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Section Control in Österreich - Übersicht über die Anlagen

Die Section Control sorgt für gleichmäßige Geschwindigkeit auf der überwachten Strecke. Auf Straßen mit hohem Unfallrisiko erhöht dies die Verkehrssicherheit.

Die Section Control sorgt für gleichmäßige Geschwindigkeiten auf der überwachten Strecke. Auf Abschnitten mit erhöhtem Unfallrisiko sorgt dies für eine Erhöhung der Verkehrssicherheit.

Seit  über 10 Jahren werden verschiedene Streckenabschnitte im hochrangigen Straßennetz per Section Control überwacht. Auf den überwachten Strecken konnte die Durchnittsgeschwindigkeit von Pkw um 10 km/h, die von Lkw um 15 km/h verringert werden, die Unfall-Statistiken weisen einen Unfallrückgang von rund 50% aus.


Die erste Anlage wurde im September 2003 im Kaisermühlen Tunnel (A22) installiert. Angaben der Asfinag zufolge gab es dort seither keinen tödlichen Unfall mehr, der auf erhöhte Geschwindigkeit zurückzuführen war.

Mobile Geräte:

In Baustellenbereichen werden mobile Section Controls verwendet, um die Durchfahrtsgeschwindigkeit und damit die Anzahl der Unfälle zu reduzieren. Derzeit sind folgende Anlagen aktiv:

  • A1: Melk - Pöchlarn
  • A9: Tunnel Wald - Pretallerkogeltunnel
  • A9: Selzthaltunnel 
  • A10: Oswaldiberg Tunnel
  • A23: Höhe Inzersdorf
  • A8: Ried - Haag im Hausruck 

Fixe Standorte:

Auf Österreichs Autobahnen stehen fünf Anlagen an fixen Standorten:
 

  • Section Control beim Tunnel Bindermichl auf der A7 
    Die mittlerweile fünfte Daueranlage wurde in Linz auf der Mühlkreis Autobahn aufgebaut. 

    Der überwachte Abschnitt beginnt im Süden etwa 500 Meter vor dem Tunnel Bindermichl und reicht im Westen bis zur Anschlussstelle Unionstraße, im Osten bis nach der Einhausung Niedernhart. Erfasst werden aber auch Fahrzeuge, die die Autobahn bereits beim Kreisverkehr Muldenstraße verlassen.

    Der Bereich gilt als besonders gefährlich.  Mit der fix installierten Geschwindigkeitsüberwachung wird eine Halbierung der der Unfallzahlen angestrebt (rund 80 Unfällen pro Jahr).

     
  • Section Control im Plabutsch Tunnel auf der A9
    Seit 2011 ist die Section Control im Plabutschtunnel auf der Pyhrn Autobahn in Betrieb. Zur Senkung der Unfallrate um bis zu 40 Prozent, wird die Durchfahrtsgeschwindigkeit jedes der knapp 33.00 Fahrzeuge, die täglich durch den Grazer Tunnel fahren, gemessen. Knapp nach der Insallation der Section Control im Plabutsch Tunnel auf der A9 erfolgten rund 100 Anzeigen pro Tag gegen Temposünder. Sechs Monate später war die Rate auf 15/Tag gesunken.

     
  • Section Control im Ehrentalerbergtunnel auf A2
    Seit 2009 ist eine Section-Control-Überwachung beim Ehrentalerbergtunnel auf der Nordumfahrung Klagenfurt (A2, Süd Autobahn) in Betrieb. Der Standort zwischen Klagenfurt-Flughafen und Klagenfurt-Nord wurde auf Grund der hohen Unfallzahlen ausgewählt.
     
  • Section Control am Wechsel auf A2 in NÖ
    Die bereits seit langer Zeit fix installierte Section Control zwischen Edlitz und Grimmenstein (Kilometer 73,5 bis 67,0) ist seit 2008 scharf. Auf diesem Abschnitt der A2 sind 100 km/h erlaubt, bei Regen oder Schneefall 80 km/h.
    Achtung: Auf der A2 von der Landesgrenze Steiermark/Niederösterreich bis Grimmenstein gilt nun durchgehend Tempo 100 km/h, bei Regen oder Schneefall 80 km/h.
     
  • Section Control im Kaisermühlentunnel auf A22
    Seit 2003 ist die älteste Section Control Österreichs, jene auf der Donauufer Autobahn (A22) , in Betrieb. 2007 sorgte die Klage eines Wieners, der den Datenschutz durch das System gefährdet war, für das Urteil des Verfassungsgerichtshofs, wonach die Geschwindigkeitsmessung unverzüglich abgeschaltet werden müsse, da eine entsprechende Verordnung dafür fehle. Einige Wochen darauf war die entsprechende Verordnung in Kraft, die Section Control überwacht seither den Kaisermühlen Tunnel.

Erste Section Control auf einer Landesstraße in Niederösterreich

In Niederösterreich ist die erste Section Control auf einer Landesstraße B in Betrieb. Die Anlage ist auf der  Kremser Straße (B37) am "Gföhler Berg" installiert. Diese Maßnahme soll einen Beitrag zur Erhöhung der Verkehrssicherheit leisten, nachdem in diesem Abschnitt häufig Geschwindigkeitsübertretungen gemessen wurden und mehrere schwere Unfälle passiert sind.

Im November 2016 soll eine weitere Section Control den Schmittentunnel im Zuge der Umfahrung Zell/See auf der B311 in Salzburg in Betrieb genommen werden. 

Was ist eine Section Control?

Es handelt sich um eine Anlage zur Überwachung der Geschwindigkeit auf einer bestimmter Strecke. Das heißt im Unterschied zu herkömmlichen Radaranlagen werden nicht Geschwindigkeitsspitzen erfasst, sondern die Durchschnittsgeschwindigkeit einer bestimmten Strecke ermittelt. Damit können auch Raser, die kurz vor einer Radaranlage auf die Bremse steigen, und anschließend wieder Gas geben, erfasst werden. Die Section Control ist auf eine Toleranz von 3 km/h bzw. ab 100 km/h auf 3 Prozent eingestellt.

Section Control als Fahrstreifenüberwachung

Die Anlage wird auch dafür eingesetzt, um das Befahren gesperrter Fahrstreifen festzustellen, zu dokumentieren und gegebenenfalls zu bestrafen.

Zeigt ein grüner Pfeil nach unten, darf man den unmittelbar darunter liegenden Fahrstreifen benützen. Zeigt ein blinkender gelber Pfeil nach halbrechts oder halblinks, ist auf den entsprechenden daneben liegenden Fahrstreifen zu wechseln. Sieht man ein rotes 'X', entspricht das einem Fahrverbot für diesen Fahrstreifen.

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Thema Verkehr

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