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Aktion gegen den „Blindflug“ am Steuer

ÖAMTC Salzburg und Land Salzburg produzieren Aufklärungsvideo für Schulen

ÖAMTC Salzburg ReAction © ÖAMTC Salzburg
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Handy und Ablenkung Unfallursache Nummer 1

Die Styropor-Figur, die den Fußgänger mimt, zerfetzt es in viele Teile. Das Smartphone beim Autofahren ist schuld, die Ablenkung verlängerte den Anhalteweg massiv: Auf eindrucksvolle und auch erschreckende Weise erfuhren die Schülerinnen und Schüler der Polytechnischen Schule Saalfelden heute im Fahrtechnikzentrum Brandlhof, wie fatal so ein Blindflug sein kann. Sie durften dabei sein, als der neue Aufklärungsspot von Land Salzburg und ÖAMTC gedreht wurde.

„In den vergangenen fünf Jahren sind 48 Menschen in Salzburg im Straßenverkehr durch Ablenkung ums Leben gekommen. Außerdem sind ein Drittel der Verkehrstoten Fahranfänger, also Großteils Jugendliche, für die das Handy einfach selbstverständlich zum Leben gehört. Genau diese Zielgruppe wollen wir mit dem Video erreichen, um Leben zu retten und bewusst zu machen, wie gefährlich Nachrichten checken und so weiter ist“, unterstreicht Verkehrslandesrat Stefan Schnöll. Er überzeugte sich am Montag selbst davon, wie sich so ein „Blindflug“ im Auto anfühlt und war bei den Dreharbeiten dabei.

3.000 Schülerinnen und Schüler sehen das Video pro Jahr

„ReAction“ heißt der Workshop des Mobilitätsclub ÖAMTC, an dem pro Jahr zirka 3.000 Schülerinnen und Schüler in ganz Salzburg teilnehmen. „Uns wird von den Jugendlichen immer wieder erklärt, dass man am Steuer „WhatsApp“-Nachrichten schreiben kann, die Instagram-Seite checken und auf Snapchat kommunizieren - und das angeblich im Griff hat. Stimmt nicht. Stimmt sogar ganz und gar nicht. Der Anhalteweg verlängert sich durch die verspätete Reaktion massiv, das wird den Schülern oft erst am Fahrsimulator richtig bewusst“, so Verkehrspädagogin Martina Otter vom ÖAMTC Salzburg. Und sie fügt hinzu: „Mit diesem erstmals gedrehten Aufklärungsvideo wollen wir noch mehr und drastisch vor Augen führen, wie lebensgefährlich das Handy am Steuer ist.“

Styropor-Figuren als Verkehrsopfer

Deutlich wird die Gefahr, wenn die ÖAMTC-Instruktoren nebeneinander fahren, der eine abgelenkt, der andere nicht. „Man erschreckt richtig, wenn die Figur plötzlich vor einem auftaucht und man sie rammt, auch wenn es nur Dummies sind“, so ÖAMTC-Instruktor Matthäus Radner, an dem so ein „Unfall“ selbst als Profi nicht spurlos vorbeigeht. Und er betont: „Im Video ist uns wichtig, nicht mit erhobenem Zeigefinger von oben herab zu belehren, sondern die jungen Fahranfänger auf Augenhöhe zu erreichen.“ So soll die erschütternde Bilanz von 48 Todesopfern und 7.246 Verletzten in den vergangenen fünf Jahren alleine in Salzburg durch Aufklärung verbessert werden.

Nach dem Crash: „Jetzt habe ich weiche Knie“

Dementsprechend Eindruck machte der Versuch im Fahrtechnikzentrum auf die Schüler der Polytechnischen Schule Saalfelden. „Es hat einen ordentlichen ,Tuscha‘ getan. Wenn das ein Mensch gewesen wäre, nicht schön“, so Simon Feyersinger (15) aus Saalfelden. Seine Mitschülerinnen Sarah Lettner (14) und Anna Ortner (14) ergänzten: „Beim Zuschauen weiß man eigentlich, was passiert, trotzdem erschrickt man. Lieber Handy weg vom Steuer, das ist echt gefährlich.“ Sarah Moreau (17) aus Maishofen durfte den Selbsttest machen, griff am Steuer zum Smartphone und meinte nachdem die Styroporfigur zerfetzt war: „Ich habe jetzt richtig weiche Knie. Etwas zu rammen, das ist wirklich schrecklich!“

Das Video wird ab Jänner 2019 an den Salzburger Schulen gezeigt.

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