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Mittwoch, 15.November 2017

Sanierung Vöestbrücke

Ziel des Vorhabens

Durch die künftige Trennung von Ziel- und Quellverkehr (über die neuen Bypassbrücken) sowie des Durchgangverkehrs (bestehende Brücke) wird eine höhere Leistungsfähigkeit erreicht. Gleichzeitig ist dies eine wesentliche Vorleistung um die nachlaufende Sanierung der bestehenden Brücke in den Jahren 2022/2023 überhaupt erst zu ermöglichen. Sowohl während der Sanierung als auch im späteren Betrieb werden donauquerend mehr Fahrstreifen zur Verfügung stehen als dies derzeit der Fall ist.

Der Baubeginn

Martin Pöcheim © ASFINAG Martin Pöcheim

Im Jänner 2018 beginnen die Arbeiten zur Errichtung der beiden Bypassbrücken. Es folgt die Errichtung zweier neuer Donaubrücken - bestehend aus 14 (Rampen-)Brücken und sieben Stützmauern. Bis März 2020 werden diese Bauarbeiten andauern. "Grundsätzlich werden immer zwei Fahrstreifen je Richtungsfahrbahn zur Verfügung stehen und auch die Befahrbarkeit für Linienbusse der LINZ AG ist durchgehend gewährleistet. Aufgrund der geringeren Fahrstreifenbreite im Baufeld ist es jedoch notwendig, eine Beschränkung der Geschwindigkeit auf 60 km/h einzurichten. Die Sperren der Rampen beschränken sich in der Regel auf die Nacht bzw. auf Wochenende. In Einzelfällen ist eine Sperre jedoch auch über mehrere Wochen notwendig", so Pöcheim.

Zusätzliche Erschwernisse trotz vorbildlicher Planung

Landesdirektor Josef Thurnhofer © Rudolf Laresser Landesdirektor Josef Thurnhofer

Laut ÖAMTC-Landesdirektor Josef Thurnhofer sind die Planungen der ASFINAG vorbildlich: "Jahrelang haben sich die Experten auf dieses Projekt vorbereitet. Es wurden viele Abstimmungsgespräche geführt und Alternativen überlegt. Trotz dieser Bemühungen wird sich die Verkehrslage im Großraum Linz weiter verschärfen und für zusätzliche Verzögerungen sorgen. Mit dem Wegfall der Eisenbahnbrücke und der insgesamt nicht zufriedenstellenden Situation im Linzer Stadtverkehr konnte die ASFINAG nicht rechnen und eine Verschiebung der Sanierung ist nicht möglich." Nicht immer selbstverständlich, aber dafür umso erfreulicher ist auch die entsprechende Mitberücksichtigung des öffentlichen Verkehrs und der FußgängerInnen und RadfahrerInnen. "Zwar wird es auch hier nicht ohne entsprechender Rücksichtnahme funktionieren, aber eine andere Lösung gibt es derzeit nicht", so der Landesdirektor des Mobilitätsclubs.

Die Bauphasen im Überblick