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Fragen und Antworten der ÖAMTC-Juristen für Reisen

Aktuell: Reisewarnung für Wien - was bedeutet das für Reisende?

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Achtung! Aktuell

Angesichts der hohen Anzahl an Neuinfektionen gilt das Bundesland Wien in Deutschland als Corona-Risikogebiet. Das bedeutet zum einen, dass das deutsche Außenamt vor nicht notwendigen, touristischen Reisen nach Wien warnt. Umgekehrt müssen sich Einreisende aus Wien in Deutschland verpflichtend auf das Coronavirus testen lassen, sofern sie kein negatives Testergebnis vorweisen können, das höchstens 48 Stunden alt ist. Solange kein negatives Ergebnis vorliegt, müssen sie sich für zwei Wochen in häusliche Quarantäne begeben.

Was bedeutet dies rechtlich für Pauschalreisende?

Haben Reisende aus Wien eine Pauschalreise nach Deutschland gebucht und der Reisebeginn liegt innerhalb des Zeitraums für welchen das Einreiseverbot gilt, kann man im Einzelfall kostenlos vom Vertrag zurücktreten, also: die Reise kostenlos stornieren.

Und wenn man in Deutschland nur eine Unterkunft, also ein Hotel oder ein Appartement gebucht hat?

Hat ein Individualreisender aus Wien kommend nur eine Unterkunft gebucht, gelten die Stornobedingungen des jeweiligen Landes. Nach deutschem Recht kann der Reisende den Aufenthalt nicht automatisch wegen der Reisewarnung kostenlos stornieren.

Nur wenn die Beherbergung durch den Anbieter/Unterkunftgeber/Beherbergungsbetrieb selbst storniert wird, können Reisende die vollen Kosten zurückfordern. Werden Gäste zu einer vorzeitigen Abreise aufgefordert, können Sie eine anteilige Rückerstattung verlangen.

Reisende sollten daher sofort Kontakt mit dem Beherbergungsbetrieb aufnehmen - allenfalls kann eine für beide Seiten gute Lösung in Form einer Umbuchung o.ä. gefunden werden.

Was gilt, wenn ein Reisender von Wien kommend nur ein Flug-/Bahn-/Busticket gebucht hat?

Wenn die Beförderung annulliert, also abgesagt, wird, dann erhalten Passagiere das Geld für den Ticketpreis zurück. Ein Gutschein muss nicht akzeptiert werden.

Wenn die Beförderung, z.B. der Flug noch nicht annulliert wurde, dann dürfen Reisende aus Wien zwar nach Deutschland einreisen, müssen aber eventuell in Qurantäne, da in der kurzen Zeit kein negativer Coronatest vorgewiesen werden kann.

Kann man den Flug in diesem Fall kostenlos stornieren?

Das ist derzeit rechtlich noch unklar, da der Flug selbst von der Airline durchgeführt werden könnte. Nehmen Sie daher sofort Kontakt mit der Airline auf und fragen Sie nach Alternativen z.B. nach einer Umbuchung.

Die ÖAMTC Juristen haben die wichtigsten Fragen und Antworten für Sie zusammengestellt:

Während der letzten Wochen hat das Außenministerium aufgrund des Corona-Virus wieder für zahlreiche europäische Länder Reisewarnungen ausgesprochen. Darunter auch für beliebte Reiseländer wie Kroatien, Portugal, Türkei, Teile des spanischen Festlands sowie für die Balearischen Inseln (Mallorca, Menorca, Ibiza und Formentera). Für einen Überblick siehe Reisewarnungen.

Urlauber, die sich in Ländern aufhalten, für die eine Reisewarnung besteht, werden aufgerufen, rasch nach Österreich zurückzukehren: Hotline zu reiserechtlichen Fragen im Auftrag des Sozialministeriums: Tel.: 0800 201 211.

Was soll ich tun, wenn ich gerade in einem Land bin, für das eine Reisewarnung gilt  - welche Rechte habe ich?

Das Außenministerium ruft dazu auf, nach Österreich zurückzukehren. Ihre Rechte bei vorzeitigem Reiseabbruch:
Wer seine Pauschalreise frühzeitig abbrechen muss, wendet sich an seinen Reiseveranstalter – dieser muss den Rücktransport organisieren und zahlen sowie im Einzelfall eventuell die nicht konsumierten Urlaubstage anteilig rückerstatten. Den Reisenden dürfen durch die vorzeitige Rückreise jedenfalls keine Mehrkosten entstehen.

Individualreisende sind auf sich allein gestellt und können nur auf eigene Faust die Rückreise organisieren. Dazu im Detail:

Hat jemand nur eine Unterkunft (Hotel, Appartement, Boot etc) gebucht, dann besteht nach kroatischem und spanischem Recht kein Anspruch auf Rückerstattung der nicht konsumierten Nächtigungskosten. Daher sollten Individualreisende mit dem Unterkunftsgeber eine einvernehmliche Lösung suchen (zB Rückerstattung der Kosten, Gutschrift für einen nächsten Aufenthalt…).

Hat jemand nur einen Flug Flugin ein / von einem betroffenen Land gebucht:
Flüge retour nach Hause: Der Fluggast muss sich um eine Umbuchung des Tickets für eine frühzeitige Rückreise selbst kümmern und die allfälligen Kosten dafür selbst tragen.

Flüge in das Urlaubsland: Wenn der Flug grundsätzlich stattfindet, der Reisende aber nicht mehr die Reise antreten will, dann besteht kein Anspruch auf Rückerstattung der Ticketkosten. Wir empfehlen mit der Airline Kontakt aufzunehmen, mit der aktuellen Reisewarnung zu argumentieren und nach einer Kulanzlösung (Umbuchung, Gutschein, Rückerstattung der Kosten) zu fragen.

Wird der Flug seitens der Airline annulliert, dann erhält der Fluggast die Kosten (Ticketkosten, Steuern und Gebühren) retour. Näheres finden Sie hier.

Meine Reise in ein Land, für das eine Reisewarnung gilt, steht bevor, was soll ich tun?


Für Pauschalreisende:

Bei einem hohen Sicherheitsrisiko ab Stufe 5 ist ein kostenloser Rücktritt vom Reisevertrag nach dem Pauschalreisegesetz möglich, wenn die Reise in genau diese Region unmittelbar bevorsteht (Abreise etwa innerhalb der nächsten 10 Tage). Grundsätzlich erhalten Pauschalreisende alle geleisteten Zahlungen zurück. Wer trotz Warnstufe 5 oder 6 verreisen möchte, geht neben dem gesundheitlichen auch ein finanzielles Risiko ein: Werden Schutzmaßnahmen oder Hilfeleistungen durch österreichische Behörden nötig, drohen Regressforderungen. Bei der Abwägung des Reiseantritts sollten auch arbeitsrechtliche und versicherungsrechtliche Konsequenzen berücksichtigt werden. Denn teilweise sehen Reiseversicherungsverträge bei aufrechter Reisewarnung keinen Schutz vor.

Für Individualreisende gilt:

Beherbergungsverträge unterliegen dem Recht des Staates, in dem die Unterkunft liegt. Wenn man zwar anreisen und übernachten könnte, aber nicht mehr möchte, dann gibt es oft kein Geld retour. Dennoch: Prüfen Sie, ob es laut den Bedingungen der Unterkunft (Hotel, Appartement, Boot….) oder nach den Bedingungen der Buchungsplattform die Möglichkeit gibt, noch kostenlos zu stornieren.

Wenn es diese Möglichkeit nicht gibt, sollte man mit dem Unterkunftsgeber nach einer einvernehmlichen Lösung suchen (Umbuchung, Gutschein, Kostenrückerstattung,…).

Wer einen Flug in ein Land mit Reisewarnung gebucht hat, muss unterscheiden::

Wenn der Flug grundsätzlich stattfindet, der Reisende aber nicht mehr die Reise antreten will, dann besteht kein Anspruch auf Rückerstattung der Ticketkosten. Wir empfehlen mit der Airline Kontakt aufzunehmen, mit der aktuellen Reisewarnung zu argumentieren und nach einer Kulanzlösung (Umbuchung, Gutschein, Rückerstattung der Kosten) zu fragen.

Wird der Flug seitens der Airline annulliert, dann erhält der Fluggast die Kosten (Ticketkosten, Steuern und Gebühren) retour. Näheres finden Sie hier.

 

Urlaub in Österreich
Seit Ende Mai ist ein Urlaub in Österreich - unter Einhaltung der üblichen Vorsichtsmaßnahmen - möglich: Beherbergungsbetriebe, Restaurants, Sehenswürdigkeiten, Freizeitanlagen und Schwimmbäder haben den Betrieb wieder aufgenommen. Übrigens: sollten Sie Bedenken haben, im Österreich-Urlaub von einer behördlichen Quarantäne betroffen zu sein, dann können ÖAMTC-Schutzbrief-Inhaber beruhigt sein: Wenn während einer Reise in Österreich der Urlaubsort aufgrund einer behördlichen Quarantäne nicht verlassen bzw. die Heimreise nicht wie geplant angetreten werden kann, übernimmt der Schutzbrief von 1. Juni bis 30. September 2020 die zusätzlichen Übernachtungskosten für den Inhaber und die mitreisenden geschützten Personen. Details zum ÖAMTC-Schutzbrief.

Urlaub imAusland
Das österreichische Außenministerium rät nach wie vor dringend von allen nicht notwendigen Reisen, insbesondere von allen Urlaubsreisen, ab.Dennoch entfallen seit 16. Juni bei der Einreise nach Österreich Covid19-Tests oder Quarantänemaßnahmenfür insgesamt 31 Länder in Europa. Welche Auflagen für die Einreise gelten und welche Maßnahmen vor Ort in Kraft sind erfahren Sie hier.

Immer aktuelle Reise-Infos beim ÖAMTC
Der ÖAMTC informiert laufend über aktuelle Grenzschließungen, zukünftige Grenzöffnungen sowieüber die Einreisebestimmungenvielereuropäischer Länder.

Bitte beachten Sie: Die ÖAMTC-Rechtsberatung ist persönlich für Sie da!

ÖAMTC-Mitgliedern steht seit Mai wieder kostenlos die gewohnt professionelle persönliche Beratungin Rechtsfragen zur Verfügung.Eine persönliche Beratung ist nach vorheriger Terminvereinbarung möglich. Zu den Öffnungszeiten und Kontaktmöglichkeiten der Rechtsberatung Ihres Bundeslandes klicken Sie bitte hier.

Weitere Rechtstipps zu Ihrer Reise finden Sie hier:

Urlaub im Ausland

Fragen und Antworten rund um Reiserecht und Reisestorno zum Urlaub im Ausland

ACHTUNG! Bevor Sie ins Ausland reisen, nutzen Sie unbedingt die Möglichkeit der Reiseregistrierung des Außenministeriums, damit man Sie im Notfall erreichen kann.

Muster-Rücktrittserklärung

Urlaub in Österreich

Fragen und Antworten rund um Reiserecht und Reisestorno zum Urlaub in Österreich

Wichtige Links und Kontaktadressen

Weitere wichtige Links und Kontaktadressen 

  • Generelle Informationen zu Covid 19 sowie den Maßnahmen in Österreich finden Sie auf den Homepages des Bundesministeriums für Soziales, Gesundheit, Pflege und Konsumentenschutz sowie der Weltgesundheitsorganisation.
  • AGES Corona-Hotline unter 0800 555 621: Informationen zu Übertragung, Symptomen und Vorbeugung (24 Stunden besetzt)
  • Wenn Sie Symptome aufweisen, dann rufen Sie die telefonische Gesundheitsberatung unter 1450 
  • REISEWARNUNGEN des österreichischen Außenministeriums finden Sie hier.
  • Bei Fragen zum Reiserecht und Reisestorno steht ÖAMTC-Mitgliedern die ÖAMTC Rechtsberatung zur Verfügung – im Notfall rund um die Uhr und auch am Wochenende unter der Nummer der Schutzbrief-Nothilfe unter +43 (1) 25 120 00. Derzeit finden nur Beratungen per Mail und per Telefon statt.

ÖAMTC-Schutzbrief übernimmt Übernachtungskosten bei Quarantänefällen

In der Coronavirus-Krise hat der Mobilitätsclub rasch reagiert und sein Leistungs-Portfolio für Reisen innerhalb Österreichs noch einmal erweitert: Wird während des Urlaubs in Österreich eine behördliche Quarantäne im Urlaubsort verhängt und die Heimreise kann nicht wie geplant angetreten werden, sind Schutzbrief-Inhaber auf der sicheren Seite: Der Schutzbrief übernimmt für Ausflüge und Urlaube zwischen 1. Juni und 30. September 2020 die zusätzlichen Übernachtungskosten für den Inhaber und die mitreisenden geschützten Personen - für bis zu 14 Übernachtungen (maximal 70 Euro pro Person und Nächtigung). Dies gilt für alle geschützten Personen, auch wenn sie getrennt und nicht mit dem Auto verreisen und auch dann, wenn sie selbst infiziert sein sollten. Die Kostenübernahme kommt zum Tragen, sofern keine andere Stelle (z.B. Reiseveranstalter oder Bund) dazu verpflichtet ist – gegebenenfalls werden die Kosten aber zwischenzeitlich durch den Schutzbrief übernommen, bis eine andere Stelle diese auszahlt.

Übrigens: Der Schutzbrief deckt auch die Kosten für einen Test auf eine Covid-19-Infektion, wenn durch ein negatives Ergebnis eine behördlich genehmigte Ausreise aus einem abgesperrten Gebiet ermöglicht wird.

Reiseplanung

Thema Reiseplanung

Das ÖAMTC Reise-Service unterstützt Sie bei allen Reisen –  von der Vorbereitung bis hin zur Orientierung vor Ort.

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