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Kawasaki KLX250: 3 Probleme am Stück

aufmacher_kawasaki_klx250_f01 © ÖAMTC
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Der japanische Motorradhersteller Kawasaki holt europaweit die Baureihe KLX250 aufgrund verschiedener Mängel in die Vertragswerkstätten zurück. In Österreich sind insgesamt 99 Zweiräder aus den Modelljahren 2009, 2010 und 2011 betroffen. Laut Hersteller gehe von jedem einzelnen Defekt ein erhöhtes Sicherheitsrisiko für den Lenker hervor.

Brandgefahr

Einerseits können an den genannten Motorrädern während der Fahrt die beiden angeschweißten Tankhalterungen brechen, erklärt der österreichische Kawasaki-Importeur gegenüber dem ÖAMTC. Dies führe im ungünstigsten Fall zum Kraftstoffaustritt, wodurch die Gefahr eines Fahrzeugbrandes deutlich ansteigt. Als Auslöser nannte der Hersteller die auftretenden Belastungen an den Halterungen infolge des übermäßigen Spiels zwischen Kraftstofftank und den am Rahmen montierten Gummidämpfern.

Absterben des Motors möglich

Zum anderen sei es möglich, dass bei feuchten Bedingungen Wasser in die Steckverbindung des Motorsteuergeräts (ECU) bzw. Fahrzeugneigesensors gelangt und Korrosion an den jeweiligen Kontakten auslöst. Folglich könne der Motor jederzeit unerwartet absterben, was zu unkontrollierbaren Fahrsituationen führen kann. Wie auch beim dritten Defekt, wo der Kabelbaum der Kraftstoffeinspritzung wegen einer fehlerhaften Verlegung beschädigt werden kann.

Kostenlose Instandsetzung

Zur Fehlerbeseitigung werden an den betroffenen Zweirädern die entsprechenden Bauteile kontrolliert und gegebenenfalls ausgetauscht bzw. modifiziert. Nach Angaben von Kawasaki wird die Instandsetzung der Fahrzeuge im Optimalfall nicht länger als eine Stunde in Anspruch nehmen. Müssen jedoch Ersatzteile in diesem Zusammenhang bestellt werden, verlängert sich das Ausmaß des Werkstattaufenthalts entsprechend. Alle durchzuführenden Arbeiten sind für die Kunden selbstverständlich kostenlos, betont der Importeur.

VVO und Händler informieren zugleich

Die Rückrufaktion ist vor Kurzem in Österreich bereits angelaufen. Alle involvierten Besitzer wurden entweder direkt über den Versicherungsverband (VVO) oder den betreuenden Vertragshändler informiert und aufgefordert, so schnell wie möglich eine Werkstatt aufzusuchen. Unfälle sind bisher keine gemeldet worden.

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