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Behindertenparkplätze - § 29b Parkausweis sichtbar anbringen

Parkplätze für Menschen mit Behinderungen sind für dauerhaft mobilitätseingeschränkte Personen vorgesehen. Infos zu Behindertenparkplätzen & § 29b Parkausweis.

Ab 2016 gelten nur mehr Ausweise, die ab 2001 ausgestellt wurden

"Parkausweise gemäß § 29b StVO, die vor dem 1. Jänner 2001 ausgestellt wurden (Grundfarbe Weiß mit eingetragenem Kfz-Kennzeichen), verlieren nach dem 31. Dezember 2015 ihre Gültigkeit. Um weiterhin in die mit dem Besitz des Ausweises verbundenen Befugnisse und Erleichterungen zu kommen, muss daher rechtzeitig ein neues Dokument beantragt werden“, warnt ÖAMTC-Jurist Nikolaus Authried.

§ 29b-Ausweis schafft wichtige Erleichterungen

"Behindertenparkplätze" sind für dauerhaft mobilitätseingeschränkte Personen vorgesehen und werden im § 29 b StVO behandelt. Wesentlich an einem Behindertenparkplatz ist nicht (nur), dass er möglichst nahe dem (Gebäude)-Eingang liegt, sondern dass er eine Breite von über 3 Metern (laut ÖNORM B 1600: 3,50 Meter) aufweist.
Für mobilitätseingeschränkte Personen schafft der Parkausweis wichtige Erleichterungen im motorisierten Alltag. So darf mit dem Dokument beispielsweise im Bereich eines durch Straßenverkehrszeichen kundgemachten Parkverbotes geparkt werden. "Mit der letzten Gesetzesnovelle wurden die bereits bestehenden Berechtigungen auf jene Park- bzw. Park- und Halteverbote ausgeweitet, in denen diese nicht durch Schilder, sondern durch gelbe Markierungen am Boden kundgemacht wurden“, so Authried.

Wichtig: Parkausweis sichtbar hinter Scheibe legen

Voraussetzung für die Ausstellung des Parkausweises ist ein Behindertenpass mit dem Zusatzeintrag „Unzumutbarkeit der Benützung öffentlicher Verkehrsmittel wegen dauerhafter Mobilitätseinschränkung aufgrund einer Behinderung". Beide Dokumente werden vom Sozialministeriumsservice (vormals Bundessozialamt) ausgestellt.

Bitte legen Sie auch auf sogenanntem "Privatgrund"(= Parkplätze bei Baumärkten, Einkaufszentren usw.) Ihren § 29b-Ausweis deutlich sichtbar hinter die Scheibe. Damit dokumentieren Sie die widmungsgemäße Nutzung dieser Abstellfläche und zeigen auf, dass durchaus Bedarf besteht.

Seitliche Begrenzung nicht verstellen!

Autobenützer mit steifem Knie oder gar Rollstuhlfahrer haben nur bei vollständig geöffneter Tür die Möglichkeit, das Auto zu verlassen bzw. einen Rollstuhl auszuladen. Da dies auch für das Einsteigen gilt, vermeiden Sie bitte unbedingt, den freien Raum zwischen einem dort geparkten Fahrzeug und der seitlichen Begrenzung des Behindertenparkplatzes zu verstellen (gilt auch für Mopeds!).

Frau im Rollstuhl Strand

Thema Behinderung & Mobilität

Für viele Menschen mit körperlicher Behinderung ist es ein wesentlicher Faktor für mehr Lebensqualität ein Kraftfahrzeug benützen zu können. Die moderne Technik macht hierbei vieles leichter. Auch der Gesetzgeber hat Rahmenbedingungen geschaffen, um die Mobilität zu fördern. Der ÖAMTC bietet spezielle Beratung, einen ermäßigten Mitgliedsbeitrag und ein Gehörlosenservice.

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