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ÖAMTC-Schutzbrief-Nothilfe verzeichnete im vergangenen Jahr 210.000 Anrufe

Mehr als 54.000 Hilfeleistungen erbracht, 2.450 verletzte/erkrankte Personen zurückgeholt

Schutzbrief Flotte © ÖAMTC
Schutzbrief Flotte © ÖAMTC

Im vergangenen Jahr läuteten die Telefone der ÖAMTC-Schutzbrief-Nothilfe ca. 210.000 Mal, das sind durchschnittlich 570 Anrufe täglich und eine Steigerung von rund 8 Prozent gegenüber 2016. Somit wurde 2017 erstmals die 200.000er-Anrufer-Grenze überschritten.

Für insgesamt 2.450 verletzte oder erkrankte Österreicher organisierte der ÖAMTC den Heimtransport aus dem In- und Ausland – mit Linienflugzeugen (oft in Begleitung eines Arztes oder Sanitäters), mit Ambulanzfahrzeugen oder mit einem ÖAMTC-Fahrer im eigenen Auto. Ein Ambulanzjet startete 86 Mal für die Rückholung eines Patienten aus dem Ausland.

Mehr als die Hälfte der 54.000 Hilfeleistungen 2017 wurden vom Club im Inland erbracht. Auch die Zusammenarbeit mit den Partnerclubs im Ausland war im Vorjahr einmal mehr sehr intensiv: Rund 19.000-mal mussten die Pannenfahrer der ausländischen ÖAMTC-Partner 2017 zur Pannenhilfe für Schutzbrief-Inhaber ausrücken. Insgesamt 3.900 fahruntüchtige Fahrzeuge wurden aus dem Ausland zurückgebracht, dazu kommen 4.800 Fahrzeugrückholungen innerhalb Österreichs. 

Hochsaison in der ÖAMTC-Schutzbrief-Nothilfe war auch 2017 in den Monaten Juli und August (60.600 Anrufe). Die Sommermonate sind immer eine besondere Herausforderung für den Club, da es im Schnitt ca. 1.000 Anrufe pro Tag gibt. 

Über 3,2 Millionen Österreicher durch Schutzbrief geschützt

Mit Ende 2017 hatten über 1,47 Millionen der knapp 2,17 Millionen ÖAMTC-Mitglieder einen Schutzbrief. Weil damit Partner und Kinder im gleichen Haushalt geschützt sind, bedeutet das, dass statistisch über 3,2 Millionen Österreicher durch den ÖAMTC-Schutzbrief abgesichert sind (Berechnungsgrundlage: Statistik Austria, durchschnittliche Haushaltsgröße). 

Drei Beispiele aus der ÖAMTC-Schutzbrief-Nothilfe

  • Auf den Kanaren rutschte ein Tiroler am Pool aus und zog sich dabei eine schwere Oberschenkelfraktur zu. Die Schutzbrief-Nothilfe wurde über die ÖAMTC-App alarmiert. Die Verletzung machte eine Operation notwendig, die allerdings im örtlichen Krankenhaus nicht durchgeführt werden konnte. Weil sich der Transport des Patienten als schwierig gestaltete, wurde der Ambulanzjet eingesetzt. Innerhalb weniger Stunden organisierte der ÖAMTC Ambulanzfahrzeuge, Jet und Heimholung der Ehefrau. Die Kosten von ca. 20.000 Euro wurden zur Gänze von der Schutzbrief-Nothilfe übernommen.
  • Ein Kärntner erlitt in Italien beim Tennisspielen einen Herzstillstand. Er wurde vor Ort reanimiert und im Krankenhaus sofort operiert. Zusätzlich waren einige Tage auf der Herzüberwachung notwendig, bevor ein Transport organisiert werden konnte. Als der Patient soweit stabil war, wurde er per Krankenwagen und Arztbegleitung sowie Monitoring in sein Heimatkrankenhaus gebracht.
  • Ein ÖAMTC-Mitglied aus der Steiermark war gemeinsam mit Ehefrau und Freunden auf einer Schifffahrt auf der Ostsee unterwegs. Plötzlich klagte der Patient über Herzprobleme und Schwindel. Die Schiffsärzte ließen ihn per Hubschrauber auf das Festland überstellen, wo er im Seemannsspital Klaipeda (Litauen) behandelt und nach einigen Stunden entlassen wurde. Das Schiff mitsamt der Ehefrau und dem Wohnmobil des Steirers hatte in der Zwischenzeit in Kiel (Deutschland) angelegt. Für den Patienten wurde am nächsten Tag ein Flug nach Kiel organisiert, an eine selbständige Heimfahrt mit dem Wohnmobil war jedoch nicht zu denken. Daher wurde von der Schutzbrief-Nothilfe ein Fahrer eines Vertragspartners (Grünes Kreuz) nach Kiel geschickt, um Wohnmobil und Mitglied zurück nach Österreich zu fahren – inklusive Übernachtung aufgrund der Streckenlänge. Alle angefallenen Kosten (darunter Flugtickets, Hubschrauberrettung, Taxi- und Übernachtungskosten usw.) wurden zur Gänze von der ÖAMTC-Schutzbrief-Nothilfe übernommen.
ÖAMTC Flotte

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