Basilica di San Marco

Bauwerk in Venedig
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Beschreibung

Der Markusdom stammt im Kern aus dem 11. Jh. Er ist eine der ungewöhnlichsten Kirchen Westeuropas, denn sein kreuzförmiger Grundriss und die fünf Kuppeln gehen auf byzantinische Vorbilder zurück. Die zweigeschossige Hauptfassade gliedern fünf tiefe Portale, deren Bogenfelder mit Mosaiken geschmückt sind. Im Obergeschoss springt der Baukörper zurück und macht Platz für eine Galerie. Den Abschluss bilden Blendbögen, die bis auf den verglasten mittleren Bogen ebenfalls mit Mosaiken bedeckt sind. Beim Vierten Kreuz­zug 1204 hatten die Kreuzritter, vornehmlich Franzosen und Venezianer, aus Rache das christliche Konstantinopel geplündert. Ein Teil des Baudekors von San Marco, antike Säulen und Skulpturen, stammt aus dieser Beute. Den Ehrenplatz auf der Galerie über dem Hauptportal bekam eine antike Quadriga aus Konstantinopel, vier vergoldete Kupferpferde von erlesener Schönheit (Originale heute im Museo di San Marco). Eines der Portale, die Porta di Sant' Alipio ganz links, erzählt ein anderes Kapitel der Kirchengeschichte. Das Mosaik des 13. Jh. im Bogenfeld zeigt die Überführung der Reliquien des hl. Markus nach San Marco. Die Kirche ist hier detailgetreu dargestellt, mitsamt den vier Pferden auf der Galerie. Durch die gleichfalls mosaikgeschmückte Vorhalle geht es in den Kirchenraum. Er strahlt im Glanz goldgrundiger Mosaike, die wie ein Teppich Wände und Kuppeln überziehen. Die Mosaike, insgesamt über 4200 qm, stammen aus dem 12./13. Jh. Sie schildern Szenen aus dem Leben Christi und der Heiligen. Im Zentrum des Bildprogramms steht die Vita des Evangelisten Markus. Seine Gebeine hatten venezianische Kaufleute 828 in Alexandria gestohlen. Er wurde neuer Schutzheiliger der Seerepublik Venedig, und man stiftete ihm diese Kirche, die prächtigste der Stadt. Auf der Rückseite des Hochaltars, in dem die Gebeine des Markus ruhen, steht eine weitere Kostbarkeit, die ›Pala d'Oro‹. Den goldglänzenden Altaraufsatz hatten byzantinische und venezianische Goldschmiede im 10. Jh. gefertigt. In den folgenden vier Jahrhunderten wurde er immer wieder umgebaut und ergänzt. Die Emailbilder stellen Szenen der Passion Christi und der Markuslegende dar. Die Einfassung besteht aus mehr als 2000 Juwelen, Perlen, Smaragden, Saphiren und Rubinen.

Piazza San Marco 30124 Venedig, Italien

Öffnungszeiten

November bis Ostern: Basilika Mo-Sa 9.45-17 Uhr, So und Fei 14-16 Uhr. Schatzkammer mit Pala d'Oro Mo-Sa 9.45-16 Uhr, So und Fei 14-16 Uhr. Museum: tgl. 9.45-16.45 Uhr. Ostern bis November: Basilika, Schatzkammer mit Pala d'Oro: Mo-Sa 9.45-17 Uhr, So, Fei 14-17 Uhr. Museum: tgl. 9.45-16.45 Uhr. Kostenfreie Führungen bietet das Ufficio per la Pastorale del Turismo. Anmeldung über genannte Kontaktdaten.

Preise

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