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ÖAMTC Initiative - Kopf drehen, andere sehen

Mit der Initiative „Kopf drehen, andere sehen“ erinnert der ÖAMTC alle Verkehrsteilnehmer daran, dass Aufmerksamkeit Leben retten kann.

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Schauen. Und noch einmal schauen

Der hätte mich doch sehen müssen. Auf dieser Strecke kenn ich jeden Stein. Meine Kinder waren auf der Rückbank so laut. Ich habe den E-Roller nicht gehört. Ich war einfach unachtsam. Ich habe nicht geschaut.

All das hört man immer wieder. Sagen Sie Nein zu Unachtsamkeit, zum  Übersehen, zu über 400 Verkehrstoten und  zu rund 50.000 Verletzten pro Jahr.

Verkehrssicherheit steigern und Unfallzahlen verringern

„Der ÖAMTC möchte mit der Initiative ,Kopf drehen, andere sehen‘ die Verkehrssicherheit steigern und Unfallzahlen verringern“, erklärt Verbandsdirektor Oliver Schmerold. „Jeder Verkehrsteilnehmer muss schauen! Egal ob Fußgänger, Rad-, Moped-, Motorrad- oder Autofahrer!“

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Die Initiative des ÖAMTC wird auch vom Bundesministerium für Verkehr und Infrastruktur (BMVIT) unterstützt. Im Rahmen eines gemeinsamen Foto-Termins zum Kampagnenstart erinnerte Verkehrsminister Alois Stöger daran, dass das Gebot der Rücksichtnahme in der Straßenverkehrsordnung verankert ist.

Unachtsamkeit und Ablenkung

Im Jahr 2013 wurden laut Statistik Austria im Straßenverkehr 15.315 Personen bei Unfällen aufgrund von Unachtsamkeit verletzt oder sogar getötet. Ablenkungen wie etwa Handy am Steuer oder unruhige Kinder im Auto sind dabei jedoch nicht allein ausschlaggebend.

„Verkehrsteilnehmer sind manchmal unkonzentriert unterwegs und übersehen sehr leicht andere“, betont ÖAMTC Verkehrspsychologin Marion Seidenberger. „Sie träumen mit offenen Augen, aber auch jede Emotion – sei es Freude oder Ärger – führt zu Unachtsamkeit.“ Hier kann sich jeder an der Nase nehmen.

Wichtig ist: gezielt nach Fußgängern oder Motorradfahrern Ausschau halten. Gerade an Kreuzungen kracht es immer wieder: Etwa ein Viertel aller Unfälle mit Personenschaden, die im Kreuzungsbereich passieren, sind auf Unachtsamkeit oder Ablenkung zurückzuführen.

Wichtig ist auch, den Kopf zu drehen

„Hinter breit dimensionierten A- oder B-Säulen kann man leicht andere Verkehrsteilnehmer an Kreuzungen übersehen“, betont Max Lang, ÖAMTC Cheftechniker. „In der ÖAMTC-Unfallforschung erkennen wir immer wieder, dass nur in den Spiegel zu schauen, nicht ausreicht. Wichtig ist auch, den Kopf zu drehen.“

Unfallursachen

Laut Statistik Austria ist die Unfallursache Nummer eins (Unfälle mit Personenschaden) an Kreuzungen im Jahr 2013 die Vorrangverletzung sowie die Rotlichtmissachtung (Beteiligung von Pkw, Zweirad oder Fußgänger). Das sind 6.883 Unfälle, bei denen Personen leicht oder schwer verletzt oder sogar getötet wurden. Fast ein Viertel der Unfälle an Kreuzungen sind auf Unachtsamkeit und Ablenkung zurückzuführen – 3.123 an der Zahl!

23,7% aller Unfälle an Kreuzungen mit Personenschaden sind zurückzuführen auf z.B. nicht angepasste Geschwindigkeit, mangelhafter Sicherheitsabstand, Missachtung von Geboten und Verboten, Überholen, Fehlverhalten von Fußgängern, Alkohol am Steuer, Hindernisse auf der Fahrbahn, technischer Defekt und Übermüdung.

Forderungen

„Übersehen“ anderer Verkehrsteilnehmer kann auch auf Probleme vonseiten der Infrastruktur zurückgeführt werden.

Der ÖAMTC fordert daher:

  • Freihaltung ausreichender Sichtfelder bzw. Sichtweiten im Kreuzungsbereich
  • Bessere und leicht verständliche Gestaltung der Kreuzungsbereiche
  • Spitzwinkelige Einmündungen oder nicht rechtwinkelige Kreuzungen vermeiden
  • Frühzeitige Kenntlichmachung vor allem von untergeordneten Einmündungen, etwa durch Beschilderungen oder Markierungen.

Kostenlose Aufkleber für Ihr Auto

Die Aufkleber erhalten Sie an jedem ÖAMTC Stützpunkt.

 

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Thema Verkehr

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