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Aktuelle Nissan-Rückrufe

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Insgesamt 2.835 Fahrzeuge des japanischen Automobilherstellers Nissan werden momentan in Österreich zurück in die Vertragswerkstätten geordert. Im Detail liegen bei den Modellen Nissan Navara, Pathfinder und Qashqai diverse sicherheitsrelevante Mängel vor, die im Rahmen von drei voneinander unabhängigen Rückrufaktionen behoben werden.

Autonomer Fahrersitz

1.534 Nissan Navara und Pathfinder mit elektrischer Sitzverstellung, die zwischen 1. November 2004 und 5. November 2009 die Werkshallen verlassen haben, müssen zur Kontrolle bzw. Modifizierung des Fahrersitz-Kabelstrangs in die Vertragswerkstätten, erklärt eine Sprecherin von Nissan Österreich gegenüber dem ÖAMTC. Aufgrund einer unzureichenden Befestigung des Sitzkabelbaums könne dieser bei Veränderung der Sitzposition beschädigt werden. Im schlimmsten Fallen komme es zu Fehlkontakten, die eine eigenständige Verstellung des Fahrersitzes verursachen. Laut dem Hersteller werden die anfallenden Instandsetzungsarbeiten ungefähr 45 Minuten dauern.

Abdeckung drückt auf Sitzverstellung

Bei weiteren 880 Fahrzeugen der Modellreihen Navara und Pathfinder, ebenfalls aus dem oben erwähnten Produktionszeitraum, bestehe zudem die Möglichkeit, dass der Sitzverstellungsschalter durch eine Kunststoffabdeckung betätigt wird. Dieser Mangel könne sowohl am Fahrer- als auch Beifahrersitz auftreten, teilt Nissan Österreich dem ÖAMTC mit. Auch dieser Umstand führe zu einer ungewollten Sitzverstellung im Fahrbetrieb. Als Abhilfe wird bei den betroffenen Fahrzeugen die montierte Kunststoffabdeckung durch eine modifizierte Variante ersetzt, wofür maximal 15 Minuten benötigt werden.

Undichtigkeit und Startprobleme

Mögliche Kraftstoffleckagen bei 421 Nissan Qashqai mit 1,6-Liter dCi-Motor, die zwischen 25. September 2011 und 5. Jänner 2012 produziert wurden, sind der Auslöser für eine weitere Rückrufaktion. Den Herstellerangaben zufolge wurde die Kraftstoffleitung nicht ordnungsgemäß am Kraftstofffilter montiert, weshalb in diesem Bereich Diesel austreten kann. Des Weiteren wurde bei diesen Fahrzeugen der Stecker für die Dieselvorwärmung nicht korrekt befestigt. Startprobleme in der kalten Jahreszeit seien die Konsequenz daraus. Innerhalb eines knapp 10-minütigen Werkstattaufenthalts werden sämtliche Anschlüsse bzw. Steckverbindungen kontrolliert und bei Bedarf korrigiert.
Alle genannten Aktionen sind in Österreich bereits gestartet. Die betroffenen Kunden sind rechtzeitig vom Versicherungsverband verständigt und aufgefordert worden, so schnell wie möglich eine Vertragswerkstätte aufzusuchen. Dem Importeur zufolge habe es bisher keine Unfälle mit Sach- oder Personenschäden gegeben.

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