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Tipps für Staugeplagte

Vorbereitet sein, Nerven bewahren und Rettungsgasse bilden.

Rettungsgasse auf der Autobahn © ÖAMTC/Schu
Rettungsgasse auf der Autobahn © ÖAMTC/Schu

Heuer verreisen wieder viele mit dem Auto in den Sommerurlaub – Staus unterwegs und an den Grenzen sind die unvermeidliche Folge. Da sie neben Verzögerungen auch Unfallrisiken bergen, hat ÖAMTC-Verkehrspsychologin Marion Seidenberger einige Tipps zusammengestellt, wie man sich bestmöglich verhält:

  • Vorbereitet sein: Wer sich vorab – beispielsweise auf www.oeamtc.at/verkehrsservice/ – über die Strecke informiert hat und mit Stau rechnet, sollte genügend Wasser und Snacks mitführen und mit dem Tanken trotz teurer Spritpreise nicht bis zur Reserve warten.
  • Nerven bewahren: Aggressionen im Straßenverkehr sind gefährlich und treten in der Sommerhitze vermehrt auf. "Auch wenn es schwer fällt, sollte Ruhe bewahrt werden. Im Endeffekt wollen alle dasselbe: Wohlbehalten ans Ziel kommen", appelliert Seidenberger.
  • Nähert man sich einem Stau, sollte nach Möglichkeit früh und nicht abrupt gebremst werden, ausreichend Abstand zum Vordermann gehalten und durch Einschalten der Warnblinkanlage dem nachfolgenden Verkehr der Stau signalisiert werden. Dadurch wird das Risiko eines Auffahrunfalls minimiert.
  • Fahrstreifen beibehalten und einordnen lassen: Bei stockendem Verkehr wird oftmals mittels Fahrstreifenwechsel versucht, Zeit zu gewinnen. Aber gerade bei viel Verkehr ist das Beibehalten der Fahrspur wichtig für den Verkehrsfluss. Bei Einmündungen oder Engstellen durch Unfälle, Pannen oder Baustellenbereiche kann das richtige Anwenden des Reißverschlusssystems Verzögerungen verhindern.
  • Rettungsgasse bilden: In Österreich ist die Rettungsgasse auf mehrspurigen Richtungsfahrbahnen verpflichtend. "Bei einer zweispurigen Autobahn wird die Rettungsgasse in der Mitte zwischen den beiden Fahrstreifen gebildet. Bei drei Fahrstreifen muss die Gasse zwischen dem linken und dem mittleren Fahrstreifen gebildet werden", so Seidenberger abschließend.
  • Gefahrenstelle zügig passieren: Bei Unfällen oder Pannen nicht zum "Gaffen" verleiten lassen. Wenn bereits Einsatzkräfte vor Ort sind, zügig weiterfahren.
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Wie gehen die Menschen mit dem Stau um?

Zu dieser Frage hat der Mobilitätsclub 2016 eine Online-Umfrage unter 1.500 Mitgliedern ab 18 Jahren österreichweit im Rahmen von ÖAMTC AM.PULS durchgeführt. Marion Seidenberger kennt die Ergebnisse von damals, die auch heute noch ähnlich ausfallen dürften: "Es hält sich die Waage: 45 Prozent sagen, sie 'begegnen dem Stau entspannt und passiv' und 41 Prozent werden 'unruhig'. Nur 12 Prozent reagieren angespannt und versuchen den Stau zu umfahren."

Bei der Reisevorbereitung suchen 44 Prozent der Befragten aktiv im Internet nach Informationen über mögliche Staupunkte. Während der Fahrt ist für 81 Prozent der Autofahrer:innen das Radio die Hauptinformationsquelle, gefolgt vom Navigationsgerät (52 Prozent). Für über 80 Prozent hängt ein mögliches Ausweichen von der Strecke und den aktuellen Gegebenheiten ab. Hauptgründe trotz Stau auf der geplanten Route zu bleiben sind für 52 Prozent der Befragten eine unbekannte Umgebung, eine noch große Entfernung zum Stau (in der Hoffnung, dass er sich noch auflöst; ebenfalls 52 Prozent) sowie erhaltene Staumeldungen von potenziellen Ausweichrouten (50 Prozent). Etwa zehn Prozent trauen der Meldung nicht (oder halten sie für veraltet) und behalten ihre geplante Route deshalb bei.

Im Stau wird Musik gehört, geschaut sowie gegessen und getrunken

81 Prozent der im Stau Stehenden nutzen die Zeit zum Musikhören. Knapp zwei Drittel schauen sich die anderen Staugeplagten an. 40 Prozent beginnen zu essen und trinken. 30 Prozent suchen nach Informationen zum Stau und knapp ein Viertel nützt die Zeit für Telefonate. Eine Mehrheit von 60 Prozent sagt, dass der Stau sie kaum oder gar nicht nervös macht.

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