PRESSE

PRESSE

Fahrzeugschäden durch Waschstraße – Haftung wird meist abgelehnt

AGB schließen Haftung oft aus, Ansprüche bei Fehlfunktion der Waschanlage möglich

Der Frühling bietet sich an, um das Auto einer ordentlichen Reinigung zu unterziehen. Rasch und bequem erledigt das eine Waschstraße. Das Risiko dabei: Das Fahrzeug kann beschädigt werden – Scheibenwischer können demoliert, Spiegel zerkratzt oder Antennen gebrochen werden. Ob der Betreiber die Haftung übernimmt, entscheidet die Ursache für den Schaden. "Hat man beispielsweise die Seitenspiegel nicht eingeklappt und diese werden in der Waschstraße beschädigt, berufen sich Betreiber meist auf ihre Allgemeinen Geschäftsbedingungen. Darin wird praktisch immer die Haftung für außen an der Karosserie angebrachte Teile wie Spiegel, Antennen oder Dachträger abgelehnt, wenn diese nicht eingeklappt oder abmontiert waren", erklärt ÖAMTC-Juristin Tanja Tretzmüller.

Waschstraßenbetreiber muss seine Unschuld beweisen, Clubjuristen unterstützen

Der Schaden am Auto kann aber auch durch eine Fehlfunktion der Waschanlage entstanden sein. In diesem Fall braucht man sich als Kunde nicht mit der Ablehnung der Ansprüche abfinden. "Zwischen Betreiber und Kunde besteht ein Werkvertrag. Daher kommt es zu einer Umkehr der Beweislast für Schadenersatzforderungen. Das heißt, der Betreiber kann haftbar gemacht werden, wenn er seine Unschuld nicht beweisen kann", sagt die Expertin des Mobilitätsclubs. "Es ist daher ratsam, so viele Beweise wie möglich zu sammeln. Beschädigte Teile, Fotos sowie Zeugen können im Nachhinein hilfreich sein." Weigert sich der Betreiber, die Haftung zu übernehmen, können sich Clubmitglieder kostenlos an die Juristen der ÖAMTC-Rechtsberatung wenden, Kontakt unter www.oeamtc.at/rechtsberatung.

Für Autowäsche zuhause drohen bis zu 72 Euro Strafe

Abschließend rät Tretzmüller davon ab, die Autowäsche zuhause durchzuführen. "Verschmutzt man dabei die Straße, können Strafen von bis zu 72 Euro verhängt werden. Die Fahrt in die Waschstraße ist aber vor allem der Umwelt zuliebe die bessere Wahl."

Rückfragehinweis für Journalisten:

ÖAMTC | Öffentlichkeitsarbeit
T +43 (0)1 711 99 21218
kommunikation@oeamtc.at
https://www.oeamtc.at

Artikel drucken Pressemappe herunterladen
Kontakt

Öffentlichkeitsarbeit

Bei allen Fragen zum Thema Mobilität, z. B. Crashtests, Kraftstoffpreisen, Gesetzesinitiativen, Unfallstatistiken, alternativen Antrieben, Pannenhilfe und Einsatzzahlen sowie sämtliche Fragen zu Reise, Fahrtechnik und Flugrettung.

Mobilitätsinformation

Bei Fragen zur aktuellen Verkehrslage und Straßeninfrastruktur sowie Telematik.

In dieser Fenstergröße bietet die mobile Ansicht besseren Überblick! Wenn Sie die Ansicht wechseln möchten, klicken Sie den Button jetzt wechseln