FT Insides - Dezember 24

Danach folgt eine fünf Tage durchgehende Basisausbildung in Theorie und Praxis. Dort findet ein Selbsttraining mit Lkw und Bussen statt - „Be a Trainer“ nennt sich das: Eine:r trainiert als Teilnehmende:r und eine:r übt als Instruktor:in bzw. unterrichtet selbst und wird unterrichtet. Abgeschlossen wird diese Basisausbildung mit einer (positiv bestandenen) vorläufigen Abnahme. Damit darf man dann bereits selbständig Kurse abhalten und somit Geld verdienen. Nach mindestens fünf selbstständig durchgeführten Kursen erfolgt eine „Supervision“ (Abnahme) durch einen Fachverantwortlichen oder Chefinstruktor. Die nächste Stufe wäre die Berechtigung zur Durchführung von Nutzfahrzeug-Anhänger-Trainings („Kurstype NAT“), das sind Pkw mit Anhänger der Führerschein-Klasse B/E. Dazu ist es notwendig, eine (individuell) „ausreichende“ Anzahl an Kursen mit einem:einer erfahrenen Instruktor:in mitzugehen. Damit ist die Standard-Fahrtechnik-Ausbildung im Nutzfahrzeugbereich abgeschlossen. "Standard" deswegen, da kippgefährdete Fahrzeuge, wie z. B. Unimogs und Feuerwehr-Fahrzeuge hiervon ausgenommen sind. Für diese nächste Stufe der kippgefährdeten Fahrzeuge ist eine weitere Zusatzschulung nötig, die sogenannte „Feuerwehr- Berechtigung“: Das bedeutet 30 selbstständig durchgeführte Lkw-/Bus-Kurse und eine Unterweisung in kippgefährdeten Fahrzeugen. Diese 30 Kurse können erfahrungsgemäß in Absprache mit anderen Fahrtechnik Zentren relativ rasch gesammelt werden, viele Kurse finden beispielsweise in Teesdorf, Marchtrenk oder Kärnten statt. © Houdek Photographie Eine weitere Steigerungsstufe sind Fahrtechnik Trainings für Lkw & Bus mit Anhänger. Dafür sind weitere 20 Kurse sowie eine zweitägige Ausbildung in Teesdorf notwendig. Die nächste Stufe stellt die Berechtigung für Traktoren-Trainings dar. Hat man diesen Punkt erreicht, gibt es die Möglichkeit ergänzend und unabhängig voneinander die Berechtigungen für die Mobile Fahrtechnik sowie für Tankwagentrainings zu machen. Dafür ist Fahrpraxis mit C- bzw. E-Führerscheinklassen notwendig. Es handelt sich dabei um das „High-End-Level“ der „Ausbildungspyramide“, das auch ein besonderes Verständnis für Sicherheits- und Assistenzsysteme sowie ausbildungsmethodische Kenntnisse erfordert – der Leitspruch der Fahrtechnik lautet hier „Auf dem Weg zum Profi“. Zusätzlich oder unabhängig von dieser fahrtechnischen Ausbildungspyramide gibt es für Nutzfahrzeuge das Modul für wirtschaftliches Fahren bzw. den:die Economy-Praxis-Trainer:in. Voraussetzungen für die Genehmigung - die durch die Landesregierung erfolgt - ist ein Führerschein der Klassen C/D oder E sowie das zweimalige Mitgehen oder Teilnehmen an Eco- Trainings. Es folgt eine Basisausbildung, die ohne vorhandene Fahrpraxis fünf Tage – und mit Fahrpraxis drei Tage – umfasst und unmittelbar mit einer Abnahme abschließt. Als Bonus erhält man gleichzeitig die Berechtigung für das Abhalten von Pkw-Eco- Trainings – ein bis zwei Mal mitgehen bei einem:einer erfahrenen Instruktor:in wird vorausgesetzt.

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