Artikel drucken
Drucken

ÖAMTC zu Tempo 140-Test

Variable Tempolimits besser für Verkehrssicherheit

Tempo 140.jpg © iStockphoto
Tempo 140 © iStockphoto

Bei einer repräsentativen "AM.PULS"-Umfrage des ÖAMTC zu Tempolimits vom Jänner dieses Jahres, hat sich ein Drittel der 1.977 Befragten für höhere Geschwindigkeiten auf Österreichs Autobahnen ausgesprochen. Das am 24. Juli 2018 angekündigte höhere Tempolimit auf zwei Streckenabschnitten der Westautobahn entspricht zweifelsohne diesem Wunsch.

"Es ist durchaus nachvollziehbar, dass auf Teststrecken 140 km/h ermöglicht werden, um daraus Schlüsse für eine weitere Vorgehensweise zu ziehen", sagt ÖAMTC-Jurist Martin Hoffer. Wie das höhere Tempolimit angenommen wird und welche Folgen es für die Verkehrssicherheit und die Umwelt hat, wird die Evaluierung im August 2019 zeigen. Der seinerzeitige 160 km/h-Versuch hat gezeigt, dass die Rechtsfahrordnung besser eingehalten wird und die Unfallzahlen sogar etwas zurückgegangen sind. Das deutet mitunter auf ein höheres Gefahrenbewusstsein hin.

Prinzipiell kann sich der ÖAMTC eine Anhebung des Tempolimits vorstellen, hätte das aber lieber mit einer elektronisch angezeigten Flexibilisierung von Geschwindigkeitsbeschränkungen. Der Vorteil einer flexiblen Temporegelung liegt für den ÖAMTC darin, dass bei ungünstigen Verkehrs- oder Witterungsverhältnissen die Tempolimits auch gesenkt werden können.

"Schneller bei guten Verhältnissen, langsamer bei widrigen Bedingungen", fasst es Hoffer zusammen. Hinzu kommt, dass elektronisch angezeigte Tempolimits auf mehr Akzeptanz bei den Fahrzeuglenkern stoßen, da sie nachvollziehbar sind. Bei dem jetzt beginnenden Test wird das Limit mit Blechschildern kundgemacht. In diesem Fall gilt besonders, dass angepasste Geschwindigkeit das A und O für die Verkehrssicherheit ist.

In dieser Fenstergröße bietet die mobile Ansicht besseren Überblick! Wenn Sie die Ansicht wechseln möchten, klicken Sie den Button jetzt wechseln