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Nissan Rückrufe: Juke und Micra betroffen

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Der japanische Fahrzeughersteller Nissan ordert derzeit insgesamt 445 Fahrzeuge in zwei gesonderten Rückrufaktionen in die Vertragswerkstätten zurück. Bei den betroffenen Modellen Nissan Juke (F15) und Micra (K13) bereiten diverse Sensoren den Kunden Probleme.

Ladedrucksensor: Steuersignal nicht korrekt

Die erste Aktion betrifft lediglich das Crossover-Modell Nissan Juke mit Dieselaggregat. Bei insgesamt 129 Fahrzeugen, die zwischen März und November 2011 die Werkshallen verlassen haben, könne es in Einzelfällen zum Startversagen des Motors kommen, erklärt eine Sprecherin von Nissan Österreich gegenüber dem ÖAMTC. Ausschlaggebend hierfür ist ein Produktionsfehler im Bereich der Ladedrucksensor-Halterung. Durch eine entstehende Undichtigkeit am Halter werde vom Ladedrucksensor ein fehlerhaftes Signal an die Motorsteuerung weitergeleitet, das verantwortlich für die Startschwierigkeiten sei. Als Abhilfe wird an den Fahrzeugen die Sensorhalterung vorsorglich kontrolliert und bei Bedarf korrigiert. Laut Hersteller werden für die Instandsetzung maximal 20 Minuten Arbeitszeit veranschlagt.

Undichtigkeiten durch falsches Drehmoment

Bei insgesamt 316 Nissan Juke (231) und Micra (85) könne unter bestimmten Umständen Kraftstoff austreten. Betroffen sind Fahrzeuge, die zwischen März 2010 und Jänner 2012 vom Band gelaufen sind. Wie Nissan Österreich dem ÖAMTC auf Anfrage mitteilt, sei es möglich, dass der Kraftstoffsensor mit einem falschen Drehmoment festgezogen wurde, wodurch an der Dichtung Leckagen entstehen können. Im Zuge eines 90-minütigen Werkstattaufenthalts wird zunächst die Kraftstoffleitung auf Undichtigkeiten im Bereich des Kraftstoffsensors überprüft. Sollten in weiterer Folge Kraftstoffspuren identifiziert werden, wird der Sensor mit dem herstellerseitig vorgeschriebenen Anzugsmoment montiert.

Aktionen laufen, Kunden sind informiert

Beide Rückrufaktionen sind in Österreich vor geraumer Zeit bereits angelaufen. Die Kunden wurden rechtzeitig über den Versicherungsverband verständigt und in die Vertragswerkstätten geladen. Unfälle habe es in diesen beiden Zusammenhängen bisher keine gegeben, hält der Importeur abschließend fest.

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