Schau, das erste E-SUV von Mazda ist da

Der Mazda CX-6e ist nicht das erste vollelektrische SUV am Markt, aber das erste des japanischen Herstellers. Alle wichtigen Infos sowie Daten und Preise. 

Je später die Stunde, desto schöner die Gäste, sagt man. Ich gebe es offen zu: Nach einer ersten Sicht- und Sitzprobe bin ich geneigt, diese Redewendung auch für den neuen CX-6e gelten zu lassen. Vor mir steht ein schnörkellos aber sehr gefällig gezeichnetes Kompakt-SUV, das sich in seiner Erscheinung wohltuend von anderen Modellen am Markt abhebt.

Weil aber die Schönheit bekanntlich im Auge des Betrachtenden liegt, ist so eine oberflächliche Betrachtung und Bewertung freilich immer eine sehr subjektive Angelegenheit. Schon klar. Deswegen kommen wir auch gleich zu jenen Infos, die nach dem ersten Eindruck wesentlich zu Erfolg und Scheitern eines Modells beitragen: Preis, Leistung und Akku-Kapazität.

Übrigens: Bei seinen vollelektrischen Modellen arbeitet Mazda eng mit dem chinesischen Partner Changan Automobiles zusammen. Das war schon bei der Limousine 6e so – und findet beim SUV CX-6e nun seine Fortsetzung. Mazda greift dabei auf die technische Basis zurück, verändert Fahrwerk und Design – laut eigener Aussage – jedoch stark.

Die wichtigsten Infos zum Mazda CX-6e:

Wir arbeiten die Punkte der Reihen nach ab. Der Vorverkaufsstart beginnt am 1. April, los geht's preislich ab 46.990 Euro. Vorerst gibt's den CX-6e mit Hinterradantrieb und 190 kW (258 PS) starkem Elektromotor. Das Drehmoment wird mit 290 Nm angegeben, für den Sprint von 0 auf 100 km/h eine Richtzeit von 7,9 Sekunden. Bei 185 km/h wird elektronisch abgeriegelt.

Antriebsseitig entnehmen wir den technischen Daten folgende Werte: 78-kWh-Lithium-Eisenphosphat-Batterie (LFP), 195 kW maximale Ladeleistung, 484 Kilometer Reichweite.

Und: Externe Geräte können mit maximal 3,5 kW aus der Mazda-Batterie geladen werden.

Bis hierher sind das allesamt solide und recht klassenübliche Werte. Wie bei allen Elektroautos wird allerdings erst der Test im Alltag zeigen, wie realitätsnah die Angaben tatsächlich sind.

Großer Touchscreen und Tasten im Innenraum Mazda CX-6e

Wer in den CX-6e einstiegt, dem fällt zunächst vor allem der riesige Touchscreen auf, der mittig im Cockpit platziert ist und in der Diagonale 26 Zoll misst. Gut finden wir, dass – im Gegensatz zur Limousine 6e – nicht alle wichtige Funktionen ausschließlich über das Display gesteuert werden können. Spannend: Einige Funktionen können per Geste aktiviert werden.

So wird beispielsweise mit dem "Okay"-Zeichen (Daumen und Zeigefinger zu einem Ring geformt, die restlichen Finger ausgestreckt) die Navigation gestartet und die Route nach Hause berechnet. Wer hingegen zum Arbeitsplatz geleitet werden will, ballt vor der Innenraumkamera die Faust. Mit dem "Daumen hoch"-Zeichen kann der Fahrer je nach Konfiguration entweder das Audiosystem ein- oder ausschalten oder den EV-Sound des Fahrzeugs aktivieren. Die "Fingerherz"-Geste wiederum fügt den aktuell laufenden Song zur Lieblingsplaylist hinzu. Wer den Radiosender wechseln will, muss dazu nach links oder rechts wacheln; und für ein Selfie reicht ein simples "Victory"-Zeichen. Wir freuen uns aufs Ausprobieren.

Innenraum und Kofferraum Mazda CX-6e

Was uns auch noch aufgefallen ist: Die Platzverhältnisse sind vorne wie hinten absolut ausreichend, Kopf- und Kniefreiheit bieten keinerlei Grund zur Kritik. Wie bei vielen E-Autos ist der vertikale Abstand zwischen Fußraum und Sitzfläche eher gering. Das hat zur Folge, dass vor allem Langbeinige einen recht engen Kniewinkel in Kauf nehmen müssen, wenn sie hinten mitfahren.

Apropos hinten: Der Kofferraum bietet ein Ladevolumen von 468 Litern bei aufgestellten Sitzen (bzw. 1.434 Litern bei umgeklappten Sitzen)

Zum Abschluss: 3 bemerkenswerte Details des Mazda CX-6e