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ÖAMTC-Tipp: Rechnungen nach dem Urlaub kontrollieren

Kreditkarten- und Handyabrechnung. Ausländische Firmen versuchen, sich durch illegale Abbuchungen zu bereichern. Was tun bei fraglichen Abbuchungen?

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Der Urlaub liegt bereits zurück, es flattern als verspätetes Souvenir die Kreditkarten- und Handyabrechnungen ins Haus. Und mancher staunt dann nicht schlecht über Abbuchungen, die auf den ersten Blick nicht nachvollziehbar sind. Wer nicht auf so einer Rechnung sitzenbleiben will, muss schnellstmöglich Einspruch erheben.

Kreditkarten-Abrechnungen

Die Kreditkarte inspiriert ausländische Unternehmen immer wieder dazu, Kunden zu betrügen. So werden beispielsweise gerne Hotelkosten oder Einkäufe - scheinbar unabsichtlich - doppelt abgebucht.

Achtung bei Mietwagen!

Besonders Mietwagenfirmen entpuppen sich als sehr kreativ, wenn es darum geht, Geld zu lukrieren. Den Kunden werden beispielsweise kommentarlos angebliche Verkehrsübertretungen verrechnet. Beliebt ist auch die Methode, Schäden, die bereits vor Übernahme des Autos schriftlich festgehalten wurden, trotzdem dem schuldlosen Karteninhaber aufzuhalsen. Mehr Infos zu Mietauto-Fallen.

Was tun bei fraglichen Abbuchungen?

Entdeckt man in seiner Kreditkarten-Abrechnung fragliche Beträge, sollte man sofort Kontakt mit seiner Kreditkarten-Organisation aufnehmen. Einsprüche sind nur in schriftlicher Form und innerhalb der auf den Abrechnungen aufgedruckten Frist (meist zwischen 30 und 42 Tagen) möglich. Ein weit verbreiteter Irrtum ist auch, dass nur auf der Basis eines vom Kunden unterschriebenen Beleges eine Abbuchung vom Kreditkartenkonto vorgenommen werden darf.

Handy-Abrechnungen

"Fehlerhafte" Abrechnungen über imaginäre SMS sind kein Einzelfall, bleiben aber ohne Kontrolle der Gesprächsaufzeichnungen oft unentdeckt.

Ist ein Betrag nicht nachvollziehbar, kann man beim Netzbetreiber einen Einzelverbindungsnachweis einholen. Einspruch gegen eine Rechnung muss man jedenfalls schriftlich innerhalb der in der Abrechnung angeführten Frist erheben. Scheitert die einvernehmliche Lösung mit dem Netzbetreiber, empfiehlt sich auf jeden Fall die Einschaltung der Telekom-Regulierungsbehörde.

Ein Fall aus der Rechtsberatung

Nicht nur bei Kreditkarten-Abrechnungen gibt es Überraschungen. Verblüfft musste ein ÖAMTC-Mitglied in seiner Handyrechnung einen Posten über 30,36 Euro für 92 SMS entdecken. Die waren angeblich im Abstand von rund zehn Sekunden aus Südafrika an eine Wiener Zielnummer geschickt worden.

Der Mann hatte zwar seinen Urlaub in Südafrika verbracht, aber nie irgendwelche SMS versendet. Nach schriftlicher Reklamation beim Netzbetreiber wurde der Betrag dem Handybesitzer auf dem Kulanzweg gutgeschrieben. Die Ursache für den Fehler - ob bei der Handy-Software oder beim ausländischen Netzbetreiber - konnte allerdings nicht eindeutig geklärt werden.

Reiseplanung

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