Christophorus Magazin

7 Wenn der Notarzthubschrauber im Bezirk Wolfsberg landet, kann es schon einmal sein, dass Vater und Sohn aufeinandertreffen. Nämlich dann, wenn Gerold Klammer aus dem Christophorus 11 steigt und sein Sohn Martin bereits mit dem Roten Kreuz vor Ort ist. Ein kurzes „Hallo, Bua“, gefolgt von einem „Hallo, Papa“ – und dann geht es zur gemeinsamen Patient:innenversorgung. Zwischen Routine und Blaulicht Gerold Klammer ist seit zwei Jahrzehnten Notarzt am Christophorus 11 sowie am „Hallo, Papa!“ Martin und Gerold Klammer teilen nicht nur den Nachnamen, sondern auch die Leidenschaft für die Notfallrettung – beruflich, privat und gelegentlich Schulter an Schulter im selben Einsatz. EMOTION Fotos VON: zVg (1), C18 (1), Bergrettung Werfen (1), Bergrettung Lilienfeld & Freiland (1) Alpin 1, Anästhesist im UKH Klagenfurt und bodengebunden auf zwei Notarztstützpunkten aktiv. Sein Sohn Martin ist Notfallsanitäter beim Roten Kreuz Wolfsberg und engagiert sich zusätzlich bei Feuerwehr und Bergrettung. Ihr Alltag dreht sich um Notfälle – manchmal auch um dieselben. Einmal im Jahr arbeitet Martin sogar für einige Wochen im Spital mit, in der Anästhesieabteilung seines Vaters. Die beiden stehen dann gemeinsam im OP oder auf der Intensivstation. Für die Kolleg:innen ist das ein vertrautes Bild – und für Martin ein wichtiger Lernmoment. „Man merkt einfach, dass mein Vater weiß, was er tut“, sagt Martin. Und alle anderen merken: Hier sind zwei am Werk, die sich verstehen. Diskussionen bis in die Nacht Daheim wird weitergeredet: über Einsätze, über Abläufe, über alles, was man aus dem Rettungsalltag mit nach Hause nimmt. „Es kann schon mal länger werden“, schmunzelt Martin. „Manchmal diskutieren wir so intensiv, dass meine Mutter den Raum verlässt und uns alleine lässt.“ Dann wird’s fachlich, oft auch emotional – aber immer respektvoll. Viel Respekt Die beiden verbringen viel Zeit miteinander – bei gemeinsamen Bergtouren, zu Hause, im Dienst. Und wenn es wirklich hart auf hart kommt, arbeiten sie Seite an Seite, ohne viele Worte, aber mit umso mehr Vertrauen. „Ich schau zu ihm auf“, sagt Martin. „Nicht weil er sich in den Vordergrund stellt, sondern weil er einfach macht, was getan werden muss. Mit Ruhe, Menschlichkeit und Konsequenz. Das prägt und verbindet.“ ▲ Martin und Gerold sind gemeinsam auch viel in den Bergen unterwegs. von Ralph Schüller Christophorus

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