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Sicher mit Fahrrad und E-Bike durch den Winter

Richtige Beleuchtung und geeignete Bereifung wichtig – auch auf Fahrtwind und Fahrbahnverhältnisse achten  

Auch in der kalten Jahreszeit kann man mit Fahrrad und E-Bike gut Wege zurücklegen. Weil es aber spät hell und zeitig dunkel wird, ist eine funktionierende Beleuchtung und vollständige Ausstattung besonders wichtig. Denn schlechte Sicht birgt ein erhöhtes Unfallrisiko. "Damit Lenker von Fahrrad und E-Bike besser sichtbar und damit sicherer unterwegs sind, sind sowohl eine vollständige, funktionierende Beleuchtung als auch der Einsatz von Reflektoren unerlässlich", weiß ÖAMTC-Juristin Eva Unger. Sie kennt die Vorschriften: Fahrräder und E-Bikes müssen vorn mit einem weiß oder hellgelb leuchtenden, am Rad angebrachten Scheinwerfer ausgestattet sein, der die Fahrbahn mit ruhendem Licht beleuchtet. Hinten ist ein rotes Rücklicht Pflicht, das auch blinken und bspw. am Rucksack angebracht sein darf. Fahrräder und E-Bikes müssen außerdem mit Reflektoren ausgerüstet sein: vorne weiß, hinten rot, an den Pedalen nach vorn und hinten gerichtete Reflektoren, an den Rädern Katzenaugen oder alternativ Reifen mit reflektierenden Umrandungen bzw. Reflektorsticks. Reflektierende Sticker für die Kleidung, Klackbänder für Arme und Beine sowie Warnwesten erhöhen die Sichtbarkeit zusätzlich.

Die Juristin des Mobilitätsclubs warnt: "Ohne geeignete Beleuchtung riskiert man nicht nur die Sicherheit von sich und anderen – eine mangelhafte Ausrüstung oder fehlende Beleuchtung kann auch eine Strafe von bis zu 726 Euro nach sich ziehen." Führt schlechte oder fehlende Beleuchtung zu einem Unfall, können ein Mitverschulden, Schadenersatzforderungen und im Falle eines Personenschadens ein gerichtliches Strafverfahren die Folge sein. Die Expertin des Mobilitätsclubs rät: "Der Zustand und die optimale Funktion der Beleuchtung sollten regelmäßig überprüft werden. Am besten hat man immer auch Ersatzlampen dabei." Sind Radfahranlagen im Winter gar nicht oder unzureichend geräumt, müssen diese nicht benutzt werden, wenn es unzumutbar bzw. gefährdend ist oder sie nicht benutzt werden können.

Reifen sollten ausreichend Profil haben – was bei abnehmbaren Akkus zu beachten ist

Den Fahrradreifen muss im Winter weitaus mehr Beachtung geschenkt werden als im Sommer. Denn in der Materialzusammensetzung gibt es durchaus Unterschiede – neben speziellen Winterreifen gibt es auch Spikereifen. "Bei Fahrradreifen ist zwar keine Mindestprofiltiefe vorgeschrieben, dennoch ist es unverzichtbar, auf ausreichend Profil zu achten. Das sorgt für mehr Grip auf der Straße. Alles andere wäre ein Sicherheitsrisiko", weiß ÖAMTC-Techniker Steffan Kerbl. "Im Winter kann auch der Luftdruck im Reifen etwas reduziert werden, was sich meist schon durch die geringeren Außentemperaturen von selbst ergibt."

"Elektrofahrräder sind mit gut abgeschirmter Elektrik und Elektronik ausgestattet. Der Schwachpunkt sind die Kontaktpunkte zwischen Akku und Antrieb am Fahrrad, wenn der Akku abnehmbar ist. Diese Kontakte sollte man im Auge behalten und gelegentlich mit einem Spritzer Mos2-Öl versehen", rät Kerbl. "Das Elektrofahrrad sollte im Winter oder bei Niederschlag keinesfalls im Freien stehen. Der Akku kann übrigens nur vernünftig geladen werden, wenn er zumindest Kellertemperatur, also etwa 10 Grad Celsius hat."

Fahrtwind nicht unterschätzen – warme Kleidung wichtig, Straßensalz setzt Rädern zu

Neben der Außentemperatur gilt es auch auf den Fahrtwind zu achten. "Bei einer Temperatur von minus 5 Grad wirken 25 km/h, als hätte es draußen minus 12 Grad", erklärt Kerbl. "Neben einer passenden Jacke sind Handschuhe dringend angeraten. Andernfalls riskiert man, nicht mehr kontrolliert bremsen zu können." Wer seine Kinder im Winter auf dem Fahrrad mitnehmen möchte, sollte sich bewusst machen, dass diese noch leichter auskühlen als Erwachsene. 

"Winterliche Straßen sind durchaus auch salznass. Dadurch entsteht Sole, die am Fahrrad und der Bekleidung festklebt", so Experte Kerbl. "Beim Fahrrad sollten alle metallischen und beweglichen Teile im Auge behalten und regelmäßig gereinigt werden. Die Kette benötigt außerdem besondere Aufmerksamkeit und muss regelmäßig geölt werden." Dasselbe gilt für Schalt- und Bremszüge und bei außen liegenden Schaltkomponenten für die Umwerfer. Bei Schnee oder Glatteis sollte generell nicht gefahren werden. "Egal, wie viel Routine man aufgebaut hat – auf einer Asphaltfläche mit Eisschicht macht das Fahrrad nicht mehr mit. Es herrscht höchste Sturzgefahr", mahnt der Experte des Mobilitätsclubs abschließend.

Rückfragehinweis für Journalisten:

ÖAMTC | Öffentlichkeitsarbeit
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Sichtbarkeit im Dunkeln ©  ÖAMTC/Postl Sichtbarkeit im Dunkeln © ÖAMTC/Postl
Sichtbarkeit im Dunkeln - Radfahren © OEAMTC APA-Fotoservice Hörmandinger Sichtbarkeit im Dunkeln - Radfahren © OEAMTC APA-Fotoservice Hörmandinger
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