FT Insides - Juni 25

Matthias, wie ist deine Vorgeschichte – wie bist du bei der Fahrtechnik gelandet? Über den Motorsport: Im Alter von 7 Jahren habe ich begonnen, regelmäßig Kart zu fahren. Mit 17 Jahren bin ich dann im Autoslalom des OÖ Cups angetreten. 2009 konnte ich schließlich das Racing Rookie Finale für mich entscheiden - dieses Ziel habe ich verfolgt, seit ich Jahre zuvor auf einer Kartbahn in Linz ein Veranstaltungsposter davon gesehen habe. Ein Jahr später bin ich mit einem Fiesta R2 in der Austrian Rallye Challenge (ARC) gestartet, während ich parallel die HTL für Maschinenbau in Linz abgeschlossen habe. Für die ARC durfte ich damals in Teesdorf und Melk mit meinem Besichtigungsauto trainieren. 2013 und 2014 habe ich an der Drift Challenge Austria (DCA) teilgenommen und dafür regelmäßig am Wachauring beim Freien Fahren trainiert. Da habe ich unter anderem Roland Frisch kennen gelernt, bei dem ich mich dann 2019 schließlich beworben habe. Was taugt dir am meisten an deiner Tätigkeit als Instruktor? Dass ich meine Leidenschaft für den Motorsport und das Fahren nutzen und mein Wissen an interessierte Teilnehmer:innen vermitteln kann. Insbesondere bei Personal Coachings reizt es mich herauszufinden, wie ich gemeinsam mit meinen Teilnehmer:innen ans gewünschte Trainingsziel komme. Du gehörst zu den vielen engagierten freiberuflichen Instruktor:innen. Darf man fragen: Was machst du abseits deiner Tätigkeit bei der Fahrtechnik? Bis Anfang 2019 war ich technischer Projektleiter für Karosseriebauanlagen bei der Firma TMS. Nach 8 Jahren im Unternehmen bekam ich aufgrund der dürftigen Auftragslage die Möglichkeit einer Umschulung. Für mich war klar: ich will etwas mit Fahrtechnik machen! Ich habe damals nur kurz überlegt und dann direkt Roland angerufen. Fragen an Matthias Kaiser Im Fokus Steckbrief: Seit 2019 als PkwMehrphasen-Instruktor im FTZ Melk Seit 2023 leitender Instruktor Pkw im FTZ Melk Eine Woche später haben wir uns getroffen und die wichtigsten Punkte geklärt. Bis Ende 2021 habe ich parallel auch noch weitere Ausbildungen, wie zum Beispiel die LizenzinstruktorAusbildung beim Deutschen Motorsport Bund (DMSB), absolviert. Seit Anfang 2022 lebe ich von der Tätigkeit als Fahrtechnik-Instruktor. Wie ging's in Sachen Motorsport weiter? Hast du deine Ziele erreicht? Tatsächlich habe ich schon seit meiner Kindheit von einer Teilnahme am 24-Stunden-Rennen des Nürburgrings geträumt. 2017 haben dann die konkreten Vorbereitungen dafür begonnen. 2019 war es schließlich soweit und ich hatte endlich meine "Permit A" des DMSB für die Nordschleife, die damals Voraussetzung für die Teilnahme war. Mit einem BMW M3 im Team "QTQ Race Performance" war ich dann noch im selben Jahr beim 24-Stunden-Rennen am Nürburgring am Start. Damit ist ein Traum in Erfüllung gegangen - ein unvergessliches Highlight! Was fährst du privat gern? Für den Fahrspaß: Fahrzeuge mit Heckantrieb, Sperrdifferential und ohne Helferlein. Also vor allem meinen BMW 323ti den ich auch schon bei der DCA gefahren bin. Auf der Straße habe ich dann gern zumindest ABS an Board. Auch hier bevorzuge ich Heckantrieb - am liebsten fahre ich da mein BMW 335i Coupé. © Martin Kubanka © Daniel Fessl, autosport.at, vln-pix.de

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