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VW: Kein Rückruf sondern Werkstättenaktion

vw_phaetonf © ÖAMTC
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Vor wenigen Tagen verbreitete sich die Meldung, dass der Volkswagen-Konzern 850.000 Autos in die Werkstätten zurückrufen muss, wie ein Lauffeuer über die Medien. Jetzt ist man beim österreichischen Importeur um Schadensbegrenzung bemüht und erklärt, dass es sich dabei nicht um einen Rückruf, sondern nur um eine Werkstättenaktion handelt.

Wie ein Sprecher des Generalimporteurs dem ÖAMTC auf Anfrage mitteilt, sind in Österreich rund 2.000 Audi-, VW-, Seat- und Skoda-Modelle der Jahrgänge 2001 und 2002 mit 1,8-Liter-Turbomotoren sowie V-5-, V-6- und W-8-Motoren betroffen. Der Grund sind defekte Zündspulen, die Zündaussetzer und im Extremfall den Ausfall eines Zylinders zur Folge haben können. Mängel drücken sich durch unrunden Motorlauf oder Leistungsabfall aus.

Der ÖAMTC warnt: Beim Ausfall eines Zylinders kann unverbranntes Kraftstoffgemisch in den Katalysator gelangen und zu Folgeschäden (Überhitzung, Mikroverschmelzungen) führen. Diesbezüglich vom ÖAMTC geäußerte Bedenken werden vom Importeur "als weit herbeigeholt" bezeichnet. Folgeschäden lassen sich nach Auffassung des ÖAMTC jedoch nur dann vermeiden, wenn man ein Fahrzeug mit Zündaussetzern unverzüglich in die nächste Marken-Werkstätte bringt bzw. bei Ausfall eines Zylinders abschleppen lässt.

Der ÖAMTC empfiehlt in jedem Fall bei Auftreten eines derartigen Mangels auf einen schriftlichen Reparaturauftrag zu bestehen, damit man gegebenenfalls zu einem späteren Zeitpunkt die Beanstandung des damals aufgetretenen Fehlers nachweisen kann.

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