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Mercedes-Benz Sprinter - Bremsflüssigkeit kann austreten

Möglicherweise kann es zu einem verlängerten Bremsweg kommen.

In Österreich werden 4.235 Mercedes-Benz Fahrzeuge zurückgerufen. Betroffen ist das Modell Sprinter (BR 907), hergestellt im Produktionszeitraum von November 2017 bis März 2020.

Eine Sprecherin von Mercedes-Benz teilte dem ÖAMTC auf Anfrage mit, dass es zu einem Kontakt der Bremsschläuche mit dem hinteren Teil des Innenkotflügels der Vorderachse kommen könnte. Sollte dies der Fall sein, kann es im Fahrbetrieb zu Scheuerstellen bis hin zum Durchscheuern des Bremsschlauches und somit zum Austritt von Bremsflüssigkeit kommen. Sofern der Fahrer die entsprechende Warnleuchte zum Bremsflüssigkeitstand im Kombiinstrument nicht beachtet, würde sich der Bremsweg verlängern und es könnte eine erhöhte Unfallgefahr bestehen.

Im Rahmen der Rückrufaktion werden bei den betroffenen Fahrzeugen die Bremsschläuche in der Fachwerkstatt geprüft und gegebenenfalls ausgetauscht. Die dafür veranschlagte Arbeitszeit beläuft sich laut Angabe der Sprecherin auf zirka 60 Minuten.    

Die Kunden der betroffenen Fahrzeuge werden über den österreichischen Versicherungsverband schriftlich verständigt. Die Rückrufaktion startete bereits am 29.04.2020. Es sind in diesem Zusammenhang keine Unfälle oder Personenschäden bekannt.