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FAQs der ÖAMTC-Juristen für Reisen

Die wichtigsten Fragen und Antworten.

Winter am Wörthersee © Archiv Tourismus Region Klagenfurt / Pixelpoint/Handler
Winter am Wörthersee © Archiv Tourismus Region Klagenfurt / Pixelpoint/Handler

Die ÖAMTC Juristen haben die wichtigsten Fragen und Antworten für Sie zusammengestellt:

Bis 8.2.2021 gelten in Österreich strenge Verhaltens-Maßnahmen sowie Ausgangsbeschränkungen.

Seit 19.12.2020 gilt aufgrund der Ausbreitung des Coronavirus bis auf weiteres eine nahezu weltweite Reisewarnung der Stufe 6. Das Außenministerium rät von allen touristischen und nicht notwendigen Reisen in sämtliche Länder ab. Lediglich für Finnland, Griechenland, Island, Norwegen, Vatikan, Australien, Japan, Neuseeland, Singapur und Südkorea gilt die Sicherheitsstufe 4. 

Auf Fragen zur Mobilität in Österreich finden Sie die Antworten hier: https://www.oeamtc.at/news/mobilitaet-massnahmen-rund-um-das-coronavirus-36997602

Urlauber, die sich in Ländern aufhalten, für die eine Reisewarnung besteht, werden aufgerufen, rasch nach Österreich zurückzukehren:

Was soll ich tun, wenn ich gerade in einem Land bin, für das eine Reisewarnung gilt  - welche Rechte habe ich?

Das Außenministerium ruft dazu auf, nach Österreich zurückzukehren.

Ihre Rechte bei vorzeitigem Reiseabbruch:
Wer seine Pauschalreise frühzeitig abbrechen muss, wendet sich an seinen Reiseveranstalter – dieser muss den Rücktransport organisieren und zahlen sowie im Einzelfall eventuell die nicht konsumierten Urlaubstage anteilig rückerstatten. Den Reisenden dürfen durch die vorzeitige Rückreise jedenfalls keine Mehrkosten entstehen.

Individualreisende sind auf sich allein gestellt und können nur auf eigene Faust die Rückreise organisieren. Dazu im Detail:

Hat jemand nur eine Unterkunft (Hotel, Appartement, Boot etc) gebucht, dann besteht nach der Rechtslage in vielen Ländern Recht kein Anspruch auf Rückerstattung der nicht konsumierten Nächtigungskosten. Daher sollten Individualreisende mit dem Unterkunftsgeber eine einvernehmliche Lösung suchen (zB Rückerstattung der Kosten, Gutschrift für einen nächsten Aufenthalt…).

Hat jemand nur einen Flug in ein / von einem betroffenen Land gebucht:
Flüge retour nach Hause: Der Fluggast muss sich um eine Umbuchung des Tickets für eine frühzeitige Rückreise selbst kümmern und die allfälligen Kosten dafür selbst tragen.

Flüge in das Urlaubsland: Wenn der Flug grundsätzlich stattfindet, der Reisende aber die Reise nicht mehrantreten will, dann besteht in vielen Fällen kein Anspruch auf Rückerstattung der Ticketkosten. Wir empfehlen mit der Airline Kontakt aufzunehmen, mit der aktuellen Reisewarnung zu argumentieren und nach einer Kulanzlösung (Umbuchung, Gutschein, Rückerstattung der Kosten) zu fragen.

Wird der Flug seitens der Airline annulliert, dann erhält der Fluggast die Kosten (Ticketkosten, Steuern und Gebühren) retour. Näheres finden Sie hier.

Meine Reise in ein Land, für das eine Reisewarnung gilt, steht bevor, was soll ich tun?


Für Pauschalreisende:

Bei einem hohen Sicherheitsrisiko ab Stufe 5 ist ein kostenloser Rücktritt vom Reisevertrag nach dem Pauschalreisegesetz möglich, wenn die Reise in genau diese Region führt und eine Besserung der Situation nicht zu erwarten ist. Das kann man in der Regel erst kurz vor der Abreise seriös einschätzen. Grundsätzlich erhalten Pauschalreisende alle geleisteten Zahlungen zurück. Wer trotz Warnstufe 5 oder 6 verreisen möchte, geht neben dem gesundheitlichen auch ein finanzielles Risiko ein: Werden Schutzmaßnahmen oder Hilfeleistungen durch österreichische Behörden nötig, drohen Regressforderungen. Bei der Abwägung des Reiseantritts sollten auch arbeitsrechtliche und versicherungsrechtliche Konsequenzen berücksichtigt werden. Denn teilweise sehen Reiseversicherungsverträge bei aufrechter Reisewarnung keinen Schutz vor.

Für Individualreisende gilt:

Beherbergungsverträge unterliegen dem Recht des Staates, in dem die Unterkunft liegt. Wenn man zwar anreisen und übernachten könnte, aber nicht mehr möchte, dann gibt es oft kein Geld retour. Dennoch: Prüfen Sie, ob es laut den Bedingungen der Unterkunft (Hotel, Appartement, Boot….) oder nach den Bedingungen der Buchungsplattform die Möglichkeit gibt, noch kostenlos zu stornieren.

Wenn es diese Möglichkeit nicht gibt, sollte man mit dem Unterkunftsgeber nach einer einvernehmlichen Lösung suchen (Umbuchung, Gutschein, Kostenrückerstattung,…).

Wer einen Flug in ein Land mit Reisewarnung gebucht hat, muss unterscheiden::

Wenn der Flug grundsätzlich stattfindet, der Reisende aber die Reise nicht mehr antreten will, dann besteht in den meisten Fällen kein Anspruch auf Rückerstattung der Ticketkosten. Wir empfehlen mit der Airline Kontakt aufzunehmen, mit der aktuellen Reisewarnung zu argumentieren und nach einer Kulanzlösung (Umbuchung, Gutschein, Rückerstattung der Kosten) zu fragen.

Wenn der Flug in ein Land oder eine Region geplant ist, für das eine Reisewarnung der Stufe 6 besteht, dann kann man mit dem Argument des "Wegfalls der Geschäftsgrundlage" den Flug stornieren und man erhält das Geld retour. 

Wird der Flug seitens der Airline annulliert, dann erhält der Fluggast die Kosten (Ticketkosten, Steuern und Gebühren) retour. Näheres finden Sie hier.

 

Urlaub in Österreich
Seit 26.12.2020 gelten weitreichende Einschränkungen des öffentlichen Lebens sowie eine grundsätzliche Ausgangsbeschränkung. Nur zu wenigen notwenigen Zwecken soll die Wohnung verlassen werden.

Siehe:https://www.oeamtc.at/news/mobilitaet-massnahmen-rund-um-das-coronavirus-36997602

Beherbergungsbetriebe, Restaurants, Sehenswürdigkeiten und Freizeitanlagen haben bis voraussichtlich Mitte Februar 2021 geschlossen.

Urlaub im Ausland
Das österreichische Außenministerium rät dringend von allen nicht notwendigen Reisen, insbesondere von allen Urlaubsreisen, ab. Zahlreiche Länder haben Einreisebeschränkungen für Österreicher erlassen. Welche Auflagen für die Einreise gelten und welche Maßnahmen vor Ort in Kraft sind erfahren Sie hier.

Immer aktuelle Reise-Infos beim ÖAMTC
Der ÖAMTC informiert laufend über aktuelle Grenzschließungen, zukünftige Grenzöffnungen sowie über die Einreisebestimmungen vieler europäischer Länder.

Bitte beachten Sie: Die ÖAMTC-Rechtsberatung ist für Sie da!

ÖAMTC-Mitgliedern steht kostenlos die gewohnt professionelle persönliche Beratung in Rechtsfragen zur Verfügung. Zu den Öffnungszeiten und Kontaktmöglichkeiten der Rechtsberatung Ihres Bundeslandes klicken Sie bitte hier.

Weitere Rechtstipps zu Ihrer Reise finden Sie hier:

Urlaub im Ausland

Fragen und Antworten rund um Reiserecht und Reisestorno zum Urlaub im Ausland

ACHTUNG! Bevor Sie ins Ausland reisen, nutzen Sie unbedingt die Möglichkeit der Reiseregistrierung des Außenministeriums, damit man Sie im Notfall erreichen kann.

Muster-Rücktrittserklärung

Urlaub in Österreich

Fragen und Antworten rund um Reiserecht und Reisestorno zum Urlaub in Österreich

Wichtige Links und Kontaktadressen

Weitere wichtige Links und Kontaktadressen 

  • Generelle Informationen zu Covid 19 sowie den Maßnahmen in Österreich finden Sie auf den Homepages des Bundesministeriums für Soziales, Gesundheit, Pflege und Konsumentenschutz sowie der Weltgesundheitsorganisation.
  • AGES Corona-Hotline unter 0800 555 621: Informationen zu Übertragung, Symptomen und Vorbeugung (24 Stunden besetzt)
  • Wenn Sie Symptome aufweisen, dann rufen Sie die telefonische Gesundheitsberatung unter 1450 
  • REISEWARNUNGEN des österreichischen Außenministeriums finden Sie hier.
  • Bei Fragen zum Reiserecht und Reisestorno steht ÖAMTC-Mitgliedern die ÖAMTC Rechtsberatung zur Verfügung – im Notfall rund um die Uhr und auch am Wochenende unter der Nummer der Schutzbrief-Nothilfe unter +43 (1) 25 120 00. 

ÖAMTC-Schutzbrief übernimmt Übernachtungskosten bei Quarantänefällen

In der Coronavirus-Krise hat der Mobilitätsclub rasch reagiert und sein Leistungs-Portfolio für Reisen innerhalb Österreichs noch einmal erweitert: Wird während des Urlaubs in Österreich eine behördliche Quarantäne im Urlaubsort verhängt und die Heimreise kann nicht wie geplant angetreten werden, sind Schutzbrief-Inhaber auf der sicheren Seite: Der Schutzbrief übernimmt für Ausflüge und Urlaube bis 30. April 2021 die zusätzlichen Übernachtungskosten für den Inhaber und die mitreisenden geschützten Personen - für bis zu 14 Übernachtungen (maximal 70 Euro pro Person und Nächtigung). Dies gilt für alle geschützten Personen, auch wenn sie getrennt und nicht mit dem Auto verreisen und auch dann, wenn sie selbst infiziert sein sollten. Die Kostenübernahme kommt zum Tragen, sofern keine andere Stelle (z.B. Reiseveranstalter oder Bund) dazu verpflichtet ist – gegebenenfalls werden die Kosten aber zwischenzeitlich durch den Schutzbrief übernommen, bis eine andere Stelle diese auszahlt.

Übrigens: Der Schutzbrief deckt auch die Kosten für einen Test auf eine Covid-19-Infektion, wenn durch ein negatives Ergebnis eine behördlich genehmigte Ausreise aus einem abgesperrten Gebiet ermöglicht wird.

Reiseplanung

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Das ÖAMTC Reise-Service unterstützt Sie bei allen Reisen –  von der Vorbereitung bis hin zur Orientierung vor Ort.

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