Christophorus Magazin

5 EMOTION Christophorus Alle arbeiteten Hand in Hand: Während die einen Wiederbelebungsmaßnahmen durchführten, holten andere den Defibrillator, kümmerten sich um die Ehefrau, hielten Kontakt mit der Leitstelle – ein perfekt funktionierendes Uhrwerk. „Unsere Mitarbeiter:innen trainieren regelmäßig für solche Notfälle – und an diesem Tag hat sich gezeigt, wie wichtig das ist“, sagt General Manager Martin Adelwöhrer. „Niemand hat gezögert, alle haben gemeinsam gehandelt.“ Jede Sekunde zählt Minuten später traf das Notarztteam des Roten Kreuzes ein und übernahm die Reanimation. „Die Ersthelfer:innen haben alles richtig gemacht. Als wir ankamen, konnten wir den Patienten dadurch relativ rasch stabilisieren“, erzählt Notarzt Florian Pundy. Kurz darauf landete auch Christophorus 18 direkt neben der Therme. „Bei einem Herzstillstand entscheidet das Handeln der ersten Minuten. Was hier geleistet wurde, war vorbildlich – eine perfekte Rettungskette“, sagt Thomas Wagner, Base Manager des C18. Mit dem Hubschrauber wurde Johann Schausz schließlich ins Krankenhaus geflogen – und schon nach wenigen Tagen durfte er dieses auch wieder verlassen. Auch für die Mitarbeiter:innen der Therme war der Vorfall emotional belastend. „Man funktioniert in demMoment einfach. Erst später merkt man, was man da eigentlich erlebt hat – und dass so eine Situation an niemandem spurlos vorübergeht“, beschreibt es Attila Debreceni. „Solche Erlebnisse zeigen einem, wie wichtig Zivilcourage und Entschlossenheit sind. Ich habe noch mehr Vertrauen in meine Fähigkeiten gewonnen und weiß jetzt, dass innere Ruhe und Teamarbeit den entscheidenden Unterschied machen können. Es hat mich bestärkt, auch in Zukunft bereit zu sein, zu helfen, wenn jemand in Not ist.“ Damit aber auch keine:r der Mitarbeiter:innen mit dem Erlebten allein blieb, wurde noch am selben Tag ein Kriseninterventionsgespräch organisiert, um das Ereignis gemeinsam aufzuarbeiten. Wiedersehen Einige Wochen später steht Johann Schausz wieder in der Eingangshalle der Therme. Diesmal lächelt er. Neben ihm seine Frau – und vor ihm die Menschen, die ihn gerettet haben. „Ich wollte euch Christophorus 18 landete direkt am Parkplatz vor der Therme. einfach sehen“, sagt er und lächelt. „Und Danke dafür sagen, dass ich jetzt zwei Geburtstage feiern kann. Einen, den mir das Leben geschenkt hat – und einen, den ihr mir ermöglicht habt.“ Was an jenem Julitag geschah, zeigt eindrucksvoll, wie viele Hände hinter einer erfolgreichen Lebensrettung stehen. Vom beherzten Eingreifen der Ersthelfer:innen über die professionelle Arbeit des Roten Kreuzes bis hin zur schnellen Versorgung und zum Transport durch Christophorus 18 – alles griff perfekt ineinander. ▲ „Ich war vollkommen auf die Situation konzentriert. Emotionen kamen erst später – im Augenblick selbst funktioniert man einfach. Gleichzeitig war es ein gutes Gefühl, zu wissen, dass ich nicht allein war. Meine Kolleg:innen haben großartig reagiert, und ihre Unterstützung hat mir viel Sicherheit gegeben.“ ATTILA DEBRECENI Badecoach Fotos: ÖAMTC/C18 (1), Sankt Martins Lodge (2) Check der Erste-Hilfe-Ausrüstung.

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