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Mercedes-Benz Rückrufaktion

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mercedes_sl600_2003fr  -  Bilder: Werk © ÖAMTC

Mercedes-Benz ruft weltweit insgesamt 1,3 Millionen Fahrzeuge wegen unterschiedlicher Mängel zurück. Wie Mercedes- Benz Österreich dem ÖAMTC auf Anfrage mitteilt, sind hierzulande 14.000 Fahrzeuge vom Rückruf betroffen.


Spannungsregler bei Fahrzeugen mit Sechs- und Achtzylinder-Benzinmotoren

Bei Fahrzeugen der Baureihen M-, C-, CLK-, E-, CL-, CLS-, S-, G- und SL-Klasse mit V6- und V8-Benzinmotoren aus dem Produktionszeitraum von Juni 2001 bis November 2004 wird der Spannungsregler geprüft und gegebenenfalls getauscht.

Der Grund: Im Spannungsregler des Generators kann sich durch ungünstige Temperatur- und Feuchtigkeitsbedingungen ein Klebeverbund lösen. Der Regler kann dann den benötigen Strom nicht mehr bereitstellen, wodurch es zu einer Beeinträchtigung bei den Komfortsystemen (wie z.B. Sitzheizung) kommen kann.

Abhilfe: Der Spannungsregler wird überprüft und im Bedarfsfall getauscht.


Neue Software für Batteriesteuergerät für E- und CLS-Klasse

Bei Fahrzeugen der Baureihen E- und CLS-Klasse aus dem Produktionszeitraum Jänner 2002 bis Jänner 2005 soll eine neue Software des Batteriesteuergerätes für die Optimierung der Stromversorgung sorgen.

Der Grund: Das Batteriesteuergerät steuert den Stromhaushalt des Fahrzeuges. Insbesondere bei niedrigen Ladeständen der Batterie werden sukzessive elektrische Verbraucher aus dem Komfortbereich, wie z.B. Sitzheizung oder COMAND, gezielt abgeschaltet. Aufgrund einer fehlerhaften Begrenzung des Speichers zur Anzeige des Batterieladezustandes ist nach einer gewissen Zeit keine Aktualisierung des tatsächlichen Ladezustandes mehr möglich.

Abhilfe: Neuprogrammierung des Batteriesteuergerätes


SBC-Bremsanlage der neuen E-, SL- und CLS-Klasse

Verbesserungen werden auch an der Bremsanlage der neuen E-, SL- und CLS-Klasse aus dem Produktionszeitraum Juni 2001 bis März 2005 vorgenommen. Bei einem Systemfehler geht die Bremsanlage in den Notbetrieb, wodurch sich der Bremsweg verlängert und die Pedalkraft erhöht. In Österreich sind auf Grund dieses Mangels - nach Angaben des Mercedes-Sprechers - bisher keine Unfälle bekannt geworden. Unfälle mit Sachschäden hat es in hingegen in Deutschland und Dänemark gegeben.


SBC-Bremsanlage: Fehlerhaftes Pumpenelement bei E- und SL-Klasse-Modellen

Im Detail wird bei E- und SL-Klasse-Modellen aus dem Bauzeitraum November 2003 bis Jänner 2004 auf Grund eines möglicherweise fehlerhaften Pumpenelements die Pumpeneinheit getauscht.

Der Grund: Im Pumpenelement, welches innerhalb der SBC-Hydraulikeinheit für den Druckaufbau verantwortlich ist, kommt es in einzelnen Fällen - aufgrund einer fehlerhaften Charge - zu einer verringerten Pressung zwischen Stützscheiben und Kolben. Das System kann dann in den vorgesehenen hydraulischen Funktionsmodus wechseln. Der Kunde wird in diesem Falle durch optische und akustische Warnsignale vorgewarnt.

Abhilfe: Die Hydraulikeinheit wird getauscht. Der dafür notwendige Zeitaufwand beträgt rund 4,5 Stunden.


SBC-Bremsanlage: Kontaktfehler im Kabelsatz der Hydraulikeinheit bei E-, SL- und CLS-Klasse

Ein möglicher Kontaktfehler beim Kabelsatz der Hydraulikeinheit bei E-, SL- und CLS-Klasse-Modellen aus dem Produktionszeitraum Juni 2001 bis März 2005 wird durch eine verbesserte Fixierung des Kabelsatzes an der Hydraulikeinheit behoben.

Der Grund: Ein Kontaktproblem, dass auf Vibrieren in der elektrischen Kontaktierung der SBC-Einheit zurückzuführen ist, wurde vereinzelt am Massenkontakt bei Fahrzeugen beobachtet. Bei allfälligen unplausiblen Signalen schaltet das SBC-System, wie vorgesehen, in den hydraulischen Funktionsmodus. Der Kunde wird in diesem Falle durch optische und akustische Warnsignale vorgewarnt.

Abhilfe: Der Kabelsatz wird mit einem Zusatzhalter an der Hydraulikeinheit fixiert und auch die Masseleitung wird vorsorglich getauscht. Der Zeitaufwand dafür beträgt rund eine Arbeitsstunde.

Die betroffenen Kunden werden schriftlich über den Versicherungsverband von der Rückrufaktion verständigt.

Für Rückfragen hat Mercedes-Benz unter der Nummer 00800 1 777 7777 eine Europa-Hotline eingerichtet.

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