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ÖAMTC-Schutzbrief-Nothilfe: Hochbetrieb im Sommer 2017

Auch heuer hat der wohlverdiente Urlaub für viele Österreicher ein unerfreuliches Ende genommen: Krankenhaus statt Strand, Heimfahrt im Rettungswagen statt im eigenen Auto oder Rückflug im Ambulanzjet statt im Linienflieger.

Schutzbrief Spot 17 KRH2.jpg © ÖAMTC
Krankenrückholung im ÖAMTC-Ambulanzjet © ÖAMTC

Von 1. Juli bis 31. August 2017 hat die ÖAMTC-Schutzbrief-Nothilfe über 18.300 Hilfeleistungen erbracht. Beispielsweise wurden mehr als 688 Krankenfälle betreut, 312 Transporte im Rettungswagen und 106 Personenheimreisen nach Erkrankung oder Unfall organisiert. 19 Mal wurde ein Ambulanzjet für den Heimtransport gebraucht, 62 Mal wurden Patienten mit Linienmaschinen zurück gebracht.

Geholfen wird aber nicht nur in medizinischen Belangen. "Insgesamt haben wir nach Fahrzeugausfall 2.569 Fahrzeugrückholungen organisiert", berichtet Maria Tüchler von der ÖAMTC-Schutzbrief-Nothilfe. Etwa die Hälfte der Fahrzeugrückholungen wurde aus dem Ausland erbracht, am häufigsten aus Deutschland, gefolgt von Italien und Kroatien.

Möglich macht all das die internationale Vernetzung des ÖAMTC mit über 160 Automobilclubs und Partnern und den neun deutschsprachigen Auslandsnotrufstationen mit Erfahrung im Umgang mit den Behörden des Landes.

Sprunghaft ansteigende Fallzahlen als große Herausforderung

Die ÖAMTC-Schutzbrief-Nothilfe wird bereits zu Beginn der einsatzstärksten Monate personell verstärkt. "Erfahrungsgemäß steigt die Zahl der Anrufe – je nachdem, wie die Feiertage fallen – im Mai oder Juni massiv an", weiß Tüchler. Das kann mitunter herausfordernd für die Mitarbeiter in der Einsatzzentrale der Schutzbrief-Nothilfe im ÖAMTC-Mobilitätszentrum in Wien-Erdberg werden.

Bereits im Sommer 2016 hat sich die Gesamtzahl der Mitgliederanfragen stark erhöht, heuer gab es im Vergleich zum Vorjahr einen weiteren sprunghaften Anstieg. Allein im Bereich der Schutzbrief-Nothilfe gab es heuer eine Steigerung von über neun Prozent. Eine Ursache für das verstärkte Aufkommen von Anfragen in der ÖAMTC-Schutzbrief-Nothilfe lässt sich mit einem verändernden Reiseverhalten erklären. Die Urlaubsziele liegen zum Teil näher als früher. Mit dem Auto in Österreich zu verreisen oder ins nahegelegene Ausland zu fahren, liegt im Trend. Entsprechend steigt beispielsweise die Anzahl der Fahrzeugpannen, bei denen die Hilfe des ÖAMTC benötigt wird.

Einige Fälle aus dem Sommer 2017

Rückkehr aus Island

Ein ÖAMTC-Mitglied aus Tirol hatte in Island eine Autopanne – nach Problemen mit der Kraftstoffversorgung ging nichts mehr. Eine Reparatur vor Ort war kurzfristig nicht möglich, weil es an Ersatzteilen fehlte. Die ÖAMTC-Schutzbrief-Nothilfe organisierte den Rücktransport des Fahrzeuges nach Österreich: Zunächst ging es für den Geländewagen in einem Container per Schiff nach Cuxhaven, von dort mit einem Lkw zurück in die Heimat. Herr M. und seine Gattin traten die Heimreise mit dem Flugzeug an. Die Kosten für Flug und Auto-Rücktransport wurden zur Gänze vom ÖAMTC-Schutzbrief übernommen.

Baum vs. Auto

Das Fahrzeug von Herrn S. fiel Mitte August den Wetterkapriolen an der oberen Adria zum Opfer: Während eines Sturms stürzte ein Baum auf das Auto. Der ÖAMTC kümmerte sich um den Transport des Autos zurück nach Österreich, für das steirische Club-Mitglied wurde die Heimreise mit der Eisenbahn organisiert. Die Kosten für Rückreise und Transport wurden vom ÖAMTC-Schutzbrief übernommen.

Auf den Hund gekommen

Im dichten Sommerreiseverkehr kam es auf dem Weg in den Süden und auch auf der Rückfahrt immer wieder zu längeren Verzögerungen. Das passierte auch Frau K. aus Niederösterreich, der in Kroatien, kurz vor der slowenischen Grenze, der Sprit auszugehen drohte. Ihr größte Sorge: Hund Barolo, der in der glühenden Hitze auf eine funktionierende Klimaanlage angewiesen war, was den Kraftstoffverbrauch zusätzlich steigen ließ. Via Schutzbrief-Nothilfe wurde der kroatische ÖAMTC-Partner HAK informiert, der der Niederösterreicherin einen Pannenfahrer mit Treibstoff schicken konnte. Mit frisch betanktem Fahrzeug konnten Hund und Frauerl die Fahrt im klimatisierten Auto fortsetzen.

Ein Schutzbrief für alle Fälle

Mittlerweile sind über 1,4 Millionen Österreicher Inhaber eines ÖAMTC-Schutzbriefes. Das Sicherheitsnetz des ÖAMTC schützt die gesamte Familie – auch, wenn man getrennt verreist.

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Panne & Unfall

365 Tage im Jahr, rund um die Uhr unterwegs: Der Pannendienst ist die Kernkompetenz des ÖAMTC. Aber wie verhält man sich bei einer Panne oder einem Unfall richtig? Welche Regeln gelten am Pannenstreifen? Was tun bei einem Unfall im Ausland? Der Club hilft und berät.

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