FT Insides - Juni 2023

Von verstopften Toiletten bis zu versenkten Fahrzeugen Unterschiedlichste Persönlichkeiten, darunter auch viele Promis, kommen fast täglich für Veranstaltungen ins Zentrum. Highlights gibt es viele: "Jedes einzelne Event hat seinen eigenen Charakter. Es ist einfach toll, verschiedene Menschen kennenzulernen", zeigt sich Veronika begeistert. "Die Krönung sind definitiv die Teamtage mit den Toyota Le Mans- und Mercedes- Formula 1-Teams", sagt Matthäus, der sich auch privat für Motorsport interessiert. Und, wenn Motorsportler für ein Team-Event nach Saalfelden kommen, geht es neben Entspannung, Spaß und dem Miteinander natürlich ums Fahren. Stories gibt es in dem Kontext so einige zu erzählen: "Einmal sind Toto Wolff und Valtteri Bottas gegeneinander angetreten. Es ging darum, wer die schnellste Zeit in der Eisarena hinlegt. Die beiden haben sich gegenseitig aufgeschaukelt, jeder wollte schneller sein. Toto war nur etwas zu motiviert und ist mit dem Wagen in der Schneewand gelandet. Wir mussten ihn dann mit der Pistenraupe rausziehen", schmunzeln die drei. Passiert ist nichts. "Herr Wolff hats mit Humor genommen", ist sich Matthäus sicher. Für das Le Mans-Team haben sich die Instruktor:innen eine besondere Challenge einfallen lassen und dabei für viele erheiterte Gesichter gesorgt. Geradeaus fahren, das können die Profis. Nur, wie es um die Fahrkünste der Champions bestellt ist, wenn links lenken rechts fahren und umgekehrt bedeutet, sollte sich zeigen: "Wir haben das Team mit den ‚Völlig Verkehrt‘-Autos fahren lassen. Die schnellste Rundenzeit war gefragt. Der zweifache Le Mans- Gewinner Alexander Wurz hat sich unseren Leiter Manfred als Verstärkung am Beifahrersitz geschnappt und ist den Parcours motiviert gefahren. Er war zügig, keine Frage. Nur leider hat er seine ‚verkehrten‘ Fahrkünste überschätzt und das Fahrzeug am Weg verloren. Prompt ist er am Hügel gelandet und so auf den letzten Platz gefahren. Man kann sich gut vorstellen, welche Party seine Kollegen danach gefeiert haben, als der Häuptling mal verloren hat", amüsiert sich Matthäus. "Er hats aber auch wie ein großer Sportler genommen, mit Fassung und Humor." Dass auf das Wohl der Gäste großen Wert gelegt wird und alle stets vollen Einsatz zeigen, verdeutlicht auch folgende Geschichte. Im Experience Center fand letztes Jahr erstmals die Mini-GP statt – eine Rennserie für Kinder. "Die Kids haben mit ihren Eltern und Begleitpersonen im Experience Center campiert. Weit vor 6 Uhr in der Früh klingelte plötzlich das Telefon bei mir Sturm und hat mich aus dem Schlaf gerissen. Aufgrund eines technischen Defekts war das Wasser nicht mehr nachgelaufen und die Toiletten verstopften. Zig Kinder und ihre Begleitpersonen waren Klo-los. Also bin ich rasch ausgerückt, um die Toiletten wieder freizumachen, nachdem ich mich gut eine Viertelstunde und mit dreilagigen Handschuhen auf das Chaos vorbereitet habe. Es ist mir gelungen", schmunzelt Matthäus. Worauf man vermutlich auch nie gekommen wäre, ist, dass sich Birgit im eigenen Zentrum verfahren hat – lachend erzählt sie: "Beim 125er-Motorradkurs hab ich mal den Anschluss an die Gruppe verpasst und bin falsch abgebogen. Mitten auf der Piste habe ich dann die Orientierung verloren. Zum Glück war im Zentrum nicht so viel los. Leider ist das aber meinem Kollegen Christian aufgefallen – blöd, das hängt mir bis heute nach." Langsam wird die Zeit knapp, denn der nächste Kunde ruft. Trotzdem beantworten die drei meine letzten Fragen geduldig. Abschließend will ich wissen, wie ihre Vision für das ÖAMTC Fahrtechnik Zentrum Saalfelden aussieht. "Wir arbeiten gemeinsam daran, unseren einzigartigen Standort in ganz Europa bekannt zu machen. Und wir wünschen uns, dass die ÖAMTC Fahrtechnik am Puls der Zeit, zukunftsorientiert und somit auf Erfolgskurs bleibt." Mit motivierten und kompetenten Mitarbeiter:innen, wie die drei es sind, sollte sich das umsetzen lassen. © Mr.Offenblende.at

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