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Defender Rückruf: Wegroll-Gefahr

landr_defender08_stat © ÖAMTC
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Der britische Geländewagenhersteller Land Rover ruft weltweit das Traditionsmodell Defender wegen möglicher Bremsprobleme in die Vertragswerkstätten zurück. Betroffen sind alle Aufbauvarianten (90/110/130) mit Vierzylinder-Dieselmotor, die zwischen 7. Juni 2007 und 13. Jänner 2008 gefertigt wurden. In Österreich müssen 222 Defender zur Kontrolle.


Beim Parken Gang einlegen nicht vergessen

Bei einigen Fahrzeugen kann es durch einen beschädigten Dichtungsring zum Ölaustritt am Verteilergetriebe kommen, teilt Land Rover Austria Sprecher Dieter Platzer dem ÖAMTC auf Anfrage mit. Es bestehe die Möglichkeit, dass Öl in die direkt dahinter liegende zentrale Handbremstrommel gelangt und in weiterer Folge die Leistung der Handbremse reduziert. Sollte der Mangel auftreten, so kann die vollständige Wirkung der Feststellbremse unter bestimmten Bedingungen - Parken im Gefälle ohne eingelegten Gang - seitens des Herstellers nicht gewährleistet werden.


Großbritannien: Defender rollte alleine weg

Als Abhilfemaßnahmen erhalten die betroffenen Fahrzeugen neue Dichtungsringe, bei Bedarf werden zusätzlich die Bremsbacken ausgetauscht. Die nötigen Instandsetzungsarbeiten sollen laut Importeur ungefähr 60 Minuten andauern. In Österreich sind bisher keine Zwischenfälle in diesem Zusammenhang gemeldet worden. Nach Angaben von Land Rover Austria ist in Großbritannien allerdings ein geparkter Defender vermutlich durch diesen Fehler in das davor stehende Auto gerollt.

Die Rückrufaktion ist bereits angelaufen. Alle betroffenen Fahrzeugbesitzer wurden im Auftrag von Land Rover Austria über den Versicherungsverband verständigt.

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