Die besten Rennspiele im Test
Es tummeln sich etliche Video-Rennspiele auf dem Markt, die alle im Wettrennen miteinander stehen. Aber welche Games können wirklich was und welcher Racer ist für wen geeignet? Wir haben 15 bekannte Rennspiele angetestet und liefern einen Überblick über den aktuellen Rennwahnsinn.
An die Controller, fertig, los! Video-Rennspiele gibt es zwar schon seit den 1970er-Jahren, dank neuer Technik und riesiger Auswahl ist der Spielspaß heutzutage aber größer denn je. Von realitätsnahen Simulationen, die Herzen von Auto- und Motorradbegeisterten höher schlagen lassen, bis zu familientauglichen Fun-Racern, bei denen sowohl Anfänger:in als auch Profis Chancen auf den Sieg haben, ist alles dabei.
Wir haben uns an die Controller gesetzt, fünfzehn Video-Rennspiele von Racing-Simulatoren bis zu fantasievollen Arcade-Spielen auf drei Konsolen getestet und uns ein Bild vom aktuellen Angebot gemacht. Hier unsere Rennspiele-Tipps:
Die Games:
Assetto Corsa Competizione
Gran Turismo 7
Forza Horizon 5
Forza Motorsport
Ride 5
F1 25
Need for Speed Unbound
Mario Kart World
Monster Jam Showdown
Expeditions: A MudRunner Game
MotoGP 25
Project Motor Racing
Rennsport
Sonic Racing: CrossWorlds
Kirby Air Riders
Spiel 1: Assetto Corsa Competizione
Assetto Corsa Competizione glänzt mit seinem realitätsnahen Fahrerlebnis. Die enthaltenen Strecken sind lasergescannt. So konnten die Entwickler jede Kurve und jedes noch so geringe Detail des Untergrundes perfekt abbilden. Gefahren wird nur mit GT3- und GT4-Autos, in Sachen Vielfalt ist der Simulator also nicht an der Spitze –das tut dem Spiel aber für Max Barcelli keinen Abbruch.
Blick ins Spiel
Echte Simulation
Die unterschiedlichen Tageszeiten, Regen und andere Wettereinflüsse sind besonders eindrucksvoll dargestellt. "Mir haben besonders Schmutz oder Tropfen auf den Windschutzscheiben gefallen, das sieht wirklich echt aus. Genial sind außerdem die Nachtrennen", schwärmt Redakteur Barcelli. Der Regen beeinflusst freilich nicht nur die Sicht, das Fahrgefühl verändert sich ebenfalls stark bei widrigen Wetterbedingungen.
Auch die akustische Komponente passt für Barcelli zum Aufbau des Spiels: "Der Sound ist top, alles klingt sehr realistisch und es gibt, im Gegensatz zu den anderen hier vorgestellten Spielen, keine störende Musik. Es ist eben eine richtige Simulation."
Barcelli hat mehrere Einstellungen und Hilfen ausprobiert: "Natürlich können die Fahrhilfen komplett deaktiviert, also das Spiel auf ganz scharf gestellt werden. Dann macht es weniger erfahrenen Spieler:innen aber sicher keinen Spaß mehr. Fährt man mit Ideallinie, Lenkassistenten und einer eher unempfindlichen direkten Lenkung, kann man auch als wenig affiner Rennsimulationsspieler die Kurven halten."
Fazit: Assetto Corsa Competizione
Das Spiel liefert eine der besten Simulationen, die man ohne professionelle Ausrüstung haben kann, und gehört zu den eher anspruchsvolleren Video-Rennspielen. Somit ist Assetto Corsa Competizione ein Simulator, der für wahre Könner geeignet ist, lässt aber auch Neulinge nicht völlig frustriert zurück. Dennoch: "Ich würde das Spiel niemandem empfehlen, den sonst die fantasievolleren Renn-Videospielserien wie Need for Speed oder Forza Horizon ansprechen."
Assetto Corsa Competizione ist für die PlayStation, Xbox und den PC um ca. 40 Euro erhältlich.
Update: Mittlerweile ist die neue Edition Assetto Corsa EVO erhältlich, allerdings nur für den PC.
Spiel 2: Gran Turismo 7
Realistischer Rennspaß: Gran Turismo 7 bewegt sich schon fast im Bereich eines Fahrsimulators und punktet mit großartiger Optik. Es stehen über 400 Fahrzeuge zur Verfügung, mit denen an insgesamt 34 Schauplätzen überall auf der Welt gefahren werden kann. Testredakteur Christian Stich hat sich hier ans Steuer gesetzt: "Gran Turismo hat mich immer schon begeistert, die Grafik auf der PS5 ist grandios."
Blick ins Spiel
Fast Simulation
Gran Turismo versucht die Fahrzeuge stark an ihre realen Vorbilder anzupassen – und das gelingt. "Zwischen den Autos ist ein starker Unterschied zu spüren. Sie fahren sich tatsächlich so, wie man es aus eigener Erfahrung kennt. Der Mustang, den ich im Spiel getestet habe, reagiert weich und neigt wie das echte Auto zum Übersteuern, während der Porsche direkter reagiert und schneller eingelenkt hat", erzählt der erfahrene Autotester.
Im Spiel können viele Fahrhilfen aktiviert und Einstellungen am Auto geändert werden, um es den Spieler:innen zu erleichtern, fehlerfrei über die Rennstrecke zu kommen. "Die Ideallinie sowie andere Fahrhilfen unterstützen schon sehr, trotzdem fühlt es sich, soweit mit dem Controller möglich, noch sehr realistisch an", beschreibt Christian Stich.
Fazit: Gran Turismo 7
Super realistisch, schön anzusehen und für alle Bedürfnisse einstellbar. Sowohl Hobby-Gamer als auch Simulationsbegeisterte können dank der vielen Einstellungsmöglichkeiten Spaß an dem Spiel finden.
Gran Turismo 7 ist für die PlayStation um ca. 40 Euro erhältlich.
Spiel 3: Forza Horizon 5
Mehr als nur ein Rennspiel. Forza Horizon 5 braucht keine realitätsnahen Fahrzeuge, um zu beeindrucken. Das Highlight des Spiels: die Open World, die im fiktiven Mexiko angesiedelt ist. Spieler:innen befahren hier mit über 600 Fahrzeugen, die auch umfangreich angepasst werden können, etwa den aktiven Caldera-Vulkan, Dschungel, Wüsten, Täler und Strände sowie Städte wie Guanajuato.
Testredakteur Günter Rauecker hat sich in diese 107 Quadratkilometer große Spielewelt hineingewagt: "Die Grafik ist wunderschön, man könnte stundenlang herumfahren und sich nur im unglaublich detaillierten Mexiko umsehen. Das Konzept der Open World muss man aber mögen, für mich persönlich wird selbst bei so einer Spielwelt das ewige Herumfahren und Schauen nach einiger Zeit langweilig."
Blick ins Spiel
Weniger realitätsnah
Forza Horizon ist ein Spiel, das nicht nur Autotalente anspricht. Bei den Rennen ist der Schwierigkeitsgrad einstellbar, man kann sogar zurückspulen und so etwaige Patzer wieder gutmachen. Aktiviert man das Schadensmodell, bleibt die wilde Dschungelfahrt aber nicht mehr ganz ungestraft: Das Auto hatte plötzlich einen starken Linksdrall, das Fahrgefühl litt spürbar.
Forza ist aber mehr als nur ein Rennspiel. Es gibt Extra-Aktivitäten und Minispiele, etwa Blitzer-Herausforderungen, Driftzonen und den Infected-Modus, die ganz ohne Rennsieg auskommen und auch die weniger Racing-Begeisterten locken.
Fazit: Forza Horizon 5
Optisch großartig, aber zu wenig Realismus für Günter Rauecker: "Das Fahrgefühl war nichts Besonderes, sehr eckig und simpel. Man muss auch öfter stundenlang spielen, um wirklich in die Welt reinzukommen, und die Zeit hat nicht jeder."
Trotzdem: Forza Horizon 5 bringt auch ohne Rennen und Missionen zum Staunen und lässt, während man Mexiko in all seiner Pracht an sich vorbeirauschen sieht, ein gewisses Urlaubsfeeling zurück, das keines der anderen Spiele auf diese Weise einfangen konnte.
Forza Horizon 5 ist für die Xbox und den PC um ca. 35 Euro erhältlich.
Spiel 4: Forza Motorsport
Turn 10 hat nach sechs Jahren mit Forza Motorsport endlich einen neuen Teil der bekannten Serie herausgebracht. Das Game wurde von mir als Gaming-Begeisterte zwar schon durchgetestet (Forza Motorsport ganzer Test), aber Redakteur Christoph Löger bringt mit seiner Erfahrung bei Auto-Tests und mit seiner Motorsport-Affinität noch wertvolle Expertise mit.
Blick ins Spiel
Stark anpassbar
Besonders herausgehoben hat er die leichte Zugänglichkeit. "Es gibt relativ wenig Spielfrust beim Einstieg, sofern alle Fahrhilfen aktiviert sind." Die ersten Runden ist der Redakteur sehr entspannt um die Kurven gekommen, auch wenn er mit Controller anstatt wie gewohnt mit Lenkrad spielte.
Mit allen Hilfen zu spielen war dem erfahrenen Autotester und auch Hobbyzocker dann aber doch zu wenig ereignisreich. Nächster Schritt: Fahrhilfen anpassen, Ideallinie nur noch in den Kurven. Jetzt ruckelte das Ganze schon mehr, auch wenn es dem Autofan immer noch solide gelang, auf der Linie zu bleiben.
Angetan haben es Christoph Löger die detaillierte Ausführung der Autos und der Strecken. "In Spa steht neben der Strecke ein Bauernhaus, das habe ich in real gesehen. Das stand auch hier an der virtuellen Rennstrecke."
Fazit: Forza Motorsport
Nach ein paar Runden fiel ein ähnliches Fazit wie in unserem ausführlicheren Test. "Der spürbare Unterschied zwischen den Antriebsarten – Heck, Front und Allrad – ist gut gelöst. Der gefürchtete Gegenpendler etwa passiert jeweils fast wie in der Realität. Forza Motorsport ist aber irgendwie weder Fisch noch Fleisch. Es ist keine ultra-realistische Simulation für Race-Profis, aber auch zu schwierig für reine Arcade-Spieler:innen."
Forza Motorsport kann um ca. 40 Euro für den PC und die Xbox gekauft werden.
Unser ganzer Test von Forza Motorsport.
Spiel 5: RIDE 5
Für Fans von Rennen auf zwei Rädern: RIDE 5 bietet neben den hier vorgestellten Auto-Videospielen eine virtuelle Welt für Biker. Hier spielt sich alles wieder auf fixen Rennstrecken ab, die gemeinsam mit dem Motorrad ausgewählt werden können. "RIDE 5 ist der 'Place to be' für alle, die mit älteren und aktuellen Bikes Rennen auf bekannten Rennstrecken fahren wollen", schwärmt Alexander Fischer.
Blick ins Spiel
Nicht so einfach
So geschickt der Redakteur im echten Leben auf Motorrädern ist, mit dem Controller war das dann doch nicht so einfach. Die ersten Versuche, sich an den Grenzbereich heranzutasten, waren mit vielen Stürzen verbunden, ein vibrierender Controller gibt eben eine andere Art Feedback als ein echtes Motorrad.
Und mit der leistungsschwächeren Maschine blieb der Versuch des Motorradfans, die fehlerhafte Wahl der Ideallinie mithilfe eines beherzten Drehs am virtuellen Gasgriff zu retten, vergeblich – es ging geradewegs von der Strecke und auf den Boden.
Mehrspielermodus
RIDE 5 bietet endlich wieder einen lokalen Mehrspielermodus. Hier haben sich Alex und Christoph im Splitscreen ein hartes Rennen geliefert.
Fazit: RIDE 5
Das Fahrverhalten schätzt unser Zweiradprofi als sehr realistisch ein: "Das Aufstellmoment in Kurven, wenn gebremst wird, der Gripverlust in Schräglage, wenn zu viel am virtuellen Gasgriff gedreht wird – das passt alles schon sehr gut." Nur bei so manchen Bewegungsabläufen wirkt das Spiel für den Redakteur noch ein wenig steif.
RIDE 5 kann um 20–30 Euro für den PC, die PlayStation und die Xbox gekauft werden.
Update: Seit 12. Februar 2026 ist der Nachfolger RIDE 6 erhältlich.
Spiel 6: F1 25
Fahren wie die Profis: F1 25 ist nicht nur ein spaßiges Video-Rennspiel, sondern kann fast schon als Homeoffice-Möglichkeit für Formel-1-Fahrer bezeichnet werden.
Unser auto touring-Testredakteur Christian Stich ist zwar kein Formel-1-Fahrer, hat sich aber trotzdem voll Selbstvertrauen auf den virtuellen Red Bull Ring getraut. "Ich bin zwar noch nie in einem Formel-1-Auto gesessen, aber das Fahrverhalten stelle ich mir genauso vor, wie es in F1 25 dargestellt wird. Es fühlt sich auch sehr realistisch an, die extrem direkte Lenkung und die absurde Beschleunigung entsprechen genau dem, was man sich als Fahrgefühl in einem Grand Prix vorstellt. Und das gelingt F1 25 finde ich nochmal deutlich besser als dem Vorgänger", schwärmt Stich.
Blick ins Spiel
Viele Modi
In F1 25 kehrt der Storymodus "Braking Point" für eine dritte Runde zurück. Außerdem gibt es einen erneuerten My-Team-Modus. Gemeinsam mit der Karriere, der F1 World und den in der Iconic-Version inkludierten Inhalten aus dem Film "F1" glänzt F1 25 besonders mit Vielseitigkeit
Der Schwierigkeitsgrad und die Fahrhilfen sind wieder vielfältig einstellbar, sodass F1 25 für Anfänger sowie Profis die ideale Plattform bietet.
Fazit: F1 25
Das Spiel begeistert Christian Stich jedes Jahr wieder: "Sowohl das Fahrgefühl als auch das Verhalten der Gegner fühlt sich unglaublich echt an. Der wiedergekehrte Story-Modus macht das Ganze noch spannender und attraktiver, weil man so richtig in das Spiel eintauchen kann. Das Spiel ist diesmal ein echtes Muss – 2026 wird es kein neues F1-Spiel geben."
Die Zielgruppe schätzt er als sehr breit gefächert ein – von Profis bis Einsteiger, die sich mal in einem F1-Boliden probieren wollen.
F1 25 gibt es für die PlayStation, den PC und die Xbox für ca. 50 Euro, die Iconic Edition kommt auf ca. 80 Euro.
Unser ganzer Test von F1 25.
Spiel 7: Need for Speed Unbound
Mit Need for Speed Unbound erschien nach drei Jahren ein neuer Teil der beliebten Rennserie. Im Gegensatz zu vielen anderen Video-Rennspielen liegt der Fokus hier nicht auf realistischem Fahrgefühl, sondern will eine ganz konkrete Stimmung einfangen: die der Tuning-Szene. Oder genauer gesagt, die der Road-Runner-Szene.
Wie auch bei den anderen Spielen fällt Chefredakteur Stephan Höckner sofort die beeindruckende Optik des fiktiven Chicago "Lakeshore City" auf: "Es sieht unglaublich realistisch aus, die Reflexionen durch die Nässe etwa, Lichteffekte und nicht zuletzt die Autos selbst", betonte Stephan.
Blick ins Spiel
Herausforderndes Arcade-Game
In Need for Speed Unbound ist klassischerweise ein Tuner unser Protagonist und die Polizei regelmäßig an unseren Fersen. Wir starteten direkt mit niedriger Fahndungsstufe ins Rennen. Es dauerte nicht allzu lang, bis Stephan in ein Polizeiauto donnerte und die Verfolgungsjagd begann.
Eines ist nach wenigen Minuten Spielzeit klar: Nur weil jemand gut Auto fährt, knallt er nicht weniger im virtuellen Raum mit einem superstarken, hochgetunten Ferrari gegen die Wand. "Besonders bei sehr starken Fahrzeugen bricht das Heck schnell aus, fährt man dann über eine nasse Stelle oder kommt gar ganz von der Straße ab, gibt es keine Kontrolle mehr." Bei Nacht ist es außerdem nicht leicht, die Orientierung zu behalten, und besonders nicht, wenn es schnell gehen muss und mehrere Polizeiwagen am Auto dranhängen.
Fazit: Need for Speed Unbound
Need for Speed Unbound lebt von der schummrigen Szene, in die es eingebettet ist, und den unendlich vielen Möglichkeiten, die eigenen Fahrzeuge zu tunen. Es mag simpel im Fahrgefühl und durch die doch sehr eigene Welt gewöhnungsbedürftig sein, findet man jedoch einmal in die Story hinein, ist es ein sehr kurzweiliger Spielspaß.
Klar ist: Die Zielgruppe von Need for Speed sind Arcade-Liebhaber, die keine Simulation brauchen, um sich im virtuellen Auto wohlzufühlen.
Need for Speed Unbound kann um ca. 30 Euro für den PC, die PlayStation und die Xbox gekauft werden.
Unser ganzer Test von Need for Speed Unbound.
Spiel 8: Mario Kart World
Mario Kart ist das Arcade-Rennspiel, das die Welt erobert hat und sogar das erfolgreichste Rennspiel überhaupt. Mit den berühmten Nintendo-Figuren wie Super Mario, Prinzessin Peach oder Zelda rast man hier in fiktiven Autos über fiktive Strecken und bewirft sich mit Schildkrötenpanzern.
Realität? Gleich null. Aber das braucht es auch nicht, um ein wahrer Party-Renner zu sein.
Nach Mario Kart 8 Deluxe gibt es nach 11 Jahren endlich einen Nachfolger. Mario Kart World kommt nur für die neue Switch 2, bringt eine Open World, neue Strecken und ein vielfältigeres Fahrgefühl. Bei den Figuren gibt es teils sogar unterschiedliche Skins, die bekannten Gesichtern wie Mario oder Peach einen neuen Look verpassen.
Blick ins Spiel
Null Realität
Art Director Andreas Hnat hat sich in das neue Mario Kart hineingeworfen: "Das Spiel ist in jeder Hinsicht größer als die Vorgänger. Größere Welt, mehr Gegner, mehr Farbe und mehr Geräusch." Das macht zwar Spaß, überfordert aber auch und hat nicht nur positive Effekte. Die vergrößerte Gegnerzahl sorgt besonders für mehr Chaos.
Aber in der Gruppe ist das Arcade-Game noch immer einfach spaßig: "Mario Kart soll vor allem in großer Runde Spaß machen – und das tut es wie kaum ein anderes Rennspiel. Und durch die Neuerungen ist es mittlerweile auch alleine spannend", betont der Rennspiel-Fan. Die neue Open World lädt zum Entdecken ein – bekannte Strecken können so genau erkundet werden wie noch nie zuvor.
Der Unterschied des Fahrgefühls bei den austauschbaren Fahrzeugen, Gleitern und Reifen hält sich weiterhin in Grenzen. Einzig Größe und Gewicht sind deutlich spürbar, das Auto wird weniger wendig, kann dafür aber die Gegner:innen leicht von der Strecke drängen. Optisch legt Mario Kart World nochmal was drauf, die Strecken sind trotz des unrealistischen Comic-Stils wunderschön anzusehen, das Bild ist flüssig und die neuen Skins sorgen für mehr Vielfalt bei den Charakteren.
Fazit: Mario Kart World
Die wahre Stärke des Spiels ist weder Realitätsnähe noch bahnbrechende Technik: "Mario Kart ist Kult – und Video- sowie Gesellschaftsspiel zugleich. Mario Kart kann wirklich jede und jeder spielen, dafür muss man keine Autos mögen oder zocken können."
Mario Kart World ist auf der Nintendo Switch 2 je nach Anbieter um 70 bis 90 Euro zu kaufen.
Unser ganzer Test von Mario Kart World.
Spiel 9: Monster Jam Showdown
Wieder im Arcade-Bereich ist das Spiel Monster Jam Showdown. Hier sind Monster Trucks im Vordergrund inklusive Stunts und wilder Rennen durch Sand oder Matsch. "Das Spiel ist ein super Spaß für Zwischendurch. Viele Stunden könnte ich darin nicht verbringen, aber es unterhält", beschreibt Max Barcelli seinen ersten Eindruck.
Blick ins Spiel
Pure Vibes
Klar ist: Hier geht’s nicht um Realität. Trotzdem ist das Spiel immersiv. "Das Fahrgefühl wird durch das Feedback am Controller stark verbessert, das macht richtig Spaß. Trotzdem ist es natürlich weit weg von einem High-Class-Simulator wie etwa Assetto Corsa."
Arcade-typisch ist Monster Jam Showdown für Anfänger:innen geeignet. Je nach Schwierigkeitsgrad rutscht man easy auf den ersten Platz oder muss sich stark durch den Dreck kämpfen, um überhaupt irgendwie durchzukommen. Story gibt es keine, die Level werden nach und nach freigeschalten und so auch neue Trucks erspielt. Für wilde Stunts, etwa Saltos oder Sprünge, gibt es extra Punkte.
Fazit: Monster Jam Showdown
Kurzweilig, aber kein Spiel, das wirklich süchtig macht. "Ich mag Spiele mehr, wenn sie realitätsnah sind oder eine Story haben. Aber Monster Jam Showdown ist einfach einen Vibe, das ganze Zusammenspiel zwischen der Musik, der Optik und auch dem Feedback vom Controller funktioniert wunderbar und ist sehr harmonisch", betont Barcelli.
Monster Jam Showdown ist für den PC, die PlayStation, die Xbox und die Nintendo Switch für ca. 50 Euro erhältlich.
Spiel 10: Expeditions: A MudRunner Game
Zugegeben, Expeditions: A MudRunner Game ist kein Rennspiel, trotzdem bewegt sich hier alles auf vier Rädern. Strategie und Geduld sind die wichtigsten Faktoren, während Spielende sich in Lkw und Scouts durch die Wildnis wühlen, um Teile einzusammeln oder die Gegend zu erkunden.
Spannend, knifflig, aber nicht für jeden. Redakteur Jakob Stantejsky war beim dritten Anlauf einen Lkw aus dem Sumpf zu ziehen kurz davor, den Controller von sich zu werfen.
Blick ins Spiel
Mit Geduld machbar
"Die Fahrzeuge wirken relativ realistisch. Es geht nichts super leicht und es ist sicher auch ein riesiger Vorteil, wenn man ein Gefühl für Autos hat", erzählt der Redakteur, der selbst regelmäßig testend in unterschiedlichen Autos unterwegs ist.
Das Herausfordernde im Spiel ist die klobigen Fahrzeuge halbwegs unversehrt von A nach B zu bringen. Da kann es schon mal passieren, dass Spielende minutenlang nur versuchen, sich aus einem besonders hartnäckigen Schlammloch rauszuwinden oder eine halbe Stunde im Wald herumgefahren wird, um die Gegend zu erkunden. "Es ist definitiv kein Spiel, wo man sich mal fünf Minuten hinsetzt und schnell mal eine Mission abschließt", betont Stantejsky.
Fazit: Expeditions: A MudRunner Game
Expeditions: A MudRunner Game ist was für Autointeressierte, aber nichts für Fans von eher hektischen Rennspielen. "Es ist gut, dass das Spiel grafisch so viel hergibt, da man viel rumsteht und langsam unterwegs ist. Es ist spannend, aber nicht unbedingt meins. Dafür ist es mir einfach zu langsam", beschreibt der Redakteur seinen Eindruck.
Expeditions: A MudRunner Game ist für den PC, die PlayStation, die Xbox und die Nintendo Switch für ca. 20 Euro erhältlich.
Unser ganze Test von Expeditions: A MudRunner Game.
Spiel 11: MotoGP 25
Unser zweites Zweirad-Spiel im Rennen ist MotoGP 25. Für unseren Tester Alexander Fischer ist es das bis jetzt beste Spiel in diesem Bereich, auch aufgrund der Zugänglichkeit für Anfänger:innen: "Man kann hier, denke ich, auch mit wenig Erfahrung auf dem echten Motorrad oder bei Videospielen sehr schnell Anschluss finden und Erfolg haben."
Blick ins Spiel
Harmonisch und machbar
Was in anderen Spielen noch verfeinert gehört, hat MotoGP schon geschafft. "MotoGP 25 hat mir tatsächlich besser gefallen als die Konkurrenten, die ich bis jetzt getestet habe. Besonders die Bewegungsabläufe sind harmonischer. Die Darstellung eines Motorrads ist sehr schwierig und das hat das Spiel, soweit mit dem Controller möglich, sehr gut nachgeahmt", erzählt der Zweirad-Experte.
Trotz Eignung für Anfänger:innen ist das Spiel für Motorraderfahrene leichter zu bewältigen. Auch Fischer hatte den Eindruck, dass sein Gefühl für die echte Maschine den Umgang mit der virtuellen Variante stark erleichtert hat. Neu in dieser Ausgabe ist die Möglichkeit, zwischen Arcade- und Pro-Modus zu wechseln. Dadurch kann das Spiel schnell und ohne Wissen über die einzelnen Fahrhilfen bezüglich der Realitätsnähe angepasst werden.
Optisch gibt das Spiel ebenfalls viel her, nur die Gesichter der Fahrer sind, wie so oft, nicht ganz so nah an den Vorbildern.
Fazit: MotoGP 25
Die Zielgruppe ist hier recht spezifisch: Motorradfahrer:innen oder Fans der Sportart selbst. Für Alexander Fischer auf jeden Fall ein Hit: "Ich könnte sicher stundenlang spielen, einfach weil die Schwierigkeitsgrade so viel ermöglichen und man sich immer weiter steigern kann. Außerdem begeistert mich, dass die Motorräder so realitätsnah reagieren."
MotoGP 25 ist für die PlayStation, die Xbox und die Nintendo Switch für 40–50 Euro erhältlich.
Unser ganzer Text von MotoGP 25.
Spiel 12: Project Motor Racing
Project Motor Racing ist eine realistische Rennsimulation von 2025 mit vielen lizenzierten Autos, echten Strecken sowie dynamischem Wetter und Tag-/Nacht-Wechsel. Der Fokus liegt auf einem möglichst authentischem Fahrgefühl.
Der erste Eindruck von Auto-Redakteur Christoph Löger bestätigt das: "Project Motor Racing ist eine beinharte Simulation, in die man besser mit einem Lenkrad starten sollte."
Blick ins Spiel
Startprobleme
Bei den Modi gibt es zum Beispiel einen klassischen Einzelspieler-Karrieremodus, in dem eine Laufbahn mit Budget-, Reparatur- und Rennentscheidungen aufgebaut wird. Außerdem gibt es verschiedene Online-Multiplayer-Modi, und zusätzlich sorgen geplante Online-Events, Meisterschaften und kürzere Casual-Rennen sowie weitere Solo- und Online-Varianten für Abwechslung.
Die Auswahl an Fahrzeugen umfasst alle möglichen Fahrzeugklassen und ist entsprechend vielfältig. Die Streckenauswahl ist klassisch und bietet neben realen Strecken auch ein paar fiktive Locations.
Trotzdem waren die Reaktionen zum Start eher gemischt. Das lag vor allem an der sehr eigensinnigen Fahrphysik. Besonders die Fahrzeuge in der LMDh-Klasse waren die ersten Wochen nach Release kaum spielbar. Dieses Problem dürfte mittlerweile behoben worden sein, trotzdem kämpft Löger bei seinem Test noch mit dem ein oder anderen unerwarteten Ruckler.
Fazit: Project Motor Racing
Die Autos sind sehr realistisch, der Sound hört sich bei dem den Redakteur bekannten Autos genau wie bei den echten Fahrzeugen an. "Sobald die paar Anfangsproblemchen behoben sind, wartet hier eine wunderbare Simulation, die dazu einlädt, für mehrere Stunden nach der Bestzeit zu jagen", betont Löger.
Project Motor Racing ist für die PlayStation, die Xbox und den PC für 45-70 Euro erhältlich.
Spiel 13: RENNSPORT
Ebenfalls eine Simulation ist Rennsport. Das Spiel legt den Fokus auf eine möglichst realistische Fahrphysik, lizenzierte Fahrzeuge und bekannte Rennstrecken. Dabei richtet es sich an Spielerinnen und Spieler, die Wert auf authentisches Fahrverhalten und strukturierte Online-Wettbewerbe legen.
Stephan Höckner, der eher der Arcade-Racer ist, betont: "Die Fahrphysik ist wirklich sehr realistisch, allerdings für Player wie mich, die eher weniger ernst unterwegs sind, eine ziemliche Herausforderung. Aber für Spieler, die öfter virtuell auf der Rennstrecke unterwegs sind, macht Rennsport sicher viel Spaß."
Dabei kommt das Spiel etwas schwächer daher als die Konkurrenz. Besonders direkt nach Release hatte auch Rennsport mit einigen Problemen zu kämpfen, wie schlechter Performance, schwacher Grafik und einem eher uninteressantem Einzelspieler-Modus.
Blick ins Spiel
Qualität statt Quantität
Rennsport kommt leider auch mit einer kleineren Auswahl an Fahrzeugen daher als die Konkurrenz. Dafür fahren sich die paar Autos gut, die Simulation wirkt leichter zugänglich als etwa Project Motor Racing – das Fahrgefühl ist die spürbare Stärke des Spiels.
Dafür schwächelt das Spiel in so ziemlich allen anderen Punkten. "Im Online-Modus waren wir bei unserem Test ständig allein, und optisch fällt besonders der verpixelte Blick in den Rückspiegel negativ auf", beschreibt Chefredakteur Stephan Höckner seinen Eindruck.
Der Online-Modus soll Herz und Seele von Rennsport sein und macht sich grundsätzlich dank des angenehmen Fahrgefühls auch gut. Leider sind, wie uns auch in dem kurzen Studio-Test aufgefallen ist, eher wenige Spieler:innen unterwegs, wodurch auch die Online-Rennen öfter leer wirken.
Fazit: RENNSPORT
Das Spiel wirkt, zusammengefasst, noch unausgereift. Das Potenzial ist da und das Fahrerlebnis macht Spaß, aber die Bugs, die Grafik und das geringe Fahrzeugangebot machen Rennsport schwächer als die Konkurrenten am Markt. Interessant ist das Game eher für Online-Spieler:innen, da der Offline-Modus durch die wenigen Modi und fehlende Fahrzeugauswahl einfach viel zu schwach ist.
Da aber immer wieder Updates kommen und ständig an dem Spiel geschraubt wird, kann man aber noch auf ein absolut solides Rennspiel hoffen.
Rennsport ist für die PlayStation, Xbox und den PC für 40 bis 60 Euro erhältlich.
Spiel 14: Sonic Racing: Crossworlds
Sega bringt fast zeitgleich mit Nintendo den Nachfolger seiner eigenen Arcade-Rennserie heraus und ist dabei bunter, lauter und wilder unterwegs. „Das Spiel ist zum Reinkommen sehr easy, nach wenigen Runden fühlt man sich wie zu Hause", erzählt Jakob Stantejsky. Für Fans von Arcade-Games ist Sonic Racing: Crossworlds genau das Richtige, auch wenn selbst erfahrene Racer das Spiel als sehr laut und chaotisch empfinden dürften.
Wie der Name schon andeutet, kreuzen sich hier tatsächlich Welten, was sich vor allem in der Figurenauswahl zeigt, die Charaktere aus verschiedenen Spielen und Universen vereint. Keine Runde gleicht der anderen, denn mitten im Rennen geht es durch ein Portal direkt auf eine neue Strecke. „Das war echt cool, so etwas habe ich bei anderen Spielen dieser Art noch nicht gesehen“, sagt Stantejsky.
Blick ins Spiel
Bunte Rennen aber eintönige Modi
Sega hebt sein Rennspiel auf eine neue akustische Ebene: Die Musik wechselt ständig, Fahrer reden und werfen Kommentare hin und her. Jeder Air Trick wird kommentiert. Das verleiht den Figuren zwar Charakter, wird aber oft nervig bis peinlich. Auch Redakteur Jakob Stantejsky ist das bisschen zu viel: "Wenn ich das Spiel länger spielen würde, wäre mir dieser Soundmix zu viel. Ich würde irgendwann den Ton komplett abdrehen."
Trotzdem sind die Strecken mit sehr viel Liebe gestaltet, kunterbunt und ziehen gut ins Geschehen hinein. Besonders der Wechsel in andere Welten weckt auf. Somit bietet der Racer als Gesamtpaket schon viel fürs Auge.
Der Extra-Modus "Rennpark" besteht nur aus zusätzlichen Challenges im gewöhnlichen Rennen, was wenig einfallslos daherkommt. Eine dafür richtig coole Ergänzung: Das optische Tuning. Sowohl das Heck, die Front, die Reifen als auch die Lackierung inklusive Sticker können angepasst werden.
Fazit: Sonic Racing: CrossWorlds
Sonic Racing: CrossWorlds bringt alles mit, was ein Arcade-Racer braucht: coole Charaktere, bunte Strecken, schnellen Sound und viel Chaos.
Zu dem eher langweiligen Extra-Modus, ergo der Rennpark, bleibt nur zu sagen: Da ginge mehr. Das macht im Mehrspieler vielleicht ein paar Mal Spaß, ist aber zu ähnlich zu den regulären Rundrennen, um wirklich als "Abwechslung" bezeichnet zu werden.
Der Mittelpunkt des Spiels, die Rennen selbst, machen richtig Laune. Man kommt schnell rein und erlebt ein ähnliches Gameplay wie Mario Kart, aber mit ganz neuen Charakteren, Strecken und Items.
Sonic Racing: Crossworlds ist für die Nintendo Switch, PlayStation, Xbox den PC für 45–70 Euro zu kaufen.
Unser ganzer Test von Sonic Racing: CrossWorlds.
Spiel 15: Kirby Air Riders
In Kirby Air Riders düsen Kirby-Charaktere auf Luftfahrzeugen herum, katapultieren sich mit extremen Boosts an die Spitze und setzen Spezialfähigkeiten ein – kurz gesagt: Redakteurin Verena Schauer hatte es in ihrem Test mit einem völlig realitätsfernen Arcade-Rennspiel zu tun.
Entwickelt wurde das Spiel vom selben Creative Director wie Super Smash Bros, Masahiro Sakurai. Ein Einfluss, der bei den rasanten Attacken sofort spürbar ist. Insgesamt fügt sich das Spiel mit seinem süßen Kirby, viel Sound und allerlei Klimbim perfekt ins Nintendo-Portfolio ein.
"Kirby Air Riders ist einfach genauso süß wie Kirby selbst", schwärmt die Redakteurin.
Blick ins Spiel
Lustig, süß, aber leicht überfordernd
Der Racer ist, obwohl er auf den ersten Blick recht selbsterklärend wirkt, erstaunlich herausfordernd in der Steuerung. Darüber können weder Kirbys niedliche Optik noch die funkelnden Strecken hinwegtäuschen.
"Die verschiedenen Spezialattacken zu lernen, sie dann im richtigen Moment einzusetzen – und das bei einer haarsträubenden Geschwindigkeit – ist echt nicht einfach. Zum Glück gibt es viele Tutorials, die Schritt für Schritt ins Gameplay einführen", erzählt Schauer.
Das macht Kirby Air Riders jedoch deutlich interessanter für leidenschaftlichere Spieler, als es etwa Mario Kart ist. Es dauert spürbar länger, bis man den vollen Zugang gefunden hat und jedes Detail der kurzen Rennen strategisch nutzen kann.
Fazit: Kirby Air Riders
Auch wenn Kirby Air Riders vielleicht nicht das Spiel ist, das man bei einer Party mal schnell auspackt und erlernt, bietet es kurzweiligen Rennspaß und verströmt insgesamt den herzigen Charme, der den kugelrunden, pinken Kirby ausmacht. Die Modi sind vielfältig, und das Rennerlebnis wirkt durch die Mischung aus klassischem Rennspiel und Fighting-Game angenehm flott.
Kirby Air Riders ist für die Nintendo Switch 2 je nach Anbieter um 50 bis 70 Euro erhältlich.
Für jeden etwas dabei
Die von uns getesteten Video-Rennspiele haben eindeutig alle ein anderes Ziel, welche Art Rennerlebnis sie geben wollen. Doch eine Sache hat jedes einzelne von ihnen geboten: kurzweiligen Spielspaß. Ob das Herz bei Simulationen mit realen Autos und Strecken liegt oder bei Arcade-Spielen, bei denen mit Freunden um den ersten Platz gekämpft wird – es gibt für jeden Geschmack eine Möglichkeit, am Bildschirm einmal richtig Gas zu geben.