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Transporter-Rückruf bei Opel und Renault

opel_movano_b_dyn © ÖAMTC
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Die Kooperationsmodelle Opel Movano B und Renault Master III werden derzeit in zwei gesonderten Rückrufaktionen in die Werkstätten geholt. Bei insgesamt 245 Transportern werden die Befestigung des Sicherheitsgurtes und die Hinterachse kontrolliert. Der betroffene Bauzeitraum bezieht sich auf Fahrzeuge, die seit Produktionsbeginn bis Mitte April 2010 vom Band gelaufen sind. Das Schwestermodell Nissan Interstar ist davon nicht betroffen.


Gurthalterung falsch montiert

109 Opel Movano und 23 Renault Master müssen aufgrund eines mangelhaften Sicherheitsgurtsystems in die Werkstätten zurück. Wie die jeweiligen Hersteller dem ÖAMTC auf Anfrage mitteilten, wurden die Gurthalterungen an den vorderen Außensitzen möglicherweise seitenverkehrt eingebaut. Im Falle eines Unfalls ist somit die optimale Rückhaltewirkung des Gurtes für Fahrer bzw. Beifahrer nicht mehr gegeben.

Im Rahmen des Werkstattaufenthalts wird das Gurtsystem zunächst einer Sichtprüfung unterzogen. Liegt hierbei eine nicht konforme Gurtmontage vor, werden die jeweiligen Einzelsitze ausgetauscht. Je nach Abhilfe fallen entweder nur 20 Minuten für die Gurt-Überprüfung oder 90 Minuten pro Sitzaustausch zusätzlich an.


Risse an der Hinterachse

Innerhalb der zweiten Rückrufaktion wird an den Fahrzeugen präventiv die Hinterachse erneuert, erklärten die beiden Sprecher gegenüber dem ÖAMTC. Im Detail ist während der Fertigung der Hinterachse ein falsches Werkzeug zum Einsatz gekommen. Unter Umständen könne dies zu Haarrissen am linken Achsschenkel führen. Den Angaben zufolge sollen die Instandsetzungsarbeiten in knapp vier Stunden abgeschlossen sein. Insgesamt 113 Transporter - 60 Movano und 53 Master - sind von diesem Mangel betroffen.


Herstellabhängige Benachrichtigung

Die beiden Aktionen sind bereits in Österreich angelaufen. Trotz baugleicher Modelle erfolgt die Verständigung der Fahrzeughalter auf unterschiedlichem Weg: Renault-Kunden werden direkt vom Importeur per Einschreiben informiert, Opel-Besitzer erhalten von ihrem Händler eine schriftliche Aufforderung zum Werkstattbesuch. Unfälle sind nach Angaben der beiden Importeure bisher keine bekannt geworden. Lediglich zwei Kundenbeanstandungen bezüglich mangelhafter Gurthalterungen sind bei Renault eingegangen.

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