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PSA-Konzern: Mehrere Rückrufe

peugeot 207 stat
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Insgesamt 5.949 Fahrzeuge aus dem PSA-Konzern (Citroen und Peugeot) sind in den vergangenen Wochen und Monaten österreichweit in die Werkstätten geholt worden. Betroffen waren unterschiedliche Baureihen aus dem hauseigenen Produkt-Portfolio. Beide Marken-Sprecher konnten allerdings keine näheren Angaben zum betroffenen Produktionszeitraum tätigen.

Undichtes Kraftstoffsystem

Mit einem möglichen Kraftstoffaustritt sind sowohl 362 Peugeot 807 und Expert als auch 252 Citroen C4, C4 Picasso, C8 und Jumpy konfrontiert gewesen. Wie die Sprecherin von Citroen Österreich dem ÖAMTC auf Anfrage mitteilt, könne die Kraftstoffrücklaufleitung durch einen möglichen Kontakt mit dem Kraftstofffilter-Halter eine Beschädigung davontragen. Dies führe im ungünstigen Fall zu einer Undichtigkeit der Kraftstoffleitung. Im Zuge des unplanmäßigen Werkstattaufenthalts wird an der fehlerhaft verlegten Leitung präventiv eine Schutzhülle montiert. Die damit verbundenen Arbeiten sollen innerhalb von zwei Stunden abgeschlossen sein, so Peugeot Austria gegenüber dem ÖAMTC.

Loses Reserverad

Bei 325 Citroen Jumper und 1.022 Peugeot Boxer bestehe die Gefahr, dass sich das Reserverad während der Fahrt aus der Halterung löst. Die nachfolgenden Verkehrsteilnehmer sind daher einem erhöhten Unfallrisiko ausgesetzt. Wie aus den jeweiligen Herstellerinformationen hervorgeht, sei die Winde zur Sicherung des Ersatzrades der Auslöser für den Rückruf. Diese könne keinen entsprechenden Halt des Reserverads nach dessen Benutzung gewährleisten. Als Abhilfemaßnahme wird zunächst die mangelhafte Winde kontrolliert und bei Bedarf durch eine modifizierte Variante ersetzt. Nach Angaben von Peugeot werden für die Instandsetzung maximal 60 Minuten veranschlagt.

Bremsprobleme

Aufgrund einer mangelhaften Verlegung der hinteren Bremsleitungen haben insgesamt 27 Peugeot 207 zurück in die Vertragswerkstätten müssen. Unter Umständen können dadurch die jeweiligen Leitungen beschädigt werden, was den Verlust von Bremsflüssigkeit zur Folge hat. Sollte der Mangel eintreten, sei die ordnungsgemäße Leistungsfähigkeit des Bremssystems nicht mehr gegeben. Laut Peugeot Austria werden innerhalb eines zweistündigen Werkstattaufenthalts zunächst die betroffenen Leitungen kontrolliert und gegebenenfalls erneuert.

Überlastung des Starters

Insgesamt 2.696 Peugeot 107 weisen ein Problem im Bereich des Starters auf. Ebenfalls von diesem Mangel betroffen sind die baugleichen Modelle Citroen C1 und Toyota Aygo. Bei den genannten Fahrzeugen könne der Anlasser ausfallen, da die Stromversorgung nach dem Startvorgang nicht mehr unterbrochen wird. In weiterer Folge lasse sich dadurch das Fahrzeug nicht mehr starten. Um diesem Effekt entgegenzuwirken, wird im Zündschloss der betroffenen Fahrzeuge ein Zeitrelais eingebaut, das nach maximal 90 Sekunden die Stromversorgung zum Anlasser unterbindet. Für diese Reparatur fallen ungefähr 120 Minuten an Arbeitszeit an, konstatiert Peugeot Austria.

Handbremse hakt

Bei 1.265 Citroen C4 Picasso mit elektrischer Parkbremse liege eine Nichtkonformität im Handbremssystem vor, erklärt die Sprecherin von Citroen Austria gegenüber dem ÖAMTC. Bei einigen Fahrzeugen sei die mechanische Wirkung der Parkbremse unzureichend – sie greift nur an einem der beiden Räder. Der Kunde wird durch die Meldung „Handbremssystem defekt“ im Multifunktionsdisplay auf den Mangel aufmerksam gemacht. Als Abhilfemaßnahme wird zunächst die Verlegung des Handbremsseils korrigiert und falls erforderlich das Seil komplett erneuert.

Importeure haben informiert

Sämtliche Aktionen sind in Österreich bereits angelaufen. Sowohl Citroen- als auch Peugeot-Kunden wurden rechtzeitig direkt vom Importeur angeschrieben und in die Vertragswerkstätten geladen. Der Citroen-Sprecherin zufolge sind die markeneigenen Aktionen bereits zu 85 Prozent (elektrische Parkbremse), 95 Prozent (Kraftstoffrückleitung) und 72 Prozent (Reserverad) abgearbeitet. Statusinformationen zu den jeweiligen Peugeot-Rückrufen liegen uns nicht vor.

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