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ÖAMTC auf Klimakurs

In Saalfelden geht der erste energieautarke Stützpunkt Österreichs in Betrieb.

Saalfelden Photovoltaikanlage © Aloisia Gurtner
Saalfelden Photovoltaikanlage © Aloisia Gurtner
Saalfelden Photovoltaikanlage © Aloisia Gurtner
Saalfelden Photovoltaikanlage © Aloisia Gurtner

Der ÖAMTC Salzburg setzt ein starkes Zeichen für den Klimaschutz: Am Standort in Saalfelden sorgt ab jetzt ein gesamtheitliches Energiekonzept für sauberen Strom und Unabhängigkeit. „Unser Ziel ist, den gesamten Energiebedarf des Gebäudes selbst zu produzieren und so zu speichern, dass wir keinen zusätzlichen Strom aus dem Netz benötigen“, erläutert ÖAMTC-Chef Erich Lobensommer. Der Pinzgauer Stützpunkt ist somit Vorreiter in Sachen Nachhaltigkeit und hat Modellcharakter für alle 125 ÖAMTC-Standorte in ganz Österreich.

Zur Energiegewinnung wurden am Dach des Gebäudes 75 hochwertige Photovoltaikpaneele installiert. Ausgerichtet im 35° Winkel sollen sie über das ganze Jahr verteilt eine gleichmäßige Stromproduktion von 36.000 Kilowattstunden gewährleisten. Im Unterschied zu herkömmlichen Photovoltaik-Anlagen, bei denen der überschüssige Sonnenstrom ins Netz fließt, wird in Saalfelden die Energie in Blei-Carbon-Akkus gespeichert. Die Kapazität dieser Batteriespeicher beträgt 100 Kilowattstunden und ermöglicht die Nutzung des Stroms nach Bedarf, also auch nachts oder an sonnenarmen Tagen. Gleichzeitig garantiert das System die Notstromversorgung, etwa bei einem Blackout.

Mit diesem ökologischen Gesamtkonzept spart der ÖAMTC jährlich etwa 21 Tonnen CO2 ein. Auch betriebswirtschaftlich ist das Vorzeigeprojekt in Saalfelden interessant: „Läuft alles nach Plan, dann amortisiert sich diese Investition für uns in spätestens 10 Jahren“, rechnet Lobensommer vor.

Schon beim Bau des neuen Stützpunkts legte der ÖAMTC großen Wert auf Nachhaltigkeit und eine saubere CO2-Bilanz. Das Gebäude wurde mit ressourcenschonenden Materialien errichtet, Klimatisierung und Heizung erfolgen mittels Tiefenwärme und Solepumpe. Ein Teil des Daches wurde extensiv begrünt. Spezielle Pflanzen dienen der Wärmedämmung, schaffen ein angenehmes Mikroklima und funktionieren bei Starkregen wie ein Drainagesystem mit Wasserspeicher. „Mit der Photovoltaikanlage und den Batteriespeichern haben wir jetzt den letzten Schritt zum „gelben“ Vorzeigeprojekt in Sachen Nachhaltigkeit gemacht“, betont Lobensommer.

Autorin: Aloisia Gurtner

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