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20 Jahre ÖAMTC-Notarzthubschrauber Christophorus 6

Am 1. April 2001 begann für Salzburg eine neue Ära in der Flugrettung. Der ÖAMTC übernahm mit dem Notarzthubschrauber Christophorus 6 vom Innenministerium den Flugrettungsdienst für Salzburg.

Christophorus 6 © ÖAMTC
Christophorus 6  -  Sie fliegen den Christophorus 6: Die ÖAMTC-Piloten Stefan Dürager, Thomas Brändle und Klaus Egger (v. l.) © ÖAMTC
Christophorus 6 © ÖAMTC
Christophorus 6 © ÖAMTC

Die Einsatzzahl hat sich seit 2001 beinahe verdoppelt. "Fast 22.000 geflogene Einsätze belegen die Bedeutung des ÖAMTC-Flugrettungsstandortes für die Notfallversorgung in Salzburg und den angrenzenden Regionen", bilanziert ÖAMTC-Chef Erich Lobensommer. Die Einsatzzahlen haben sich von 796 im Jahr 2001 auf 1.373 Einsätze im vergangenen Jahr beinahe verdoppelt.

Die C6-Crew rund um ÖAMTC-Pilot Thomas Brändle, den leitenden Notarzt Wolfgang Fleischmann und den leitenden Flugretter Christian Leitner fliegt mehr als 1.000 Einsätze im Jahr. „Jeder von uns ist Spezialist auf seinem Gebiet und gleichermaßen wichtig“, betont Brändle. Der C6-Stützpunktleiter ist von Anfang an dabei und blickt auf viele dramatische, aber auch berührende Einsätze zurück. „Natürlich bestimmt professionelle Routine unsere Arbeit. Aber manche Rettungseinsätze, etwa eine Geburt, wo es das Baby besonders eilig hatte, bleiben für immer positiv im Gedächtnis. Manchmal bekommen wir auch Besuch oder Dankschreiben von genesenen Patienten, das sind seltene, aber umso wertvollere Momente für uns“, so Brändle.

Werden die fliegenden Retter alarmiert, so liegt der Notfallort zu 68 Prozent in Salzburg, 26 Prozent der Alarmierungen führen die Crew nach Oberösterreich und fünf Prozent ins benachbarte Deutschland. Etwas mehr als die Hälfte der Rettungsflüge gelten internistischen und neurologischen Notfällen. An zweiter Stelle der Einsatzstatistik liegen Arbeits- und Haushaltsunfälle, gefolgt von Verkehrsunfällen.

Im Schnitt vergehen 13 Minuten, bis Christophorus 6 am Notfallort eintrifft. "Der kurze und schonende Transport durch den ÖAMTC-Notarzthubschrauber wirkt sich positiv auf die Heilungschancen aus und der Weg der Genesung wird signifikant abgekürzt," erklärt Pilot Thomas Brändle.

Für die Organisation der Flugrettung ist nach dem Salzburger Rettungsgesetz das Rote Kreuz verantwortlich. „Auf dieser Basis arbeiten wir seit 20 Jahren sehr erfolgreich mit dem ÖAMTC zusammen “, so Landesrettungskommandant Anton Holzer.

Dass die Rettungsfliegerei trotz aller erdenklichen Sicherheitsmaßnahmen ein gefährlicher Job ist, zeigte der tragische Unfall vom 1. Mai 2006. Beim Landeanflug stürzte der Hubschrauber vom Dach des UKH Salzburg rund 25 Meter in die Tiefe. „Glücklicherweise überlebten damals alle Insassen das Unglück“, erinnert Erich Lobensommer an die dunkelste Stunde von Christophorus 6.

Text: Aloisia Gurtner

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