FT Insides - Dezember 2022
Flugretter trainierten in Kalwang Motor statt Rotor Manchmal macht das schlechte Wetter dem Rettungsflug einen Strich durch die Rechnung. Von den 24-Stunden- Stützpunkten kommen die Crews dann mit einem eigens für solche Fälle angeschafften Fahrzeug. Schnee, Wind, Hagel und Co. stellen die Christophorus-Crews vor besondere Herausforderungen und vor die Entscheidung, ob geflogen werden kann oder nicht. „Insbesondere wenn es zu einem spontanen Wetterumschwung kommt, können wir Notfälle oftmals nicht über den Luftweg bedienen. In solchen Fällen kann es schwierig werden, Patient:innen sicher zu transportieren oder an Bord des Hubschraubers adäquat zu behandeln“, erklärt Martin Kamper, Flugretter am Christophorus 17 in der Steiermark. Um die notärztliche Versorgung auch im Falle schlechter Witterungsverhältnisse sicherzustellen und damit es zu keinen, im schlimmsten Fall lebensbedrohlichen, Versorgungsengpässen kommt, stehen an den drei 24-Stunden-Stützpunkten in Krems, Niederöblarn und St. Michael zusätzliche Notarztzubringerfahrzeuge zur Verfügung. „Der Plan ist, mittels der Pkw die Erstversorgung verunglückter Personen im nahen Umfeld des Stützpunktes auch trotz schlechtester Witterungsverhältnisse weiter gewährleisten zu können. Die Fahrzeuge sind dabei als Notarztzubringer gedacht und sollen bestehende Lücken schließen sowie unsere Flotte ergänzen“, so Kamper. Sicherheit ist jedoch auch bei Hilfsfahrten am Boden oberstes Gebot, das zeigt auch die Unfallstatistik: Allein im Jahr 2020 ereigneten sich in Österreich auf Schnee, Schneematsch und Glatteis 823 Unfälle mit Personenschaden. Dabei wurden 1.064 Personen verletzt, sieben Menschen verloren ihr Leben (Quelle: Statistik Austria, Bearbeitung: ÖAMTC-Unfallforschung).
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