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Mercedes-Benz A-Klasse - Bremsflüssigkeit kann austreten

Möglicherweise kann es durch zu lange Stoßdämpfer zu einem Bremsflüssigkeitsaustritt kommen.

Betroffen von der Rückrufaktion sind 14 Mercedes-Benz Fahrzeuge in Österreich. Betroffen ist die A-Klasse (BR 177) mit Mehrlenker-Hinterachse hergestellt im Produktionszeitraum von März 2018 bis November 2018.

Eine Sprecherin von Mercedes-Benz teilte dem ÖAMTC auf Anfrage mit, dass zu lange Stoßdämpfer an der Hinterachse verbaut wurden. In diesem Fall könnte die Hinterachse weiter ausfedern als vorgesehen. Dadurch könnten in Fahrsituationen mit starker Ausfederung der Hinterachse (z.B. Fahrt über Bordsteinkanten) die Bremsschläuche an der Hinterachse auf Zug beansprucht werden und sich in Folge deren Verschraubung am Bremssattel lockern. In diesem Fall könnten geringe Mengen Bremsflüssigkeit austreten. Wenn der Bremsflüssigkeitsstand im Ausgleichsbehälter den Minimal-Stand erreicht, wird der Fahrer durch eine rote Warnmeldung im Kombiinstrument auf den niedrigen Bremsflüssigkeitsstand hingewiesen. Wenn das Fahrzeug in diesem Zustand weiter betrieben wird oder wenn sich die Verschraubung des Bremsschlauches durch Vibrationen im Fahrbetrieb weiter lockert, könnte die Bremswirkung des betroffenen Bremskreises beeinträchtigt werden. Dadurch würde sich das Unfallrisiko erhöhen.

Im Rahmen der Rückrufaktion werden bei den betroffenen Fahrzeugen die Stoßdämpfer der Hinterachse überprüft und gegebenenfalls die Bremsschläuche an der Hinterachse ausgetauscht. Die dafür veranschlagte Arbeitszeit beläuft sich laut Angabe der Sprecherin auf maximal 4 Stunden in der Fachwerkstatt.  

Die Kunden der betroffenen Fahrzeuge wurden über den österreichischen Versicherungsverband schriftlich verständigt. Die Rückrufaktion startete im Februar 2019. Es sind in diesem Zusammenhang keine Unfälle oder Personenschäden bekannt.