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Schulungen an Elektroautos

Vorsicht bei Unfällen mit Elektroautos. Der ÖAMTC schult Salzburger Feuerwehrleute.

SAMTC Feuerwehr Puch © ÖAMTC Salzburg
SAMTC Feuerwehr Puch  -  Die ÖAMTC-Experten Harald Angerer und Herbert Thaler (v. l.) schulen Feuerwehrleute aus Puch im Umgang mit Hochvolt-Fahrzeugen. © ÖAMTC Salzburg
SAMTC Feuerwehr Puch H. Angerer © ÖAMTC Salzburg
SAMTC Feuerwehr Puch H. Angerer  -  Arbeiten im Hochvoltbereich dürfen nur mit entsprechender Ausbildung und Schutzausrüstung durchgeführt werden. © ÖAMTC Salzburg

Elektroautos erfreuen sich steigender Beliebtheit. In Salzburg sind mittlerweile bereits 1.300 rein strombetriebene Fahrzeuge und 1.800 Hybridautos zugelassen. Österreichweit gibt es 14.600 E-Autos und 31.400 Hybridfahrzeuge – Tendenz stark steigend!

Die zunehmende Zahl an Hochvoltfahrzeugen bedeutet allerdings eine enorme Herausforderung für die Einsatzkräfte. Bergungen von verunfallten Elektroautos sind – je nach Beschädigungsgrad – nicht ungefährlich und setzen ganz besonderes Wissen voraus. Deshalb schult der ÖAMTC jetzt die Salzburger Feuerwehrleute im Umgang mit Elektrofahrzeugen. „Es gab Gott sei Dank noch keine gröberen Unfälle mit Elektroautos, aber es ist nur eine Frage der Zeit, bis die Feuerwehren zu derartigen Einsätzen gerufen werden. Mit der ÖAMTC-Schulung sind sie für diese besondere Herausforderung gerüstet“, erläutert ÖAMTC-Direktor Erich Lobensommer.  

Bei der ÖAMTC-Schulung lernen die Teilnehmer alles über das richtige Verhalten bei Einsätzen mit E-Autos: „Wichtig ist das rasche Erkennen von Hochvoltfahrzeugen, bevor man die ersten Bergemaßnahmen setzt“, erklärt Schulungsleiter Harald Angerer vom ÖAMTC Salzburg. Der richtigen Schutzausrüstung kommt ebenfalls enorme Bedeutung zu: „Ohne Spezialhandschuhe und Schutzbrillen darf man sich einem verunfallten E-Auto nicht nähern“, warnt Angerer. Erst dann können geschulte Hochvolt-Fachkräfte den Stromkreis abschalten und weitere Schritte zur Bergung setzen.

Grundsätzlich gelten E-Autos als eigensicher: „Das Hochvoltsystem hat eine Sicherheitskette, bei der mehrere Elemente gleichzeitig versagen müssen, um eine Gefahrensituation entstehen zu lassen“, weiß der ÖAMTC-Experte. Gefährlich wird es, wenn die Batterie selbst beschädigt ist. "Im ungünstigsten Fall wird metallisches Lithium freigesetzt, das mit anderen Substanzen in der Zelle heftige chemische Reaktionen hervorruft und den Akku in Brand setzt“, weiß Angerer. In diesem Fall hilft nur sehr viel Löschwasser, um den Akku zu kühlen. Auch von beschädigten Hochvolt-Kabeln oder -Komponenten kann grundsätzlich eine elektrische Gefährdung ausgehen.

Die Schulung wird ab Herbst an allen ÖAMTC-Stützpunkten in Salzburg angeboten und richtet sich an die Ausbildungsleiter der Feuerwehren.

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