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Volvo: Baureihenübergreifende Rückrufe

volvo_s60_dyn_seitlich
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Der schwedische Premium-Fahrzeughersteller Volvo holt österreichweit seit einigen Wochen in zwei gesonderten Rückrufaktionen insgesamt 1.850 Fahrzeug in die Vertragswerkstätten zurück. Dem Hersteller zufolge seien eine fehlerhafte Kabelstrang-Verlegung und ein Produktionsfehler im Bereich des Unterbodenschutzes die Auslöser dafür.

Kein "Sicherheitspolster"

Bei knapp 1.750 Volvo S60 (ab Modelljahr 2011), V60, XC60, V70 und XC70 (ab Modelljahr 2008) sowie S80 (ab Modelljahr 2007) könne es unter bestimmten Umständen zum Ausfall des vorderen Airbagsystems kommen, erklärt der Sprecher von Volvo Car Austria gegenüber dem ÖAMTC. Die Verlegung des airbag-relevanten Kabelbaums unter den Frontsitzen sei mangelhaft durchgeführt worden. In weiterer Folge könne sich daher bei einer Sitzverstellung die Steckverbindung lockern bzw. im Extremfall sogar gänzlich lösen. Die ordnungsgemäße Airbagfunktion könne seitens des Herstellers in beiden Fällen nicht gewährleistet werden. Innerhalb eines 90-minütigen Werkstattaufenthalts wird an den betroffenen Fahrzeugen die Verlegung des Kabelstrangs kontrolliert und bei Bedarf entsprechend korrigiert.

Möglicher Kraftstoffaustritt

Eine Beschädigung der Kraftstoffleitungen infolge eines nicht den Herstellerspezifikationen entsprechenden Unterbodenschutzes ist die Ursache für die zweite Rückrufaktion aus dem hohen Norden. Hiervon betroffen sind insgesamt 100 Volvo S60 und XC60 aus dem Modelljahr 2012. Es sei möglich, dass während der Produktion zu viel Unterbodenschutz aufgetragen worden ist, wodurch die Kraftstoffleitungen an diesem scheren können. Langfristig betrachtet könne dies zu Undichtigkeiten im Kraftstoffsystem führen. Als Abhilfe wird im ersten Schritt die Unterbodenversiegelung inspiziert und der überschüssige Auftrag präventiv beseitigt. Anschließend erfolgt eine Kontrolle der Kraftstoffleitungen, die gegebenenfalls erneuert werden. Die anfallenden Arbeiten sollen innerhalb einer halben Stunde abgeschlossen sein, teilt der Importeur auf Anfrage des ÖAMTC mit.

Instandsetzung bereits im Gange

Beide Aktionen sind in Österreich vor geraumer Zeit angelaufen. Sämtliche Kunden sind rechtzeitig über den Versicherungsverband angeschrieben und in die Vertragswerkstätten geladen worden. Unfälle habe es in diesen beiden Zusammenhängen keine gegeben, hält Volvo Car Austria abschließend fest.

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