FT Insides - Mai 24
Wie ist das bisherige Feedback der Kurs- Teilnehmer:innen? Merkt man da Vorbehalte von Männern oder wirst du eher nach Autogrammen & Selfies gefragt? Tatsächlich wurden schon ein paar Selfies gemacht im Zentrum (lacht). Bisher habe ich in meinen Kursen keine Vorbehalte bemerkt. Kolleg:innen aus der Lkw-Branche kennen mich oft schon und wissen, dass ich 20 Jahre Erfahrung in dem Bereich habe. Was ist dir als Instruktorin persönlich am wichtigsten bei deinen Kursen? Dass die Trainings auf Augenhöhe stattfinden. Es darf auch lustig sein, es sollen positive "Vibes" herrschen. Und natürlich hoffe ich, dass der ein oder andere Tipp dabei ist, der interessant ist und hängen bleibt. Du setzt dich ja auch für „Lkw – Friends on the Road“ ein - ein gutes Miteinander auf Straße ist dir also wichtig als Berufsfahrerin. Was ärgert dich denn am meisten im Straßenverkehr? Wo braucht es vielleicht mehr Bewusstsein? Die Aggressivität und der Egoismus im Straßenverkehr. Einerseits hat man manchmal das Gefühl, dass es Leute gibt, die ins Auto einsteigen und dabei das Hirn ausschalten. Und andererseits ist oft kein Bewusstsein dafür vorhanden, was es heißt die Masse eines Lkw plötzlich abzubremsen und dann wieder in Bewegung zu bringen – z.B. wenn ein Pkw-Fahrer spontan den Sicherheitsabstand zum vorderen Fahrzeug als "Lücke" nutzt. Da wünschte ich mir, dass dieses Bewusstsein für andere Verkehrsteilnehmer:innen schon in der Pkw- Ausbildung stärker verankert wäre. Beruflich bist du große Maschinen gewöhnt – und was fährst du privat? Auto, Motorrad, Fahrrad? Sowohl Auto als auch Motorrad. Das Auto ist mehr für den Weg von A nach B. Und meine Harley Davidson ist dann zum Cruisen – z.B. auf ein Eis nach Bad Ischl. Fragen an Patricia Altmann Im Fokus Steckbrief: Patricia ist seit November 2023 im Fahrtechnik Zentrum Marchtrenk als Instruktorin für Pkw und Lkw tätig Patricia, man kennt dich als „Trucker Babe Austria“ [Anmerkung: TV-Serie auf ATV], du singst auch [„Der knallgelbe Lkw“], warst lange leidenschaftliche Fernfahrerin in zweiter Generation – und seit kurzem auch Instruktorin in Marchtrenk. Wie kam’s dazu? Das war letztes Jahr bei der Jahresversammlung der Transporteure. Da war auch Andreas Rouschal [Anmerkung: FTZ-Leiter Marchtrenk] mit dabei und hat mich angesprochen, ob ich mir vorstellen könnte, als Instruktorin in der ÖAMTC Fahrtechnik tätig zu sein. Das hat sich ganz gut getroffen, weil ich zwar total gern Lkw fahre, das aber langfristig aus verschiedenen Gründen nicht mehr als Vollzeitjob machen wollte. Ich freue mich aber jedes Mal, wenn ich zwischendurch z. B. Urlaubsvertretungen übernehmen kann und wieder eine 40m-Ladung bei Nacht transportiere. Das möchte ich nicht missen. Was hat dich bei der Fahrtechnik vielleicht überrascht bzw. was schätzt du, was macht dir besonders Spaß? Ich war vorher schon als Fahrlehrerin tätig und habe mir gedacht: Wird schon nicht so kompliziert sein. Aber Instruktorin in der ÖAMTC Fahrtechnik zu sein, ist doch wieder ganz was anderes: vom Ablauf her, worauf wollen wir hinaus und wie können die Teilnehmer:innen den Sinn dahinter verinnerlichen. Spaß macht mir natürlich, wenn ich dabei Kolleg:innen aus der Lkw-Branche treffe. © Patricia Altmann
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