ÖAMTC-Technikexperte gibt Tipps fürs E-Biken im Sommer
Akku unbedingt vor Hitze schützen – ausführliche Beratung vor Kauf sinnvoll
E-Bikes erfreuen sich größter Beliebtheit, insbesondere im Sommer. ÖAMTC-Techniker Dominik Darnhofer hat einige Tipps für die heiße Saison, damit E-Biker:innen gut und sicher von A nach B kommen.
Akku – Laden, Lagerung, Wartung, Entsorgung
Der Akku ist ein teures Verschleißteil des E-Bikes. Je nach Nutzung altert er unterschiedlich schnell. Die Tipps des ÖAMTC-Technikexperten zur Schonung der "Kraftzelle":
- Richtig laden: Wichtig ist, ein Original-Ladegerät zu verwenden, das für die spezifische Batterie codiert ist.
- Richtig lagern: Um die Lebenszeit eines Akkus zu verlängern, sollte er trocken und bei ca. 10 bis 20 Grad gelagert werden. Während einer längeren Pause ist es ratsam, den Ladezustand zwischendurch zu kontrollieren und wieder aufzuladen. Je nach Hersteller wird ein Ladungszustand zwischen rund 60 und 100 Prozent empfohlen.
- Richtig warten: Der Akku verträgt keine extremen Temperaturen – die pralle Sonne kann ihn schädigen. "Fällt der Akku zu Boden oder weist Beschädigungen auf, darf man ihn danach niemals selbstständig öffnen – am besten bringt man den Akku direkt zu Fachhändler:innen", warnt Darnhofer.
- Richtig entsorgen: Akkus sind Gefahrengut und gehören somit in den Sondermüll. Fachhändler:innen, die Elektrofahrräder verkaufen, nehmen die Akkus kostenlos wieder zurück. In Wien kann man sie alternativ auch zu den Sammelstellen der MA 48 bringen.
E-Bike-Kauf: eigene Nutzungszwecke ausschlaggebend, am besten mehrere Modelle testen
"Ein E-Bike ist eine Anschaffung im Wert von mehreren Tausend Euro. Entsprechend wichtig ist es, sich bereits vor dem Kauf gut zu informieren", so der ÖAMTC-Experte. Am besten sucht man Händler:innen auf, die mehrere Marken und unterschiedliche Antriebskonzepte anbietet.
Was man sich bereits vorab überlegen sollte: Wie und wo man das Rad einsetzen möchte. "Kurze oder lange Strecken, steiles oder ebenes Gelände, langsame oder sportliche Fahrten – es gibt E-Bikes für alle möglichen Anwendungsfälle", sagt Darnhofer. Nach dieser grundlegenden Entscheidung, die man am besten ausführlich mit dem:der Händler:in bespricht, sollte eine Probefahrt folgen, um ein gutes Gefühl für das möglicherweise neue Rad zu bekommen. "Bei dieser Gelegenheit merkt man gleich, ob die Ergonomie stimmt – also ob Rahmen und Sitzposition passen", hält der Techniker des Mobilitätsclubs fest. Zudem ist es ratsam, bereits vor dem Kauf einen Blick in die Betriebsanleitung zu werfen – so können etwaige Fragen, z. B. auch zu Garantie, Reichweiten oder Belastbarkeit, schon bei den Profis im Geschäft abgeklärt werden.
Der ÖAMTC-Experte Darnhofer empfiehlt außerdem, gleich einen passenden Helm mitzukaufen: "Allein die im Vergleich zu herkömmlichen Fahrrädern höhere Geschwindigkeit kann bei Unfällen besonders schwere Verletzungen zur Folge haben."
Wer plant, das neue E-Bike mit dem Auto zu transportieren, sollte einen entsprechend stabilen Fahrradträger haben. Daher muss man im Vorfeld auch prüfen, ob die Stützlast des Pkw überhaupt für das Gewicht des Elektro-Bikes ausreicht. Der Fahrrad-Akku sollte beim Transport mit dem Auto abgenommen und im Wageninneren verstaut werden.
Mobilitätsclub bietet E-Bike Kurse an
Der ÖAMTC bietet E-Bike Kurse für Einsteiger:innen, Umsteiger:innen und Senior:innen an. Diese Kurse sind die ideale Möglichkeit, um Routine und Sicherheit am motorisierten Fahrrad zu gewinnen. Nähere Informationen rund um das Thema Fahrrad & E-Bike gibt es unter www.oeamtc.at/fahrrad