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Verjährungsverzicht läuft Ende des Jahres aus

Der vom VW Konzern und dem Großteil seiner Vertragshändler im Dezember 2015 abgegebene Verjährungsverzicht läuft Ende 2017 aus.

VW TDI Motor © iStockphoto
VW TDI Motor © iStockphoto

Die Importeure der betroffenen Marken sowie ein Großteil der Vertragshändler haben im Dezember 2015 gegenüber ihren Kunden (auch für ältere Fahrzeuge) ausdrücklich bis zum 31.12.2017 auf die Geltendmachung der Verjährung im Hinblick auf etwaige Ansprüche, die im Zusammenhang mit der in Fahrzeugen mit dem Motortyp EA 189 eingebauten Software bestehen, verzichtet.

Wer die Frist wahren und etwaige vertragliche Ansprüche gegen VW aus Gewährleistung oder Irrtumsanfechtung gerichtlich geltend machen will, sollte das vor Jahresende tun. Aufgrund des ungewissen Prozessausgangs und des damit verbundenen finanziellen Risikos ist dies nur bei Deckung durch eine Rechtsschutzversicherung empfehlenswert.

Nach wie vor besteht die Möglichkeit, sich kostenlos der Sammelaktion des VKI zur Erzielung eines außergerichtlichen Vergleichs anzuschließen. Weiters gibt es die Möglichkeit eines Privatbeteiligtenanschlusses in einem der anhängigen Strafverfahren gegen VW, wobei hier ein Unkostenbeitrag von 96 Euro zu bezahlen ist. Sowohl der außergerichtliche Vergleich, als auch der Privatbeteiligtenanschluss werden über die holländische Stichting Volkswagen Car Claim abgewickelt.

Rückruf weitgehend abgeschlossen

Nachdem alle betroffenen Fahrzeughalter in Österreich mithilfe des Verbands der Versicherungen angeschrieben worden sind, haben 85 % die Umrüstungsmaßnahme bereits durchführen lassen. Dennoch kann es vorkommen, dass manche Fahrzeugbesitzer keine Einladung zur Umrüstung erhalten haben, nämlich jene, die nicht als Halter betroffener Fahrzeuge bekannt sind. Das kann beispielsweise im Fall von Eigenimporten passieren oder wenn ein Fahrzeug zum Rückrufzeitpunkt nicht angemeldet war weil es zB bei einem Gebrauchtwagenhändler zum Verkauf stand.

Wenn Sie noch keinen Brief von VW erhalten haben, raten wir dringend dazu, selbst die nächstgelegene VW-Werkstätte zu kontaktieren. Dort können Sie rasch einen Termin zur Durchführung der notwendigen Umrüstmaßnahmen vereinbaren. Diese Empfehlung gilt natürlich auch für jene, die trotz Einladung dem Rückruf bislang nicht gefolgt sind.

Vertrauensbildende Maßnahme

Sollten Sie nach Durchführung der Umrüstungsmaßnahme negative Veränderungen an Ihrem Fahrzeug bemerken, können Sie sich an VW wenden, um für Abhilfe zu sorgen. Mit der sogenannten „Vertrauensbildenden Maßnahme“ sagt der VW-Konzern seinen Kunden zu, dass er eventuelle Beschwerden, die im Zusammenhang mit der Rückrufaktion stehen und bestimmte Teile des Motor- und Abgasreinigungssystems betreffen, aufgreifen wird. Diese vertrauensbildende Maßnahme gilt grundsätzlich für einen Zeitraum von 24 Monaten nach Durchführung der technischen Maßnahme bzw bis zu einer Gesamtlaufleistung von max. 250.000 km (je nachdem, welches Kriterium früher eintritt).

Nähere Details zur vertrauensbildenden Maßnahme finden Sie HIER am Ende der FAQs bzw erfahren Sie bei den Vertragspartnern der betroffenen Marken.

Übersicht: VW - ein Konzern; zwei Abgasskandale

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