Christophorus Magazin

15 Erneut große Anerkennung für ein zukunftsweisendes Gemeinschaftsprojekt in der Notfallversorgung: Das internationale Drohnenprojekt von ÖAMTC-Flugrettung, ANWB Medical Air Assistance und Touring Club Schweiz wurde in Berlin mit dem Björn Steiger Award in den Kategorien Technik und Forschung ausgezeichnet. Die Björn Steiger Stiftung würdigt mit diesem Preis herausragende Projekte, innovative Forschung und technologische Entwicklungen im Rettungswesen. Im Zentrum der Kooperation steht das Ziel, Drohnen als ergänzendes Einsatzmittel im Rettungsdienst zu etablieren. Sie sollen künftig medizinische Güter wie Medikamente, Blutkonserven oder Defibrillatoren schnell und effizient in schwer erreichbare Regionen oder zu besonders zeitkritischen Notfällen transportieren. Damit kann wertvolle Zeit gewonnen und die präklinische Versorgung gezielt unterstützt werden. Das Projekt überzeugte die Jury insbesondere durch seinen praxisnahen Ansatz und sein großes Potenzial für die Weiterentwicklung der Flugrettung. Die Kooperation der drei Organisationen steht beispielhaft für eine moderne, vernetzte Notfallversorgung in Europa. Sie zeigt, wie technologische Innovation, operative Erfahrung und internationale Zusammenarbeit zusammenwirken können, um die Versorgung von Patient:innen weiter zu verbessern. ▲ Auszeichnung in Berlin Björn Steiger Award würdigt Innovation im Rettungsdienst. Michael Poglitsch, Marco Trefanitz und Jonas Heller haben den Preis in Berlin übernommen. Fotos: Elikos (1), FF Mondsee (1), Björn Steiger Stiftung (1), C9 (1), C11 (1) Auch zu Verkehrsunfällen werden die Christophorus-Hubschrauber alarmiert. 65 Jahre Verkehrsunfallstatistik Deutlicher Rückgang trotz stark gestiegenen Kfz-Bestandes. Seit 1961 werden Verkehrsunfälle mit Personenschaden in Österreich systematisch erfasst. In den vergangenen 65 Jahren verunglückten bei rund 2,7 Millionen Unfällen mit Verletzten oder Getöteten insgesamt etwa 3,6 Millionen Menschen, 87.308 davon tödlich. Besonders eindrücklich zeigt sich die Entwicklung im langfristigen Vergleich: Das Jahr 1972 brachte mit 2.948 Getöteten den traurigen Höchstwert. 2025 waren es 397 Tote, während sich der Kfz-Bestand im selben Zeitraum jedoch mehr als verfünffachte. Als wesentlicher Faktor für den Rückgang der Todesopfer gelten massive Fortschritte in der Fahrzeugsicherheit – von Sicherheitsgurten und Airbags bis hin zu modernen Assistenzsystemen. Aus Sicht des ÖAMTC besteht aber weiterhin Handlungsbedarf: Künftige Verkehrssicherheitsarbeit müsse neben der weiteren Reduktion der Verkehrstoten verstärkt auf die Senkung der Anzahl von Schwer- und Schwerstverletzten abzielen. INNOVATION Christophorus

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