Kurz nicht aufgepasst

Ein Clubmitglied hat im Urlaub einen schweren Unfall mit dem Fahrrad. Wie der Schutzbrief dank Rückholung per Ambulanzjet helfen konnte.

April 2025 auf Mallorca: Über der Insel im Mittelmeer strahlt die Sonne. Für Clubmitglied David S. herrschen perfekte Bedingungen, um eine Radtour zu unternehmen. Der 47-jährige Burgenländer ist nämlich begeisterter Rennradler und fährt oft bis zu 100 Kilometer an einem Tag.

Die mediterrane Frühlings-Ausfahrt endet allerdings dramatisch: David ist mit einem Freund unterwegs, als er auf einer abschüssigen Bergstraße schwer stürzt. Er erzählt: "An den Unfall selbst habe ich bis heute keine Erinnerung. Aber ich vermute, dass ich abgelenkt war, aufs Bankett gekommen bin und beim Verreißen das Hinterrad ­meines Freundes getroffen habe."

Als er wieder zu sich kommt, liegt er auf der Intensivstation eines mallorquinischen Krankenhauses – mit sieben gebrochenen Rippen, einem gebrochenen Schlüsselbein und einem durchbohrten Lungenflügel, was zu einem lebensbedrohlichen Lungenkollaps geführt hat.

Kurz nach der Einlieferung ins Krankenhaus kontaktiert Davids Ehefrau die Schutzbrief-Nothilfe des ÖAMTC. "Schon nach dem ersten Anruf war meiner Frau klar: Wir sind in besten Händen." Besonders hilfreich sei ge­wesen, dass der Arzt des Clubs, der fließend Spanisch spricht, mit den Ärzt:innen auf Mallorca Kontakt aufnahm und so alle medizinischen Schritte verständlich abklären und vermitteln konnte.

Heimflug im Ambulanzjet

Nachdem sich Davids Zustand stabilisiert hat, organisiert der ÖAMTC den Rücktransport nach Österreich. Wegen der Schwere seiner Verletzungen kann er nicht per Linienflug heimgebracht werden, sondern muss per Ambulanzjet nach Wien.

Von dort wird er für die weitere Behandlung ins Unfallkrankenhaus Wiener Neustadt überstellt. "Alles lief reibungslos – vom ersten Telefonat bis zur Rückholung. Das war eine wichtige Erleichterung für uns in einer Situation, die extrem belastend war", schildert er.

Lob für den Schutzbrief

Heute, fast ein Jahr nach dem Unfall, spürt er die Nachwirkungen zwar noch, ist körperlich aber "wieder halbwegs hergestellt", wie er scherzend erzählt.

"Der Schutzbrief hat uns in einem Moment geholfen, in dem wir ohne ­Unterstützung mit Sicherheit komplett überfordert gewesen wären. Und die Professionalität, Empathie und Ruhe des Teams haben uns schlicht beeindruckt", so David S. im Rückblick.

Die Kosten für die Kranken-Rückholung mit dem Ambulanzjet wurden zur Gänze vom Schutzbrief übernommen.