus Südtirol, Hubschrauber und Pilot aus Österreich.

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