Jetzt Drucken
Montag, 27.Juli 2020

"Pop-up-Radwege" in Wien

Vier wichtigte Verbindungen betroffen

Hörlgasse Popup Radweg © ÖAMTC (GD)

Hörlgasse Popup Radweg

Hörlgasse Popup Radweg © ÖAMTC (GD)

Hörlgasse Popup Radweg

Hörlgasse Popup Radweg © ÖAMTC (GD)

Hörlgasse Popup Radweg

Hörlgasse Popup Radweg © ÖAMTC (GD)

Hörlgasse Popup Radweg

Hörlgasse © ÖAMTC (GD)

Hörlgasse

Hörlgasse © ÖAMTC (GD)

Hörlgasse

Praterstraße Popup Radweg © ÖAMTC

Praterstraße Popup Radweg

Praterstraße Popup Radweg © ÖAMTC

Praterstraße Popup Radweg

Praterstraße Popup Radweg © ÖAMTC

Praterstraße Popup Radweg

Praterstraße Popup Radweg © ÖAMTC

Praterstraße Popup Radweg

Obere Donaustraße - Türkenstraße - Hörlgasse

Der längste Pop-up-Radweg Wiens ist umgesetzt. Der einen Kilometer lange temporäre Radstreifen ist bergauf in Richtung Zentrum eingerichtet und reicht von der Oberen Donaustraße über die Roßauer Brücke, die Türkenstraße und die gesamte Länge der Hörlgasse sowie die Straße des 8. Mai bis zur Universitätsstraße. Dabei wird eine von drei Fahrspuren zur Pop-up-Radspur. Langfristig soll die Hörlgasse verkehrsberuhigt und fahrradfreundlich werden, so der Plan der Stadt. 

Eine orange Linie trennt die rechte Fahrspur, die nun von Radfahrern benutzt werden kann, vom Rest der Fahrbahn. Die "Pop-up-Bikelane“ ist zudem mit orangefarbenen Rad-Piktogrammen gekennzeichnet. An neuralgischen Punkten wurden Leitbaken aufgestellt.

Die Verkehrsexperten orten zeitweise Verzögerungen und Staus, speziell im Abendverkehr.

Kein Vorbild für eine Umgestaltung

Die Einrichtung dieses Pop-Up-Radweges in der Hörlgasse ist für den Mobilitätsclub nicht nachvollziehbar, zumal in benachbarten Parallelstraßen ohnehin drei Hauptradrouten verlaufen – und zwar Berggasse, Maria-Theresien-Straße und natürlich der Ring. "Dementsprechend niedrig ist die Auslastung des neuen Radfahrstreifens“, so Clubexperte Matthias Nagler. Am ersten Tag nach Einführung des Pop-Up-Radweges wurden gerade einmal sieben Radfahrer innerhalb einer halben Stunde gezählt. Darüber hinaus könnten die unübersichtlichen Querungsstellen in Kreuzungsbereichen zu Unfällen mit Rechtsabbiegern führen: „Sichere Radfahrinfrastruktur kann nicht einfach über Nacht geschaffen werden, sondern erfordert sorgfältige Planung“. 

Eine Verkehrsberuhigung von Hauptverkehrsstraßen ist ohnehin nicht sinnvoll, weil so der Verkehr in die Wohngebiete ausweicht. Wird festgestellt, dass die Belastung für den Kfz-Verkehr in keinem akzeptablen Verhältnis zum Nutzen für den Radverkehr steht, so ist die Behörde gefordert, ihn wieder aufzulassen und die Verkehrsorganisation entsprechend den tatsächlichen Bedürfnissen der Verkehrsteilnehmer anzupassen.

Praterstraße

Für den "Pop-up-Radweg" steht den Autofahrern in der Leopoldstadt auf der Praterstraße Richtung Praterstern nur mehr ein Fahrstreifen zur Verfügung. Stadteinwärts bleiben der bestehende Radstreifen neben dem Gehsteig vorhanden und beide Fahrstreifen für die Autofahrer.

Wagramer Straße

Auf der Wagramer Straße von der Kagraner Brücke bis zur Arbeiterstrandbadstraße in Fahrtrichtung stadteinwärts ist der rechte von drei Fahrstreifen für Radfahrer reserviert.

Die Umwidmungen der Praterstraße und Wagramer Straße sollen bis 4. September gelten. Begründet wurden diese einschneidenden Maßnahmen mit "mehr Platz für alle im öffentlichen Raum".

Lassallestraße

Seit 9. Juni ist auch in der Lassallestraße von der Venediger Au bis zur Vorgartenstraße Richtung Reichsbrücke ein weiterer Pop-up-Radweg eingerichtet. Stadtauswärts ist einer der drei Fahrstreifen bis September für Radfahrer reserviert.

Weiterführende Links