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Stau-Bilanz Sommerreiseverkehr 2022

Rückgang des Stauaufkommens an den Reisewochenenden.

Stau © ÖAMTC
Stau © ÖAMTC

Im heurigen Sommerreiseverkehr wurden vom ÖAMTC in Summe 535 (548) Staus verzeichnet – das ist ein Rückgang von 13,99% (11,90%) gegenüber 2021, als die Stauanzahl wieder das Vor-Corona-Niveau erreichte (Absolut 2021: 622 Staus). Dabei hat sich das Reiseaufkommen nach Einschätzungen der ÖAMTC-Mobilitätsinformationen keinesfalls verringert.


Gezählt wurden, wie auch in den vergangenen Jahren, Staus mit einer Länge von mehr als 1,5 Kilometern bzw. Verzögerungen von mindestens 15 Minuten an den Samstagen und Sonntagen während der Ferien in Österreich. Eine kleine Unschärfe in der Vergleichbarkeit zu den Vorjahren ergibt sich aus dem Umstand, dass Mariä Himmelfahrt (15.August) heuer auf einen Montag fiel. Die Zahlen unter Berücksichtigung dieses Montags als Reisetag sind eingangs in Klammern ausgewiesen.

Gründe für den Rückgang:

Zeitliches Ausweichen, Durchfahrtssperren, Reduktion der Grenzkontrollen.

Staubilanz Sommer 2022 © ÖAMTC © ÖAMTC
Staubilanz Sommer 2022
Weniger Staus an den Wochenenden.

Die Daten des ÖAMTC zeigen, dass immer mehr Urlauber auf andere Wochentage ausweichen. Besonders die Donnerstage haben sich zu einem beliebten Reisetag etabliert. „Dazu fuhren viele noch zu einem sehr späten Termin Richtung Süden“, kommentiert Aloisia Gurtner das Staugeschehen. „Wer nicht die Schulferienzeit nutzen muss, weicht auf die Nebensaisonen aus.“

Einen weiteren Grund für den Rückgang der Stauanzahl sieht der ÖAMTC in den Durchfahrtssperren entlang der Transitrouten, die gemeinsam mit dem ADAC auch in Deutschland intensiv kommuniziert wurden. Somit konzentrierten sich die Staus auf die Haupttransitrouten, auf Ausweichrouten wurden kaum Verzögerungen registriert. Auch konnte eine praktikable Lösung für Navigationsgeräte gefunden werden, um den Urlauberverkehr mit Reiseziel Österreich nicht irrigerweise durch Sperrmeldungen unnötige Umwege fahren zu lassen.

Zu guter Letzt wurden gegenüber dem Vorjahr kaum mehr Verzögerungen wegen Grenzkontrollen registriert. An den Grenzstellen zu Ungarn und Slowenien lief der Verkehr praktisch störungsfrei. Einzig in Richtung Deutschland wirkten sich Kontrollen noch vereinzelt auf den Verkehrsfluss aus.

Bundesländer im Vergleich – Tirol staureichstes Bundesland

Salzburg wurde abgelöst, obwohl auf der Tauern Autobahn (A10) die meisten Staus registriert wurden.

Im Bundesländer-Stauranking hat heuer Tirol mit 26,82% die Nase vorne und verzeichnet damit mehr Staus als Salzburg mit 22,63%. 2021 war die Reihung noch umgekehrt. „Hauptausschlaggebend dafür, dass Tirol etwa ein Viertel aller Staus zu verzeichnen hatte, war die Fernpassstrecke (B179).

75,86% der Staus auf der B179 waren auf Überlastung zurückzuführen. Die Ab- und Durchfahrtssperren hatten hier stärkere Auswirkungen als auf der Tauern Autobahn (A10) in Salzburg, wo es zu 55,66% wegen Überlastung zu Staus kam“, berichten die ÖAMTC-Mobilitätsinformationen.

Die drittmeisten Staus wurden mit 15,78% in der Steiermark gezählt. Hier kam es vor allem auf der Pyhrn Autobahn (A9) vor dem Gegenverkehrsbereich Peggau-Deutschfeistritz zu längeren Verzögerungen. In Kärnten sorgten vor allem die obligaten Staus vor dem Karawankentunnel für 11,68% der Staus. Niederösterreich kam auf 9,40%, Oberösterreich auf 8,03% der Staus.

Stau-Hotspots und Ursachen:

Beinahe jeder fünfte Stau entfiel auf die Tauern Autobahn (A10) .

Sommerreiseverkehr 2022: Stauursachen © ÖAMTC © ÖAMTC
Sommerreiseverkehr 2022: Stauursachen
Bilanz Sommerreiseverkehr Österreich 2022: Über 40% der heurigen Staus entstanden wegen Verkehrsüberlastung.

Die am stärksten betroffene Route war wie im Vorjahr die Tauern Autobahn (A10) mit 19,34% der Staus. Gefolgt von der Pyhrn Autobahn (A9) mit 11,68%. Diese waren zu 26,69% von Baustellen verursacht. Die Fernpassstrecke (B179) steht mit 10,58% zu Buche. Auf Platz 4 die West Autobahn mit 9,12%, wobei die Staus zu 46% durch Unfälle verursacht wurden.

Gegenüber dem Vorjahr verzeichnete die Verkehrsüberlastung mit 42,15% (2021: 25,7%) aus genannten Gründen einen starken Zuwachs und war auch die Hauptursache für Staus. Unfälle sorgten zu 30,84%, Baustellen zu 11,13% und defekte/brennende Fahrzeuge zu 7,48% für Stauaufkommen. Grenzkontrollen, die 2021 mit 17,7% noch Stauursache Nr.3 waren, kamen nur noch auf 4,56%. 3,84% entfiel auf Sonstiges.


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