Artikel drucken
Drucken

Verkehrsberuhigung der Goldschlagstraße

Warnung vor Verschlechterungen und Kritik an Fragestellung

Rechtstipp: Einbahn © Produktion: Astrid Miller,  Walter Miller, Franziska Stotze
Einbahn  -  Was Radfahrer dürfen und was nicht. Unsere Juristin klärt auf. (9/2012) © Produktion: Astrid Miller, Walter Miller, Franziska Stotze
einbahn_2.jpg © ÖAMTC
Einbahn.jpg © ÖAMTC


Der Wiener Bezirk Rudolfsheim Fünfhaus hat in den vergangenen Wochen eine Befragung der Bürger im Goldschlagstraßenviertel durchgeführt – nun läuft die Einsendefrist der Befragungsbögen ab. Geplant ist eine Verkehrsberuhigung, bei der die Bewohner für eine von zwei Varianten stimmen konnten.

"Die beiden Varianten sehen Einbahnführungen und andere Maßnahmen wie Sperren vor, die ein Durchfahren durch das Gebiet nur über Umwege ermöglichen, obwohl in dem Bereich bereits Wohnstraßen bestehen und eine Tempo-30-Zone gilt. Inwieweit man damit tatsächlich eine Verkehrsberuhigung erreichen kann, ist mehr als fraglich. Durch die erschwerte Parkplatzsuche könnte sogar mehr Verkehr erzeugt werden", so Jurist Nikolaus Authried. Die vorliegenden Pläne lassen auch die Auswirkungen auf den Radverkehr offen. "Je nach Variante sind an einer oder an mehreren Stellen offenbar bauliche Straßensperren beabsichtigt, obwohl die Goldschlagstraße ursprünglich bis zum Gürtel als Fahrradstraße ausgestaltet werden sollte". 
 Im Vorfeld wurde bereits ein angrenzendes Gebiet ohne Meinungsumfrage verkehrsberuhigt. "Der Verkehrsstrom soll nun offenbar primär auf den Neubaugürtel verlagert werden. Dieser ist aber bereits jetzt vor allem in den Tagesrandzeiten überlastet und mit den geplanten Maßnahmen wird sich diese Situation noch weiter zuspitzen", befürchtet Authried weiter. Bedenklich ist außerdem die Tatsache, dass die Bürger nur die Wahl zwischen zwei Varianten hatten, aber nicht für die Beibehaltung des Ist-Zustandes stimmen konnten. "Wenn daher das Abstimmungsergebnis nicht mit einer hohen Beteiligung klar für eine der beiden Varianten ausgeht, kann daraus keinesfalls ein Bürgerwille abgeleitet werden".
 

Mehr News

News aus Wien

In dieser Fenstergröße bietet die mobile Ansicht besseren Überblick! Wenn Sie die Ansicht wechseln möchten, klicken Sie den Button jetzt wechseln