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ÖAMTC-Umfrage: Nur jedes zweite Kind im Straßenverkehr gut sichtbar

Club startet Verkehrssicherheitskampagne "Sehen und gesehen werden"

Sehen und gesehen werden © OEAMTC/Mikes
Sehen und gesehen werden  -  v.l: Gregor Seberg, Katharina Straßer, ÖAMTC Direktor Oliver Schmerold, Manuela Wilhelmer, Michael Takacs © OEAMTC/Mikes

Mit der dunklen Jahreszeit sind gefährliche Monate im Straßenverkehr angebrochen. Zwei Drittel der tödlichen Fußgängerunfälle ereigneten sich in den vergangenen fünf Jahren laut Statistik Austria zwischen Oktober und März. Einer repräsentativen Umfrage des Clubs zufolge (1.000 Befragte, Institut marketmind), gehören Fußgänger im Vergleich zu anderen Verkehrsteilnehmern wie Radfahrern nach Erfahrung der Befragten zu den am schlechtesten sichtbaren Gruppen.

Hinsichtlich verschiedener Altersgruppen ist in den Augen der Befragten nur jedes zweite Kind in der kalten Jahreszeit gut sichtbar unterwegs. Bei Jugendlichen werden überhaupt nur 17 Prozent als gut sichtbar wahrgenommen, bei Erwachsenen nur 16 Prozent. "Sich sichtbar machen ist ein wichtiger Selbstschutz", so ÖAMTC Direktor Oliver Schmerold beim heutigen Auftakt der ÖAMTC-Verkehrssicherheitskampagne "Sehen und gesehen werden". "Alleine mit Reflektoren wird man fünf Mal früher wahrgenommen. Das kann Leben retten." 

Video: ÖAMTC-Kampagne "Sehen und gesehen werden"

Reflektierende Materialien leichter erkennbar

Eine Person mit reflektierenden Materialien ist bei Dunkelheit im Abblendlicht eines Autofahrers bereits aus etwa 130 Metern Entfernung zu erkennen, eine dunkel gekleidete Person hingegen erst aus etwa 25 Metern. Der Nutzen von Reflektoren wird laut ÖAMTC-Umfrage allerdings stark unterschätzt: Die Einschätzung der Befragten lautet, dass sich die Sichtdistanz durch den Einsatz von Reflektoren nur verdoppelt. "Es ist unerlässlich, dass alle Verkehrsteilnehmer aufmerksam und gut sichtbar sind und sich so gegenseitig rechtzeitig wahrnehmen können", betonte auch der Leiter der Landesverkehrsabteilung Wien, Michael Takacs, anlässlich der Kampagnen-Präsentation.

Akzeptanz von Reflektoren sinkt mit Alter

Die beliebtesten Hilfsmittel zur besseren Sichtbarkeit sind Reflektoren an Taschen oder Kleidung. Mit zunehmendem Alter sinkt allerdings die Akzeptanz von Reflektoren. Der ÖAMTC hat dazu zusätzlich 444 Jugendliche zwischen zehn und 18 Jahren befragt. Demzufolge verwendet die Hälfte der Jugendlichen keine Reflektoren. Der Hauptgrund: sie finden sie unmodisch bzw. uncool. Die grellen Materialien entsprechen nicht dem bevorzugten Kleidungsstil der Jugendlichen: Nahezu alle (90 Prozent) wählen bei Jacken und Hosen Farben wie schwarz oder braun. 

ÖAMTC Hauben mit reflektierendem Garn

Reflektierende ÖAMTC Haube  © ÖAMTC

Reflektierende ÖAMTC Haube

Reflektierende ÖAMTC Haube  © ÖAMTC

Reflektierende ÖAMTC Haube

Um die Verkehrssicherheit auf Österreichs Straßen zu erhöhen, bedarf es neben laufender Bewusstseinsbildung auch entsprechender Produkte. Im Rahmen der Kampagne "Sehen und gesehen werden" präsentiert der Club auch Hauben mit reflektierendem Garn. Die Idee dazu stammt von der Tiroler Polizistin Manuela Wilhelmer. Eigens produziert gibt es sie in zwei verschiedenen Farbvarianten. Die Haube soll insbesondere für Fußgänger ein Angebot sein, um sichtbar und damit sicherer durch die dunkle Jahreszeit zu kommen.

Erhältlich ist sie an allen ÖAMTC-Stützpunkten, solange der Vorrat reicht. Der Preis für eine Erwachsenenhaube beträgt EUR 9,90, die Kinderhaube kostet EUR 8,90.

Unterstützung für die Kampagne (u.a. TV-Spot und Plakate in ganz Österreich) bekommt der Club auch durch Prominente wie die Schauspieler Lilian Klebow, Katharina Straßer und Gregor Seberg sowie durch Elisabeth Görgl und Andreas Gabalier.

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