Offener Brief an Wiener Stadtregierung

Verkehrsmaßnahmen in Wiener Innenstadt: Club fordert sachliche Diskussion

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Stau Wien © oeamtc

Der ÖAMTC zeigt sich über den jüngst medial kolportierten Vorstoß, im 1. Wiener Gemeindebezirk eine Fahrverbotszone einzurichten, irritiert. "Maria Vassilakou spricht von Fahrverboten, ohne Details darzulegen. Derartige Aussagen ohne jegliches Konzept verunsichern nur die Bevölkerung, solange niemand weiß, wen ein solches Verbot wann und in welchem Ausmaß betrifft", kritisiert Bernhard Wiesinger, Leiter der ÖAMTC-Interessenvertretung."

Vizebürgermeisterin Vassilakou hat offensichtlich weder Bezirks- noch Interessenvertreter von ihrer Idee in Kenntnis gesetzt. Das lässt die Aktion wie eine Kurzschlusshandlung nach der Niederlage im Rahmen der Bürgerbefragung über Bewohnerparkzonen im 1. Bezirk erscheinen, übt der Club Kritik.

ÖAMTC mit offenem Brief an Ludwig und Vassilakou

Gerade zum Thema von Fahrverboten in Innenstädten gibt es viele Umsetzungsvarianten. Zahllose Fragen müssen daher gestellt und dann auch verantwortungsbewusst beantwortet werden. "Bei dermaßen sensiblen Themen darf man die politische Diskussionsebene nicht verlassen. Nebulose Halbinformationen vorzeitig an die Öffentlichkeit zu tragen und alle anderen vor vollendete Tatsachen stellen zu wollen, ist keiner Seite dienlich.", stellt Wiesinger klar. Der Club hat sich daher in einem offenen Brief an den künftigen Bürgermeister Michael Ludwig und auch an Vizebürgermeisterin Maria Vassilakou gewandt.

Von Verboten und Beschränkungen hält der Club wenig. Stattdessen oder zumindest zeitgleich müssen ausreichende Abstellmöglichkeiten wie vor allem leistbare und gut erreichbare Garagen außerhalb und gute öffentliche Verbindungen innerhalb einer Fahrverbotszone zur Verfügung stehen. Und eine Beschränkung im Innenstadtbereich darf kein Startschuss oder Freibrief für eine schrittweise Ausdehnung auf größere Stadtgebiete wie etwa bei der Parkraumbewirtschaftung sein. Abgesehen davon muss die Bevölkerung befragt werden, welche und wie weit reichende Maßnahmen sie für sinnvoll und notwendig hält.

Der offene Brief kann hier als PDF abgerufen werden.

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